GC 07 First Look: Eternal Sonata
Die Idee klassische Musik mit Videospielen zu verbinden ist nicht neu. Inzwischen sind Videospielkonzerte keine Seltenheit mehr und die etwas älteren Spieler unter euch erinnern sich vielleicht noch an Mad Meastro für die PlayStation 2. Mit Eternal Sonata befindet ein solch digitaler Spagat nun für die Xbox 360 in der Entwicklung. Ein verdammt gut aussehender Spagat. Dezente Klänge von Frederic Chopin treffen ein japanisches Rollenspiel und hüllen sich dabei in ein prächtiges Cel-Shading-Gewand.
Genau genommen sind es nicht nur die Klänge Chopins, die ihr in Eternal Sonata vernehmen werdet. Spät am Abend des 16. Oktobers 1849, in einem Apartment im Herzen Paris, liegt Frederic Francois Chopin im Sterben. Er träumt von einer wunderschönen Welt, in der todkranke Menschen magische Fähigkeiten besitzen, alles wie in einem Märchen scheint. Nur ein Traum? Mit der Zeit merkt Chopin, dass hinter seiner vermeintlichen Nahtoderfahrung mehr steckt, als es zuerst den Anschein erwecken mag.
Ein Kampf zwischen Gut und Böse beginnt in den letzten drei Stunden seines Lebens, Chopin mittendrin.
Ein toter polnischer Pianist in einem japanischen Rollenspiel klingt merkwürdig, funktioniert in Eternal Sonata aber beinahe schon in beeindruckender Art und Weise. Entwickler Tri-Crescendo nutzt einen wunderschönen Cel-Shading-Stil, der in seiner ganzen Pracht so detailliert und akkurat gezeichnet über den Bildschirm schwebt, dass man sich in einen fernöstlichen Zeichentrickfilm versetzt fühlt.
Dominierten bei früheren Cel-Shading-Grafiken dicke schwarze Konturen und komisch wirkende Animationen, glänzt Chopins Traumwelt mit herumfliegenden Schmetterlingen, animierter Kleidung und butterweichen Animationen.
Trotz leicht artfremder Thematik ist Eternal Sonata ein Japano-Rollenspiel durch und durch. Neben Chopin selbst trefft ihr neun weitere Charaktere, die mit einzigartigen Fähigkeiten und wohl klingenden Namen à la Polka, Salsa, Allegretto oder Beat durch die Dungeons ziehen.
Beat zum Beispiel greift besonders gewitzt in das Spielgeschehen ein. Mit einer alten Kamera, die in Echtzeit Polaroid-Bilder entwickelt, welche sich später zu Geld machen lassen. Polka verdient sich als Magierin, Allegretto als mutiger Schwertkämpfer und Fernkämpfer gibt es natürlich ebenfalls. Ein Ziel bei der Entwicklung des Spieles war es, den Spieler nicht über Stunden mit stets derselben Kampfsituation zu langweilen. Trefft ihr auf einen Gegner, wechselt ihr in den Kampfbildschirm. Eine Leiste am linken Bildschirmrand zeigt fünf Sekunden Aktionszeit. Für jede Aktion, die ihr ausführen wollt, verbraucht ihr einen Teil eurer Angriffszeit.
Tut ihr nichts, habt ihr beliebig lange Zeit, eure Aktionen zu planen. Ist die Zeit für einen Charakter rum, sind die beiden anderen dran, dann die Gegner.
Licht und Schatten spielen eine besondere Rolle. Ist es hell, könnt ihr beispielsweise Heilangriffe ausführen, im Dunkeln wird daraus dunkle Magie. Dies gilt natürlich gleichfalls für eure Feinde. Taktisch ergeben sich daraus vielfältige Möglichkeiten. Habt ihr mit Gegner im Schatten Probleme, lockt sie doch einfach zur nächsten sonnigen Fläche.
Chopins Stücke standen selbstverständlich Pate für die Klangkulisse. Aufwändig überarbeitet und eingespielt von Stanislav Bunin sind sie ein Schlüsselelement in der Spielwelt. Westliche Spieler wählen zwischen japanischer oder englischer Sprachausgabe, deutsche Untertitel sind vorhanden.
Ersteindruck
Mit einer grafisch und soundtechnisch sehr ansprechenden Präsentation sowie einer soliden Spieldynamik schafft es Beowulf sich vom grauen Mittelmaß des Genres ein wenig abzuheben. Dennoch besitzt der Titel nicht die spielerische Klasse neue Maßstäbe zu setzen und kann auch in Sachen Abwechslung, Einfallsreichtum und Hintergrundgeschichte nicht wirklich überzeugen. So bleiben dem Spieler oftmals eintönige und lineare Missionen, frustrierende Gegnerkämpfe und ein stark von God Of War abgekupfertes Gameplay.Ein Coop-Modus, ein gänzlich ausgefeiltes Recken- oder ein verbessertes Helden- bzw. Waffensystem hätten hierbei sicherlich einiges ausbügeln können. Für Fans des gleichnamigen Films oder dem genreähnlichen 300 ist der Titel mit Sicherheit ein Pflichtkauf. Wer bereits von Conan enttäuscht war, sollte hier vorerst die Demoversion anspielen oder das Geld gleich in einen hochwertigeren Titel investieren.

![GC 07 First Look: Eternal Sonata [X360 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20071119/17/3274168514.jpg)
![GC 07 First Look: Eternal Sonata [X360 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20071119/17/1159475414.jpg)
![GC 07 First Look: Eternal Sonata [X360 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20071119/17/268497662.jpg)
![GC 07 First Look: Eternal Sonata [X360 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20071119/17/3760348496.jpg)
![GC 07 First Look: Eternal Sonata [X360 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20071119/17/3516930553.jpg)
![GC 07 First Look: Eternal Sonata [X360 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20071119/17/3684648137.jpg)
![GC 07 First Look: Eternal Sonata [X360 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20071119/17/3823220791.jpg)
![GC 07 First Look: Eternal Sonata [X360 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20071119/17/1811899748.jpg)
![GC 07 First Look: Eternal Sonata [X360 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20071119/17/2705243511.jpg)