The Munchables

Review
Plattform
WII
Vertrieb
Atari
Entwickler
Namco
Erscheinungsdatum
06/2009
Genre
Action
The Munchables [WII , Mag64]

Gesamtwertung

77%/10

Grafik

64%

Sound

71%

Mehrspieler

70%

Bedienung

Gut

The Munchables


Einleitung....

Sie sind gekommen, um zu fressen. So oder ähnlich könnte man den Lebenssinn der verfressenen Kreaturen beschreiben, deren Rolle Ihr in „The Munchables" übernehmt. Das von „Namco Bandai" entwickelte Wii-Spiel ist dabei ein durchweg unterhaltsames, wenngleich nicht alltägliches Software-Unterfangen. Frische Ideen, eine wunderbare Bilderbuch-Optik und Action bis zuletzt. Nur schade, dass das einmalige Durchspielen nicht länger als etwa fünf Stunden in Anspruch nimmt. Schaut man genauer und spielt den Titel durch, stellt man fest, dass nun auch ein Rückwärtsspiel zur Verfügung steht. Also weitere fünf Stunden pure Unterhaltung :-).

Menus und die Story....


„Fressen und gefressen werden". Das ist das ungeschriebene Gesetz im Tierreich, auch eines, das in „The Munchables" Anwendung findet. Denn nur wenn Ihr als Chomper oder Munchy kräftig reinhaut und die Feindeswelt in Eurem Magen platziert, könnt Ihr die Welt vor der drohenden Gefahr schützen. Die Weltraumpiraten in Gestalt von 150 höchstunterschiedlichen Kreaturen machen dem Spieler das Leben schwer. Also was läge da näher, als einfach mal drauflos zu fressen? So schafft man sich die Probleme – nicht nur in der virtuellen Welt – am Effektivsten vom Leibe. Unterstützt werdet Ihr zu jeder Zeit vom Großen Weisen, einem gerechten Begleiter, der Euch mit Rat und Tat auf dem „verfressenen" Weg gen Ziel begleitet.

Wunderbar ist die Darstellungsweise von „The Munchables". Obwohl der Titel von der optischen Brillanz wohl dergestalt auch auf dem Gamecube hätte veröffentlicht werden können, sind es doch die farbenfrohen, äußerst abwechslungsreich gestalteten Umgebungen, die einfach Spaß machen. Eine Süßigkeiten-Fabrik, ein abgelegenes Raumschiff zur Ausfechtung des Endkampfes, fantasievolle Levelumgebungen im kunterbunten Mario-Stil. Was will man als pflichtbewusster, kindgebliebener Tester mehr?

Das Gameplay....


Das Spielsystem ist im Grunde selbsterklärend. Ihr steuert zunächst einen von zwei Munchables, wobei Ihr diese untereinander jederzeit austauschen dürft. Gesteuert wird wahlweise per Wii-Fernbedienung-/Nunchuk-Kombination, mit dem Gamecube-Controller oder aber via Classic Controller. Weil der Titel als solcher relativ linear ist, werdet Ihr nur wenige Schwierigkeiten haben, Euch durch die mit Feinden vollgestopften Welten hindurch zu fressen. Mit Level eins beginnend, gilt es, immer mehr hässliche Visagen in Euch hinein zu stopfen und alle fiesen Bösewichter von der Mattscheibe zu putzen. Je mehr Ihr verspeist habt, desto schwerer wird der eigene Charakter, desto schneller wächst er und desto einfacher ist es, auch große Feinde, die einen hohen Level inne haben, zu verschnabolieren. Per Knopfdruck verspeist Ihr die herum laufenden Wesen oder aber ladet einen zeitlich begrenzten Saugmechanismus auf, der alles um Euch Liegende gen Munchables-Maul zieht.

Feinde mit hohen Levels bearbeitet Ihr zunächst, um sie schlussendlich fressen zu können. Es lassen sich nur jene Opponenten herunter schlucken, deren Level gleich oder kleiner als derjenige von Euch ist. Zuvor beharkt Ihr das Gegenüber, solange, bis der Feind, sei es ein schwimmender Hai, ein verwirrtes Gemüse oder aber ein riesiges Stück Schokolade, mürbe ist. Ein paar Attacken reichen aus und der Gegner zerspringt in mehrerer kleinere Wesen, die dann wiederum einen geringeren Level aufweisen und locker aufgegessen werden können. Unterstützende Items wie Erdbeben-Power-Ups oder als lebendige Säge agierende Munchables erleichtern Euch das Leben und sorgen dafür, dass die vielfältige Rivalen-Riege gut portioniert auf dem Speiseplan steht. Immer wieder innerhalb der Levels müsst Ihr Schalter drücken, wobei ein bestimmtes Gewicht Voraussetzung sein sollte oder aber Ihr nutzt Springbrunnen, die allerdings auch erst dann aktiviert werden können, wenn Ihr ein vorgegebenes Level erreicht habt. Trotz der Linearität von „The Munchables" macht der Titel Spaß bis zuletzt. Sobald Ihr in Gefahr geratet, verliert Ihr zum einen wichtige Mahlzeitportionen, die Ihr bereits verspeist habt, zum anderen schrumpft Ihr kurzfristig und umgeht diesen Umstand nur dadurch, dass Ihr wild herum fuchtelnd die Controller-Einheiten schwingt.

