Gesamtwertung72%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Einer der wohl dienstältesten Titel der Videospielgeschichte ist zweifelsohne Worms. Der spaßige Würmer-Shooter kehrt nun auch auf Nintendos Wii zurück. Ob die Spielmechanik der Wii zu einem hohen Spaßfaktor führt und warum Worms: Odyssee im Wurmraum auch Solisten unterhalten kann, erfahrt ihr in unserem Review.
Welcome to Outer Space
Wie eh und je zeichnen auch für das neuste Wurm-Abenteuer Odyssee im Wurmraum die Kreativen von Team 17 verantwortlich. Neu ist der Storymodus mit seinen zahlreichen Puzzle-Leveln. Dieses Novum, neben dem eigentlichen Schießen und Zielen, wirkt erfrischend im schon leicht angestaubten Worms-Universum.
So müsst ihr mit streng limitierten Waffen eure Gegner in die Weiten des Weltraums befördern. Ein anderes Mal heißt es Raumschiffteile einsammeln, die von diversen Planetenbewohnern wie der Heilige Gral geschützt werden. Wer hier wie Rambo vorgeht, jagt nicht nur die Gegner, sondern gleich die Raumgleiter-Teile mit in die Luft. Die vielseitigen Rätsel werden durch liebevoll inszenierte Videos und Outfits begleitet, die ihr freischalten könnt.
Die Locations, die ihr mit euren Würmern dabei aufsucht, sind recht vielfältig, und wirken sich auch unmittelbar auf das Spielgeschehen aus, da die unterschiedlichen Planeten verschiedene Herausforderungen mit sich bringen. Leider kommt das Waffenarsenal, mit dem ihr auf Gegnerhatz geht mittlerweile mit den Standartwaffen daher, was Fans der ersten Stunde nicht unbedingt zu Jubelschreien hinreißen dürfte. Lediglich die Namen der Waffen wurden dem Weltraumthema angepasst. So gibt es unter anderem ein Schweizer Messer der Wurmvernichtung, einen Raktenrucksack, diverse Granaten, einen Teleporter und das beliebte Schaf. Neben den neuen Solo-Missionen kämpft ihr mit zwei bis vier Spielern in Teams. Zwei Teams mit je vier Würmern können sich virtuell bekriegen. Reihum wird ein Wurm gezogen, der sich über einen gewissen Radius bewegt und je eine Waffe nutzt. Insgesamt 60 Sekunden stehen zur Verfügung, bevor die Waffe los geht und euer Gegenüber am Zug ist. Schnelligkeit ist also oberstes Gebot, gepaart mit einer Portion Taktik.
Auf einen Online-Modus wurde allerdings seitens der Entwickler, warum auch immer, verzichtet. Langsam aber sicher sollte es sich doch bei Allen herum gesprochen haben, dass auch die Wii über eine Online-Anbindung zum daddeln verfügt.
Gelungen ist bei dem Wii-Debüt eindeutig die Einbindung der Steuerung. Einsteiger freuen sich über das umfangreiche Tutorial. Beim Einsatz eurer Waffen ist es wichtig, wie ihr die Wii-Mote hebt, nach vorne stoßt und in welchem Winkel ihr dies ausführt. Dementsprechend wird nämlich auch eure Waffe abgefeuert. Bestätigt werden eure Schüsse dann mit der B-Taste. Ein wenig Übung ist vonnöten.
Enttäuscht sind wir vom Look des Titels. Auch wenn Worms an sich kein grafischer Toptitel ist, hätte man hier deutlich mehr machen können. Zugegeben: Die Abkehr von 3D zum klassischen 2D ist sinnvoll, sieht dennoch recht gewöhnungsbedürftig bei einer Next-Gen Konsole aus. Und auch mit Effekten wurde gespart. Die, die ihr dann trotzdem zu sehen bekommt, wirken auch irgendwie wie vor 20 Jahren entwickelt und weniger zeitgemäß. Viel besser gefällt uns dann doch der Sound. Die Würmer geben sarkastisch-zynische Sprüche ab, wie ihr sie aus der Serie her kennt und liebt. Auch die Waffen klingen basslastig und gut und der Soundtrack ist angenehm zurückhaltend.
Worms: Odyssee im Wurmraum im Test.
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