GC09: Lost Planet 2
Im Rahmen der Capcom-Vorstellungen auf der gamescom war unter anderem auch das Sequel des "arschkalten" Third-Person-Shooters Lost Planet: Extreme Condition vertreten. Der Nachfolger mit der einfachen "2" hinter dem Namen macht in Sachen Setting eine Kehrtwende und lässt die ewige Eiszeit hinter sich. Stattdessen versetzt uns Lost Planet 2 in den von Akriden bevölkerten, dichten Dschungel - knapp zehn Jahre nach Teil eins. Warum wir nicht mehr "weiß" sehen, ist klar: Sämtliche Eisvorkommen sind geschmolzen und haben neben Dschungeln auch noch andere Umgebungen hervorgebracht. In unseren Minuten mit dem Titeln haben wir von Letzteren aber leider nichts gesehen.
Akriden? Auf'n Sack!
Stattdessen aber reichlich Action: Schon in den ersten Sekunden geht es heftig zur Sache. Wir erblicken eine Reihe von Landungsbooten, in einem davon haben auch wir Platz genommen. Es regnet aus Eimern, dabei dürfen wir die äußerst schicken Wassereffekte bewundern. Doch viel Zeit zum Anschauen haben wir nicht, erste Akridenangriffe lassen nicht lange auf sich warten und schlagen eine Schneise der Verwüstung in die Reihe der Landungsboote. Gerade noch so mit einem Schrecken davongekommen, entsteigen wir dem Vehikel und machen uns mit ein paar Kameraden auf, den widerlichen Akriden Paroli zu bieten.
Obwohl es regnete, lief unser Maschinengewehr schön warm - und lag vor allem gut in den Ohren, denn die Soundeffekte sind wirklich allererste Sahne. Wenig später standen wir auch schon dem größten bekannten Akriden der Marke "G-Type" gegenüber. Wie üblich konzentrierten wir uns hierbei auf die gelblich pulsierenden Schwachstellen des Monstrums, das uns mit diversen Attacken das virtuelle Lebenslicht auspusten wollte. Insgesamt kein allzu taktisches, aber ungemein spannendes und inszenatorisch hervorragendes Intermezzo. Wer will, kann sich auch zusammen mit Freunden gegen Akriden dieser Größe messen, bekanntermaßen enthält Lost Planet 2 ja einen Coop-Modus, den Ihr schon in der Demo anhand des gigantischen Salamanderbosses ausprobieren durftet. Im fertigen Spiel könnt Ihr übrigens einen Charakter vor Spielstart individuell gestalten, hierüber gab es allerdings keine weiteren Informationen oder Eindrücke - schade eigentlich.
Summa summarum waren wir sehr angetan vom bekannt actionlastigen, schick animierten und vor allem in Sachen Effekten immer noch bombastischen Gameplay. Lost Planet 2 scheint Bekanntes in ein neues Setting zu packen und dabei Erfolg zu haben. Wir wünschen uns an dieser Stelle eine weniger an eine Soap Opera erinnernde Story und vor allem eine ordentliche Spielzeit - beides Schwächen des Erstlings.
Ersteindruck
Ganz ehrlich? Irgendwie fehlt mir das eisige Setting irgendwie - und nicht nur, um berechtigt sagen zu können, dass mir in manchen Gefechten "der Arsch auf Grundeis ging", sondern weil es nun wirklich nicht oft vorkommt, dass man durch den Schnee stapft und haufenweise Akriden und feindliche Piraten plättet. Aber was solls, alles ändert sich: Bei Lost Planet 2 aber nur in punkto Umgebungen, denn in Sachen Gameplay bleibt bisher irgendwie alles beim Alten, was ja nicht unbedingt negativ gemeint ist. Aber auch nicht grundlegend positiv: Akriden, Vital Suits, der größte Teil des Equipments, Energiekapseln - alles kennt man irgendwie schon. Ich hoffe dass Capcom neben dem Coop-Mode und der individuellen Charaktergestaltung noch weitere Überraschungen im Gepäck hat und der Titel nicht zum reinen Neuanstrich kommt.









