Gesamtwertung59 %/10 |
GrafikMangelhaft SoundBefriedigend |
LanzeitspaßUngenügend Spieleinstieg7 |
Bedienung7 |
Musste sich Summer Athletics vergangenes Jahr noch mit dem offiziellen Spiel zur Olympiade 2008 messen, stellt 2009 das mäßige Schweineparty die direkte Konkurrenz zum Titel da. Dies jagte den Entwickeln anscheinend so wenig Angst ein, dass sie sich wohl dachten, man könne gegen diesen Konkurrenten auch mit einem einfachen Update vom Vorgänger gewinnen. Genau dies ist nämlich "Summer Athletics 2009" auch geworden. Immer noch ohne Lizenzen im Gepäck haben es nunmehr zwei weitere Disziplinen in das vorherige Gesamtpaket von 26 Disziplinen geschafft, die sich in die Sportarten Schwimmen, Turmspringen, Laufen, Springen, Werfen, Bogenschießen, Skeetschießen und Radrennen unterteilen.
Dabei kann jede Disziplin im Arcade. oder Sport-Modus gespielt werden. Legt der Sport-Modus mehr Wert auf Realismus, ist der Erstere actionorientierter. Dies macht sich in der Benutzung von sogenannten "Boosts" bemerkbar, die, geschickt eingesetzt, in manchen Situationen einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Motivation sollen die oberflächliche Karriere, Zehnkämpfe und Meisterschaften bringen. Dies täuscht aber nicht darüber hinweg, dass das Spiel alleine einfach nicht lange packen kann. Obwohl das Spiel ohne originale Lizenzen daherkommt, kann man den besonderen Modus "Berlin Weltmeisterschaft" starten. Dort kann man die im August startende Weltmeisterschaft in Berlin im (fast) baugleichen Olympiastadion nachspielen.
In punkto Steuerung hat sich ebenso wie bei den einzelnen Wettkämpfen nicht wirklich viel verändert. Warum auch? Noch immer wird je nach Wettkampf Schweiß, Motorik oder Timing gefordert und die Bewegungen wirken mit Nunchuck und Wii-Mote durchaus nachvollziehbar. Die Bedienung ist nach wie vor sehr gut auf die Wii abgestimmt.
Kritisierten wir vergangenes Jahr noch die fehlende Unterstützung des Balance-Boards, kann man jenes bei diesem Update bei einigen Disziplinen benutzen. Unter dem hübschen Namen "Wii Balance Board Wettkampf" können die Disziplinen Bogenschießen, Dreisprung, Hochsprung und Hammerwerfen in einem separaten Wettbewerb mit Unterstützung des Balance-Boards gespielt werden. Anstatt mit Wii-Mote und Nunchuck wird die Spielfigur also durch geschickte Gewichtsverlagerung auf dem Board gesteuert. Was sich rein theoretisch nach einer Bereicherung anhört, kann in der Praxis jedoch nicht wirklich überzeugen, da die ansonsten lobenswerte Bewegungserkennung beim Balance-Board überraschend einige Aussetzer hat. Vor allem das Ärgernis, dass einige Bewegungen mit Zeitverzögerung übertragen werden, können bei einem Spiel, dessen Aufgaben größtenteils nur mit gutem Timing zu bewältigen sind, schnell für Frust sorgen.
Auch in der diesjährigen Version gilt die Phrase: leicht zu erlenen, schwer zu meistern. Vom zweifelhaften Schwierigkeitsgrad mit dem Balance-Board mal abgesehen, ist in nahezu jeder Disziplin eine Lernkurve vorhanden, die einen zu immer neuen Rekorden antreibt. Die Bedienung von jedem Wettkampf wird ausführlich erklärt und das Gefühl, dass man es nächstes Mal besser machen könnte, ist eine nette Begleiterscheinung.
Der variabel einstellbare Schwierigkeit sorgt letztlich dafür, dass jeder Spieler die Wettkampfbedingungen gemäß seinen Fähigkeiten anpassen kann.
Ich kann mich nur wiederholen: Bei "Summer Athletics 2009" handelt es sich lediglich um ein Update, das mit derselben durchschnittlichen Grafik wie der Vorgänger daherkommt. Sicherlich ist das Spiel nicht als hässlich zu bezeichnen. Dafür sehen die Animationen der Sportler viel zu ansehnlich aus. Schwerwiegender ist jedoch die polygonarme Umgebung der Wettkämpfe, die die Atmosphäre nicht in das Wohnzimmer transferieren kann. Blöd sind auch aus der Vorgängerversion bekannte nervige Clipping-Fehler, die man wenigstens dieses Jahr hätte entfernen können. Das trübt den Gesamtausdruck nochmal zusätzlich.
Die deutschen Stadionsprecher wirken sehr unmotiviert, was sich dementsprechend auf die Sportatmosphäre auswirkt, der durch billige Zuschauergeräusche zusätzlich der Rest gegeben wird. Dies kritisierten wir schon letztes Jahr und es ist eigentlich fast schon dreist, dass auch in dieser Hinsicht absolut nichts verbessert wurde.
Nicht überraschend macht "Summer Athletic 2009" im Zusammenspiel mit Freunden am meisten Spaß. So kann jede Disziplin nach wie vor nacheinander oder gleichzeitig per Splitscreen mit bis zu vier Spielern gespielt werden. Nett ist das besondere Feature der integrierten Staffelrennen, die es nun ermöglichen, als Team anzutreten.
Leider leider hat man auch in dieser Version den Trend zum Onlinemodus schlichtweg ignoriert. Wenigstens jener wäre ein Kaufgrund für das Spiel gewesen. So ein Spiel wie "Summer Athletics" bietet sich doch gerade an, weltweit auf Rekordjagd zu gehen. So ist der Mehrspielermodus nur offline zu spielen.
Im Grunde handelt es sich bei Summer Athletics 2009 um ein freches "Update" der Vorjahresversion. Weder grafisch noch atmosphärisch sind Unterschiede auszumachen. Lediglich zwei neue Disziplinen und eine leidlich funktionierende Balance-Board rechtfertigen bei weitem nicht den Kauf dieses Spiels. Immerhin sorgt die ansonsten tadellose Steuerung der Wii-Version gegenüber der PC-Version für eine höhere Wertung, was in diesen Wertungsregionen jedoch nicht wirklich viel heißen mag
Natürlich macht "Summer Athletics 2009" im Mehrspieler immer noch Spaß und die Rekordjagd kann ehrgeizigen Spielern besonders im Wettstreit mit Freunden viel Vergnügen bereiten. Umso erstaunlicher ist daher der Verzicht auf einen Online-Modus, der allein sicherlich als Kaufgrund stehen würde. So fällt mir nicht ein, wem man dieses Spiel empfehlen sollte, da die mittlerweile rund 10 Euro teure Vorgängerversion fast identisch mit der 2009er Ausgabe ist.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Summer Athletics 2009 im Test.
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