Zack & Wiki: Der Schatz von Barbaros

Review
Plattform
WII
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Capcom
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
6
 [WII , looki.de]

Gesamtwertung

88%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Sehr gut

Bedienung

Gut

Welche Heimkonsole eignete sich besser für klassische Point & Click-Adventures, als Nintendos Wii? Eben! Das hat man sich auch bei Capcom gedacht und weil man dort keine ausgetretenen Pfade beschreiten wollte, hat man sich kurzerhand Gedanken zu einem etwas frischeren Konzept gemacht. Dabei entstand nach und nach das Grundgerüst zu Zack & Wiki: Der Schatz von Barbaros, einem Rätselspiel, dass mit neuen Ideen, einer Piratengang von Hasen, tödlichen Fallen und viel, viel Charme das Line-Up der Wii bereichert.

Zack, das klingt nach einem stattlichen und äußerst männlichen Abenteurer, nicht wahr? Sonderlich kräftig gebaut ist Zack jedoch nicht und irgendwie ist der Nachwuchspirat zudem ein wenig tollpatschig. Der Kleine ist also ein Nichts im Vergleich zu den Größen der Szene, zum Beispiel dem mächtigen Guybrush Threepwood. Zum Glück steht ihm der außergewöhnliche Affe Wiki zur Seite. Dieser fliegende Primat steht Zack nicht nur mit allerlei Rat zur Seite, sondern ist gleichzeitig dessen wichtigstes Werkzeug.

Bei Bedarf verwandelt sich Wiki nämlich in eine Glocke, mit dessen Klang sich Tiere in Gegenstände und Gegenstände wieder in Tiere verwandeln lassen.

Durch den Überfall einer feindlichen Piratentruppe stößt das energiegeladene Duo eines Tages auf einen außergewöhnlichen Schatz, den Kopf des legendären Piraten Barbaros. Der verfluchte Geist des alten Haudegen verweilt nämlich in goldenen Gebeinen, die über das ganze Land verteilt, gut verwahrt und noch besser versteckt wurden. In der Hoffnung wunderbare Schätze einsacken zu können, gehen die beiden einen Handel mit Barbaros Überresten ein. Setzen sie den wertvollen Körper wieder vollständig zusammen, so erhalten die beiden als Lohn das sagenumwobene Schiff des Barbaros.

Doch irgendetwas scheint an dem Deal faul zu sein und sogar eine Verbindung zwischen Wiki und der geisterhaften Legende zu bestehen.

Davon bekommen die beiden naiven Schatzsucher aber, wie sollte es anders sein, nichts mit und machen sich prompt auf die Jagd nach den versprochenen Körperteilen.

Hoo, Hasenpiraten voraus!

Zack & Wiki ist kein herkömmliches Adventure. Das zeigt sich in vielen Aspekten des Spiels, besonders aber darin, dass man den Nachwuchspiraten nicht durch eine zusammenhängende Welt, sondern durch in sich geschlossene Aufgaben scheucht. Der erste dieser Abschnitte ist sozusagen ein Tutorial, da Wiki hier noch die gesamte Steuerung erklärt und immer wieder helfend dazwischen funkt. Danach steht er seinem Partner weiterhin mit Rat und Tat zur Seite, während die Rätsel immer komplexer und die Aufgaben zunehmend schwieriger werden. Glücklicherweise hat das Entwicklerteam viel Wert darauf gelegt das Abenteuer so zu gestalten, dass es von wirklich jedermann zu bewältigen ist und gleichzeitig selbst abgebrühte Profis nicht kalt lässt. Zu diesem Zweck gibt es ein cleveres Punktesystem und die so genannten Orakelpuppen. Profis werden angespornt möglichst viel HirameQ, also besagte Punkte, zu erlangen, indem sie wenige oder keine Fehler machen und nicht oft herumprobieren müssen. Anfängern hilft in schwierigen Situationen eine der Orakelpuppen mit vielsagenden Tipps weiter.

Und weil echte Experten solche Hilfen nicht nötig haben, kosten die tragbaren Orakel nicht nur Piratengold, sondern schlagen auch mit einem deftigen Punktabzug zu Buche.

Aber besser man nimmt Hilfe in Anspruch, als einen fatalen Fehler zu begehen. Tappt man nämlich in eine der zahlreichen Fallen oder fällt einer wilden Bestie zum Opfer, muss man den kompletten Abschnitt wiederholen.

