Gesamtwertung61%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Der alte Traum vom fliegen. Schon ewig hat er die Menschheit beschäftigt. Inzwischen haben wir Jets und Flugzeuge und dennoch hat der Flug kaum an Faszination verloren. Verständlicherweise wird das Thema auch in Videospielen aufgegriffen und dort immer wieder simuliert. Wing Island ist zwar keine Simulation, will das richtige Gefühl aber über die Wiimote vermitteln. Echte Flügel wären sicherlich besser, aber die Idee ist dennoch beschwingend.
Auf und davon
Als kleiner Piepmatz soll Sparrow Wing Jr. das Logistikunternehmen seines Großvaters leiten. Der alte Herr möchte nämlich die Welt erkunden und seinem Enkel mit der Übernahme des Geschäftes eine einmalige Chance bieten. Die Wing Inc. erfüllt Aufträge aller Art. Sei es Transport von Gütern, das Löschen von Feuern oder ein Wettbewerb mit der Konkurrenz, Junior und sein Team aus fähigen Piloten nehmen die Herausforderung an. Zunächst gilt es Aufträge auf der Zinkeninsel zu erledigen, später können weitere Eilande erschlossen werden. Mit der Zeit wird das Team nicht nur erfahrener, auch der Fuhrpark wächst. Mit den Einnahmen lassen sich nämlich neue Flugzeuge erstehen und neue Teile für die Maschinen kaufen. Ein wenig Geld sollte man dennoch in der Hinterhand behalten, um eventuell anstehende Reperaturen durchzuführen. Die Flieger unterscheiden sich vor allem in Bezug auf Wendigkeit, Geschwindigkeit und die Fähigkeit Lasten zu tragen. Das die großen Schlepper die trägeren Flugzeuge sind, ist dabei selbstverständlich.
Fange die Kühe ein und vergiss nicht die Medizin!
Abhängig von der jeweiligen Mission, fliegt Junior alleine oder mit seinem Team zusammen. Erheben sich alle fünf in die Lüfte, können sie sich in drei verschiedenen Formationen anordnen. In einer Linie sind sie besonders schnell, im Kreuz sehr wendig. Die Standarformation, die V-Formation, hält zwischen den beiden Extremen die Waage. Der Formationswechsel bringt jedoch noch andere Vor- oder Nachteile mit sich. Die Linienformation eignet sich beispielsweise nicht zum Löschen von Feuern, da beim Wasserabwurf eine zu kleine Fläche getroffen wird.
Für die Ballon-Missionen ist ein Wechsel ohnehin notwendig, um alle Luftballons auf einer Flugroute zu erwischen. Die Steuerung von Wing Island könnte kaum leichter ausfallen. So wird die Wiimote einfach so gehalten, wie der Flieger in der Luft liegen soll. Für den Steigflug wird der Controller senkrecht nach oben gehalten, zum Wenden wird er gedreht. Eine schnelle Vorwärtsbewegung führt zu einem kurzen Schub. Über das Steuerkreuz lässt sich das Flugzeug beschleunigen oder bremsen. Nur die Formationsänderung, wenn man mit seinen Kollegen in den Lüften ist, klappt nicht ganz einwandfrei. Statt mit den beabsichtigten Bewegungen können diese aber auch mit Hilfe des A-Knopf durchgeschaltet werden. In der gelegentlichen Hektik kann das aber dennoch in die Hose gehen.
Vom Bruchpilot zum Fliegerass
Neben dem Hauptspiel besteht die Möglichkeit, sich mit kleinen Wettbewerben auszutoben. Unter den Wettbewerben ist der klassische Zeitangriff und ein Ballonkampf, bei dem es gilt, die Ballons am Heck der anderen Flugzeuge kaputt zu machen. Die Wettbewerbe lassen sich alleine oder zu zweit im Splitscreen spielen. Der zweite Mitspieler kann entweder auf eine weitere Wiimote zurückgreifen oder das Spiel über den Nunchuck spielen. Bei letzterer Variante kann das Verbindungskabel natürlich ein wenig stören und auch in Bezug auf die Genauigkeit der Steuerung ist Nutzung einer Wiimote empfehlenswert.
Die Grafik ist insgesamt relativ detailarm. Das Meer um die Inseln herum wirkt leblos und die Inseln selbst stellenweise leer. Auch die Modelle sind recht schlicht gehalten und somit wird schnell deutlich,dass Wing Island in optischer Hinsicht nichts außergewöhnliches zu bieten hat. Ähnlich verhält es sich mit der Hintergrundmusik. Diese erhebt sich kaum über den Status des Standardgedudel und vermag somit kaum Atmosphäre aufkommen zu lassen.
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Wing Island im Test.
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