Alone in the Dark: Near Death Investigation

Preview
Plattform
XBOX 360
Vertrieb
Atari
Entwickler
Eden Games
Erscheinungsdatum
N/A
Genre
Andere
Alone in the Dark: Near Death Investigation [X360 , looki.de]

Alone in the Dark: Near Death Investigation

Es gibt Menschen, die einfach nicht altern. Einer von ihnen scheint Edward Carnby zu sein. Bereits im ersten Ableger der Alone in the Dark-Reihe, der in den 20er-Jahren spielte, nahm Edward die Rolle des Protagonisten ein. Gleiches Schicksal wird ihm nun auch im fünften Teil der Horror-Serie zu teil. Dieser spielt jedoch im heutigen New York, also rund 80 Jahre später. Aber keine Sorge: Edward ist jung geblieben und somit fit genug, um den weit höheren Actionanteil zu überleben.

Dreh und Angelpunkt der weitestgehend noch geheim gehaltenen Story ist der original nachempfundene Central Park, in dem ein dunkles Geheimnis aus dem Afterlife lauert. Erzählt werden soll jene Geschichte in mehreren Episoden, von denen rund 15 halbstündige im Spiel vorhanden seien sollen. Mehr ist zum Glück noch nicht bekannt, denn das große Mysterium spielt eine wichtige Rolle in der paranormalen Story und sollte vorher natürlich nicht bekannt sein.

So starten wir auch komplett verwirrt ins Spielgeschehen: Allein in einem unbekannten Raum wachen wir auf, hören unheimliche Stimmen und müssen mehrmals den rechten Trigger drücken um mit den Augen zu blinzeln. Nur so schärft sich das noch verschwommene und in der Ego-Perspektive stattfindende Bild für einen kurzen Augenblick. Im Flur angekommen bilden sich auf Boden und Wänden seltsame schwarze Risse, die sogleich auch wieder verschwinden. Normal ist das nicht. Mittlerweile in der 3rd-Person Perspektive spielend retten wir uns in einen Raum - Sackgasse. Die Kameraperspektive wechselt und wir dürfen mit ansehen, wie die Front mitsamt der unteren Etage gewaltig und spektakulär in sich zusammenbricht. Mit letzter Kraft halten wir uns an einem Steingolem fest und dürfen den Central Park aus der Luft betrachten.

Bereits das spektakuläre Intro unterstreicht die Ausrichtung hin zu mehr Action und mehr Mittendrin-Gefühl. Was mit dem simplen Blinzeln anfängt, zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Spiel.

Ein HUD gibt es beispielsweise nicht. Auf Knopfdruck schaut Edward jedoch auf seine Füße und öffnet seinen Mantel. So seht ihr einerseits anhand seines Oberkörpers inwiefern ihr verwundet seid, andererseits könnt ihr die Waffen- und Itemslots auf der Innenseite eures Mantels unter Augenschein nehmen. Gleiches zeigt sich außerdem bei den neu hinzugekommenen Autofahrten rund um den Central Park.

Bevor es losgeht, steigen wir in den Wagen ein und können erst einmal tun und lassen was wir wollen: Sitzplatzwechsel ist dabei ebenso möglich wie ein Blick ins Handschuhfach, wo wir doch glatt die erste Wumme vorfinden. Da es dunkel und kalt draußen ist, schalten wir Licht und auch die Heizung an. Wir wollen ja schließlich nicht, dass die Scheibe einfriert. Auch das Radio lässt sich bedienen und das Auto kurzschließen. Alternativ hätte es aber auch ein Blick hinter die Sonnenblende getan, wo die Autoschlüssel versteckt sind. Unterwegs weichen wir unter ständigem Kamerawechsel diversen Hindernissen aus bis wir zu einem von vielen auf der Physik-Engine basierenden Rätseln gelangen. Um mit dem Wagen auf eine höher gelegene Ebene zu gelangen, müssen wir die Rampe eines günstig geparkten Abschleppwagens bedienen, die Schlösser zerschießen und so das sich darauf befindliche Auto hinunter rollen lassen. Die freie Rampe lässt sich nun wunderbar als Sprungschanze bedienen und ermöglicht uns unseren Weg Richtung Park fortzusetzen.

Technisch beeindruckt Alone in the Dark: Near Death Investigation aber nicht nur mit korrekter Physik. Die fulminante Präsentation mit all ihren Kamerawechseln sorgt für eine furchteinflößende Atmosphäre. Dank Dynamic Lights, fallen Mondschein und andere spärlich verteilte Lichtquellen vollkommen realistisch in das düstere Setting ein und lassen den Spieler den einen oder anderen Blick in dunkle Ecken und Flure erhaschen. Auch die dynamische Musikuntermalung steht dem in nichts nach und unterstreicht die bedrohliche Stimmung mit passenden Klängen.

Ersteindruck

Die Präsentation von Alone in the Dark: Near Death Investigation war furchteinflößend und beeindruckend zu gleich. Was die Jungs von Eden Games hier grusliges auf den Bildschirm zaubern lässt sich mit Worten kaum beschreiben. Das übernatürliche Mysterium aus dem Afterlife kann jederzeit zuschlagen. Nie fühlten wir uns sicher. Nie wussten wir, was passieren wird. Unterstrichen von einer tadellosen technischen Seite steht uns irgendwann im nächsten Jahr ein packender und dichter Horrorschmaus ins Haus. Wenn denn die Story den anderen Punkten in nichts nachsteht. PC-, Xbox 360- und zukünftige PS3-Besitzer dunkeln vorschauend schon mal das Zimmer ab.

Alone in the Dark: Near Death Investigation [X360 , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?