Glücklich, wer da ein wenig Gold in Platintickets investiert hat. Mit diesen Extras darf man nämlich wieder mitten im Geschehen zu Werke gehen. Aber auch das haben wahre Profis selbstverständlich nicht nötig.

Töricht ist der, der gierig ist

Doch den ganzen Schnick-Schnack mal bei Seite und auf das wesentliche konzentriert, denn auch die Rätsel sind bei Zack & Wiki außergewöhnlich. Natürlich geht es hier typischerweise um geschicktes Kombinieren.

Dabei spielen aber nicht nur Hebel, Schalter und Mechanismen eine Rolle, auch Tiere sind von großer Bedeutung. Zack ist nämlich in der Lage die gesamte Fauna in nützliche Gegenstände und wieder zurück zu verwandeln, indem er sich Wiki schnappt und das Kerlchen ein wenig schüttelt. Der goldene Primat verwandelt sich dadurch in eine Glocke mit magischem Klang. Ein Tausendfüßler beispielsweise wird durch das Läuten zur praktischen Säge, ein Regenwurm zum Strohhalm und eine Fledermaus zum Regenschirm mit Ohren. Wann man ein Tier besser Tier sein lässt und in welchen Momenten man zum Glöckchen greift, muss man aber schon selbst herausfinden. Es ist nämlich nicht immer ratsam jedes Lebewesen zu verzaubern. Ein Wurm ist als Angelköder eben besser geeignet, als ein pinker Strohhalm. Doch keine Sorge, so simpel bleiben die knackigen Aufgaben nicht und ist der einzuschlagende Weg anfangs noch sehr strikt, bieten spätere Level auch alternative Lösungswege.

Sollte der Schatz jedoch außergewöhnlich früh erreichbar sein, ist enorme Vorsicht angesagt.

Denn nicht nur die Rätsel, sondern auch die Fallen sind clever designt. Da sieht man sein Verderben manchmal erst kommen, wenn es schon zu spät ist. Besser man behält also einen kühlen Kopf und geht noch einmal auf Nummer sicher, indem man sich in aller Ruhe umschaut. Das funktioniert mit der Wiimote übrigens ganze hervorragend. Im Regelfall benutzt man den Controller wie in einem PC-Adventure. Man zielt, drückt einen Knopf und der Protagonist stiefelt zum gewünschten Ort oder interagiert mit dem anvisierten Objekt. Die Level kann man dabei auf zwei verschiedene Arten genauer betrachten. Zunächst lässt sich das Blickfeld mit gedrückter Taste ein wenig schwenken und man ist somit in der Lage die weitere Umgebung zu sehen.

Die andere Möglichkeit ist es, sich weit vom Geschehen zu entfernen und einen Blick auf weite Teile des Level zu werfen. Dabei hat man natürlich die beste Übersicht, kann per Knopfdruck aber zwischenzeitlich nah heranzoomen und somit ebenfalls Details ausmachen.

Schau dich ruhig in Ruhe um

Wer meint, er müsse nur planen und befehlen, während der arme Zack die Arbeit erledigt, der hat sich übrigens geirrt. Bei Zack & Wiki muss man auch anpacken können und sein Geschick mit den verschiedenen Gegenständen beweisen. Wofür hat man denn auch sonst die Möglichkeiten der Wiimote? Nutzt man ein Item zum ersten mal, wird mit ein paar Worten und Bildern die Funktionsweise erläutert. Größtenteils ist aber ohnehin klar, wie man die Hilfsmittel einsetzt. Der Schlüssel wird selbstverständlich gedreht, die Säge vor und zurück bewegt und die Bombe sanft am gewünschten Ort abgelegt. Ganz klar, oder? Da mag mancher Stöhnen, man habe wieder zwanghaft versucht die Features auszunutzen, in Wirklichkeit steckt aber oft mehr dahinter. So muss man auf diese Weise zum Beispiel Puzzleteile so drehen und wenden, dass sie zusammenpassen. Übrigens hat Capcom ein nettes Extra eingebaut, um auch eventuelle Zuschauer ein wenig in das Spiel einzubinden. Freunde oder Verwandte dürfen sich eine Wiimote schnappen und damit Hinweise in Form von Linien oder Signalen auf dem Bildschirm geben.

