Gesamtwertung93%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Nach Mario Kart Wii spendiert uns Nintendo mit Brawl nun auch den ersten Ableger der extrem beliebten Super Smash Bros.-Reihe für die Wii. Während der Funracer in der Fachpresse und bei den Käufern eher für durchwachsene Äußerungen gesorgt hat, soll Brawl nun alles anders und besser machen. Neue Charaktere, neue Features, neue Stages, aber altes Gameplay. Ob Super Smash Bros. Brawl ein Hit ist, versuchen wir für euch ausführlich zu klären.
Wie haben uns die Super Smash Bros. Spiele auf dem Nintendo 64 und dem GameCube in den Bann gezogen? Die Titel waren beinahe perfekt ausbalanciert und machten trotz ihres eigentlich simplen Spielablaufs so viel Spaß, wie nur wenige andere Spiele in der Geschichte überhaupt. Mit Super Smash Bros. Brawl präsentiert uns Nintendo nun den ersten und wahrscheinlich auch einzigen Wii-Titel der Reihe und stockt das Kontingent an Spielbarem deutlich auf. So gibt es viele neue Charaktere, wie beispielsweise Meta Knight, bekannt aus den Kirby-Spielen, Olimar aus Pikmin oder Pit aus Kid Icarus. Snake brauchen wir wohl nicht extra zu erwähnen. Dabei haben alle neuen Charaktere, genau wie die Alten auf den ersten Blick wenig gemeinsam.
Während Wario auf ein riesiges Motorrad zurückgreifen kann, hat Mario lediglich seine Extremitäten und ein paar bekannte PowerUps zur Verfügung. Wenn Kirby mit seinem Hammer gegen Bowser, der ein einziger Hammer ist, kämpft, hat man beinahe Mitleid mit dem kleinen, rosa Knäuel. Aber nur auf den ersten Blick. Denn auch wenn die Helden mit den unterschiedlichsten Waffen bestückt sind, so ist das Balancing mal wieder ausgezeichnet gelungen. Schwächere Charaktere haben beispielsweise eine schnellere Angriffsgeschwindigkeit, Helden, die starke Attacken ausführen können brauchen deutlich länger, um diese erst einmal in Bewegung zu bekommen.
So gleicht sich alles aus, auch wenn es hier und da tatsächlich einige Überprotagonisten zu geben scheint. Sobald man aber den Status eines Anfängers abgelegt hat, wird schnell deutlich, dass das auf den zweiten Blick absolut nicht stimmt.
Neben zahlreichen neuen Charakteren wurden auch neue Stages hinzugefügt, so dass fast jeder Held seine eigene Arena zu bieten hat. Dabei unterscheiden sich alle ziemlich extrem. Kämpft man etwa auf der Mario Kart-Stage, so muss man sich vor den Heranrasenden schützen, in der Pikmin-Welt muss man Acht geben nicht von einem großen Regenguss aus der Arena katapultiert zu werden und auf Shadow Moses schaut auch schon mal der Metal Gear vorbei, um zusätzlichen Trouble zu machen.
Erfahrene Spieler wissen, dass die geskripteten Ereignisse der Stages, die allerdings meist zufällig auftreten, nicht der einzige Aspekt sind, auf den geachtet werden muss. So werden immer wieder Items in die Arenen geworfen, die man gegen seine Widersacher einsetzen kann.
So kann man Pokebälle aufheben, sie werfen und für kurze Zeit ein beliebiges Pokemon hinter sich wissen, dass die anderen attackiert.
Hebt man eine Mario-Blume auf, kann man die Gegner durch eine Feuerwand zurückdrängen und ihnen so Schaden zufügen. Ein Hammer haut jeden, der dem Helden in den Weg kommt, einfach platt. Außer er bricht irgendwo ab. Und so weiter und so weiter. Man glaubt gar nicht, wie viele verschiedene Spieleserien von Nintendo die Entwickler in Super Smash Bros. Brawl bedacht haben. Da wohl jeder einige davon kennt, wird sich wohl auch jeder Spieler über den Wiedererkennungswert freuen. Neu hinzugekommen sind die Assist Trophys, die dem Spieler für eine gewisse Zeit andere Charaktere aus dem Feld zur Seite stellen. Die beharken dann ähnlich, wie die Pokemon die Gegner. Nur effektiver.
Worum gehts überhaupt?
Eigentlich ist Super Smash Bros. Brawl, wie seine Vorgänger, recht simpel. Man sucht sich einen der zahllosen Charaktere aus und zieht auf einer kleinen Stage gegen einen bis drei Gegner in die Schlacht und versucht, ihm oder denen dann so viel Schaden zuzufügen, dass man sie letztlich aus der Stage katapultieren kann.
Denn je mehr Schaden man verursacht, desto leichter ist es, die Widersacher loszuwerden. Immer wenn man einen aus der Arena schmeißt, erhält man einen Punkt, sobald man selbst erwischt wird, gibt ein dickes Minus. Am Ende einer gewissen Zeitspanne wird dann abgerechnet und der Sieger gekürt. Natürlich gestaltet sich das eigentliche Spiel deutlich aufwendiger. Die vielen zufälligen Items, die Geschehnisse in der Stage und letztlich, zumindest im Multiplayer, die Zuneigung zu einander beeinflussen den Ausgang enorm.
Dabei bietet Super Smash Bros. Brawl noch eine große Anzahl von Einstellungsmöglichkeiten, sowie die Möglichkeit im Netz zu daddeln. Für Einzelspieler wird eine ansprechende Kampagne mit lauer Story geboten. Die Welt wird vom Bösen überrannt und die Aufgabe des Spielers besteht darin, dem ganzen den Garaus zu machen, in dem er eine immer größere Gruppe um sich scharrt aus der er dann seine Kampfkumpanen auswählt und mit ihnen in die Schlacht zieht.
Dort warten viele unterschiedliche Gegner, die mal stärker, mal schwächer sind. Nett, aber nichts für lange. Dagegen ist der Multiplayer eine echte Offenbarung. Glücklicherweise kann man die fehlenden Charaktere auch in eben jenem frei spielen. Hat man eine bestimmte Anzahl an Kämpfen, zum Beispiel auf einer Stage, hinter sich, kämpft der lachende Sieger gegen den neuen Charakter, der vom Computer gesteuert wird. Besiegt man diesen, wird er der Heldenauswahl hinzugefügt. Da der Titel so unheimlich viel Bock macht, hat man schnell alle Helden beisammen.
Super Smash Brothers Brawl im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Nintendo?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.