Gesamtwertung70%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Als Rockstar Games sein Table Tennis vor rund anderthalb Jahren auf der Xbox 360 präsentierte, da staunten Fans in aller Welt nicht schlecht, war Rockstar bis dato ein unbeschriebenes Blatt auf dem Sportsektor. Im Vorfeld müde belächelt, konnte der Titel durch eine eingängige Steuerung und ein hervorragendes Gameplay überzeugen. Nach dem Start der Wii war es natürlich nur eine Frage der Zeit, den Titel auch für die Nintendo-Konsole umzusetzen, um von der einzigartigen Wii-Steuerung zu profitieren. Ob dies gelungen ist klären wir an dieser Stelle.
Ping Pong deluxe?
Da das Spiel größtenteils dem Xbox 360-Pendent gleicht, befassen wir uns an dieser Stelle ohne große Umschweife mit der wesentlichen Änderung, der Steuerung. Die Standard-Kontrolle über den Spieler und den Schläger übernimmt einzig die Wii Remote. Je nachdem in welche Richtung ihr schlagen wollt, bewegt ihr die Fernbedienung wie ein Paddel. Hinzu kommt die Kraft, mit der ihr eure Wii Remote bewegt, die sich auch unmittelbar auf eure Schlagstärke auswirkt. Hier versuchen die Entwickler einem wirklichen Tischtennis-Schlag möglichst nahe zu kommen, was auch recht ordentlich gelingt. Während ihr gleichzeitig das D-Pad in eine der vier Richtungen drückt, verpasst ihr dem Ball den nötigen spin. Das ist ein wenig umständlich, geht jedoch recht zügig in Fleisch und Blut über.
Die andere Möglichkeit zu spielen, ist der etwas komplexere und leider auch kompliziertere Einsatz des Nunchuck. Hier benutzt ihr zusätzlich nämlich noch den Analog-Stick für die Bewegung eures Spielers. Für Experten gibt es hier noch eine erweiterte Steuerungsmöglichkeit, bei welcher ihr den Ball mit allen Finessen der Tischtennis-Kunst über das Netz bugsieren könnt. Da das Spiel von sich aus jedoch die Bewegungen des Spielers zum Ball immer günstig einsetzt, reicht prinzipiell die vereinfachte Variante, um abwechslungsreiche Spielzüge zu erlangen. Vor allem Einsteigern sei sie empfohlen. Leider wird das Spiel dadurch aber auch schnell langweilig, da es nahezu ausgeschlossen ist, daneben zu schlagen oder sich zu weit vom Tisch weg zu bewegen.
Hier überzeugte die Xbox 360-Version seinerzeit deutlich. Ein weiterer großer Nachteil: Ihr könnt eure Wii-Mote wild durch die Gegend fuchteln. Die eigentliche Schlagstärke entsteht durch die Länge des Haltens der D-Pad Taste. So viel zu Theorie und Praxis.
Schön? Naja
Natürlich muss an dieser Stelle auch auf die Grafik eingegangen werden. Diese ist, im Vergleich zur Microsoft-Konsolen Fassung natürlich nicht so ansehnlich ausgefallen. Im Klartext heißt das, dass ihr euch auf weniger detaillierte Texturen einstellen müsst. Doch bei einem Spiel wie Tischtennis, ist dies nicht besonders dramatisch, zumal gerade die Animationen der Spieler und die Spielorte auch auf Nintendos Wii einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. Auch die Physik des Tischtennis-Balls und die aus der Xbox 360-Fassung bekannten Effekte wie actionlastige Kameraführungen und das Heranzoomen an die Spieler, können durchaus gefallen. Und auch die Sound-Kulisse geht in Ordnung, auch wenn die musikalische Untermalung nach einiger Spielzeit schon recht nervig ist.
Und sonst?
Darüber hinaus bietet euch das Spiel, wie bereits erwähnt, die gleiche Kost bis auf den leider ausgesparten Online-Modus. Ihr wählt aus einem Pool von elf frei erfundenen Spielern euren Liebling aus. Dieser verfügt über individuelle Spielstärken und Schwächen. In diversen Turnieren tretet ihr dann gegen die übrigen Teilnehmer oder was natürlich wesentlich spaßiger ist gegen einen Mitspieler aus Fleisch und Blut an.