Keine große Sache aber dennoch eine nette Ergänzung, schließlich sieht jeder irgendwann mal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Zwischen den Ausflügen finden sich Zack und sein Partner im Hauptquartier ihrer Piratentruppe ein. Hier lassen sich nicht nur Statistiken und Informationen abrufen, man kann auch neue Orakelpuppen und Platintickets einkaufen oder sich Tipps von den Kollegen geben lassen. Ein besonders abenteuerlustiger Kamerad geht für die Helden und ein paar Goldmünzen sogar auf eigene Faust Schätze suchen. So ergattert der abgebrühte Hase Informationen, Boni und eventuell sogar besondere Artefakte.

Am besten schickt man den Racker aber nicht auf gut Glück los, sondern orientiert sich an Schatzkarten, die man im Rahmen eines Minispiels erbeuten kann. Dazu muss man beim untoten Kapellmeister von Kapitän Barbaros die Glocke im Takt schwingen.

Den alten Musiker findet man bei der Schatzsuche an den merkwürdigsten Orten und es ist nicht immer ganz einfach an ihn heranzukommen. Ein bisschen kann man sich jedoch ruhig anstrengen, die Mühe wird ja schließlich entlohnt.

Fazit

Ja, auch handfeste Adventures sind für die Wii machbar, wie Zack & Wiki eindeutig beweist. Dabei weicht der Titel allerdings von einigen Normen des Genre ab und sorgt somit für ein frischeres Spielerlebnis. Die Knobeleien werden wirklich fordernd und selbst absolute Genies verlieren dank des Punktesystem nicht das Interesse. Dazu gesellen sich Fallen, die das Begehen von Fehlern und übermäßige Gier bestrafen und dem Abenteuer dadurch zusätzlichen Reiz verleihen. Zugegeben, die Bewegungen zum Einsatz der Gegenstände wären nicht unbedingt nötig gewesen, gönnen dem gelegentlicht dampfenden Hirn aber eine kurze Verschnaufpause. Abgerundet wird Zack & Wiki schließlich durch eine liebevolle Präsentation. Vor allem die Animationen des Nachwuchspiraten verursachen immer wieder ein Schmunzeln. Spiele von diesem Kaliber und noch dazu von Drittherstellern kann Nintendos Wii gebrauchen.

 [WII , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

3D Multiplayer-Games: Popstars The Game

Tauche ein in die Welt der Stars und bring Deine Fans auf der Bühne zum kochen. Neben Ruhm winkt einer der Megapreise im Gewinnspiel! zum Spiel...

Yahoo! Spiele-Forum

Zack & Wiki: Der Schatz von Barbaros im Test. Was halten Sie vom neuen Spiel von Capcom?

Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.

Link zum Forum

Zum Games Guide-Forum · Zum Online-Spiele-Forum

 

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

PSP: Dylan Cuthbert glaubt nicht an weit...
Abe-Doppelpack am Donnerstag im PSN
PC: Aliens vs. Predator nutzt DirectX 11
Dantes Inferno
PC: Robert Bowling: PC-Version von Moder...
PC: Torchlight auch über Steam zu haben
GTA IV: Episodes from Liberty City
WII: Neues Excitebike für WiiWare
German Truck Simulator
PS3: LittleBigPlanet: Keine Pläne für Se...
Final Fantasy XIII
Nokia
X360: Neuer Alice-Trailer ist ein Fan-Pr...
X360: Mass Effect 2 erscheint am 28. Jan...
PC: Auch Rage wohl ohne dedizierte Serve...

Weitere Spiele Reviews:

Commander: Europe at War [DS , Mag64]
PC: Trine
Final Fantasy: Echoes of Time [DS , Mag6...
Call of Juarez: Bound in Blood
X360: Halo 3: ODST
Boom Blox Smash Party [WII , Mag64]
WII: New Play Control! Donkey Kong Jungl...
Mario & Sonic bei den Olympischen Winter...
Geheimakte 2: Puritas Cordis
X360: Shadow Complex
Overlord: Minions
X360: The Secret of Monkey Island: Speci...
Kirby Super Star Ultra
Gardening Mama [DS , Mag64]
DS: The Dark Spire

Vorschau auf neue Spiele:

WII: Final Fantasy IV: The After Years
GTA IV: The Ballad of Gay Tony
Street Fighter IV
GC09: CoD: Modern Warfare 2
PC: gamescom Highlights: Rollenspiele
PS3: Dead to Rights: Retribution
Sherlock Holmes vs. Jack the Ripper
PC: Star Wars The Force Unleashed: Ultim...
GC09: Singularity
PC: Das Schwarze Auge: Demonicon
GC09: Forza Motorsport 3
PS3: Brütal Legend
DS: The Legend of Zelda: Spirit Tracks
GC09: Black Mirror 2
PC: PES 2010