Eine reichhaltige Enzyklopädie innerhalb des Spieles zeigt Euch die Übersicht aller Feinde, weiterhin lassen sich die eigenen Charaktere jederzeit mit frei gespielten Kleidungsstücken und Accessoires ausstatten. Jene erhaltet Ihr etwa, wenn Ihr auf der Suche nach den lebenswichtigen Legendenkugeln eine möglichst große Anzahl an Eicheln gefunden habt oder mit einer besonders lobenswerten Punktzahl abgeschlossen habt. Besonderes Augenmerk verdienen die recht einfach zu besiegenden, dennoch aber sehenswerten Endbosse am Ende eines jeden, aus drei Teilen bestehenden, Kapitels. Überhaupt ist der Titel sehr einfach, Anspruch ist etwas anderes. Leider lässt sich der Schwierigkeitsgrad auch nicht manuell abändern, was zu einer größeren Dauermotivation führen hätte können. Auch bleibt die Abwechslung etwas auf der Strecke, weil man schließlich doch die ganze Zeit „nur" frisst – aber eben in angenehmer Atmosphäre.

Grafik & Sound....


Man hat schon mal eine bessere Optik vorgesetzt bekommen, denn im Grunde könnte man vorliegende Präsentation auch auf einem Gamecube ermöglichen. Nichtsdestotrotz gefällt das, was man hier vorfindet, nicht zuletzt wegen des sympathisch wirkenden Auftretens der einzelnen Charaktere. Im Bilderbuchstil erinnert das Ganze doch sehr an Yoshi auf dem Nintendo 64. Auch kleinere Spieler werden bei dieser Hülle und Fülle an Farbdurcheinander ihre wahre Freude haben.

Englische Sprachausgabe in den Sequenzen überzeugt und auch der Sound an und für sich ist zum Hinhören geeignet, wenngleich die akustische Erfüllung ausbleibt. Den Entwicklern ist es aber gelungen, ein reichhaltiges Angebot an Themes zu liefern, die durch die Bank weg unterhalten und den Titel spielenswert sein lassen.

Multiplayer....


Einen richtigen Mehrspieler-Modus hat man bei „The Munchables" leider nicht eingebaut, dennoch kann man den Titel zu zweit spielen. Ein wenig erinnert die Umsetzungsweise an „Super Mario Galaxy", bei welchem der zweite Spieler lediglich „eingreifen" und ein wenig Kameramann spielen konnte ;-). Bei „the Munchables" schießt der Partner hingegen auf die Feinde und schaltet diese somit aus. Nett wäre es natürlich gewesen, hätte man sich kooperativ durch die farbigen Welten geschlagen.

Fazit....


Nicht schlecht, Herr Specht! Unterhaltsame Spiele gelingen den Entwicklern heutzutage nicht immer, dafür ist man umso überraschter wenn es doch mal wieder geklappt hat. „The Munchables" ist ein solcher Titel. Auch wenn die Spielzeit begrenzt ist, macht das liebenswerte Flair, die bunte Optik, aber natürlich auch die Tatsache, dass Ihr Euch die ganze Zeit hindurch vollfresst, Spaß bis zuletzt. Ok, etwas mehr Abwechslung hätte dem Titel nicht schlecht getan, auch hätten wir uns über einen kooperativen Mehrspieler-Modus gefreut. Ein solcher hinterlässt zumeist einen Stein im Brett. Bedauerlicherweise gibt es auch keine manuelle Möglichkeit, einen Schwierigkeitsgrad einzustellen. Unterhaltsam ist der Schlemmertag im Land der Munchables aber allemal. Man muss dem Titel nur eine Chance geben! (www.mag64.de)

+ liebenswürdige Umsetzung

+ witziges Fress-Feature

+ mehr als 150 Gegnertypen

+ Bonus-Fähigkeiten

+ eingängiges Gameplay

- keine Schwierigkeitsgrade

- keine allzu lange Spielzeit

- kein kooperativer Mehrspieler

Pro

Contra

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