GC09: Mass Effect 2
Nach des unglaublichen, aber gerechtfertigten Erfolgs des Bioware-Rollenspiels Mass Effect im Winter 2007 kommt mit Mass Effect 2 bald der lang ersehnte Nachfolger. Nach einigen verstörenden Trailern, die den offensichtlichen Tod vom Hauptcharakter Shepard und die Zerstörung der Normandy behandelten, rankten sich viele Gerüchte um die Story des Spiels. Wir konnten Mass Effect 2 auf der GamesCom endlich ganz kurz anspielen, steuerten dabei den quicklebendigen Commander Shepard, der übrigens mit einer blitzblank polierten Normandy angereist ist, durch eine Mission in einer düsteren SciFi-Stadt.
Die Mission wird von einer längeren Cutscene eingeleitet. Die komplett in Spielgrafik gehaltene Konversation im Landeanflug auf die Stadt sah unglaublich fantastisch aus. Wenn Mass Effect schon toll aussah, legt Mass Effect 2 noch einmal eine gehörige Schippe Schönheit oben drauf. Besonders die Charaktere wirken nahezu realistisch und sind voller Leben und Emotionen. Hier können wir uns wieder einmal auf das freuen, was Bioware am besten kann: Eine spannende Geschichte mit einzigartigen Charakteren erzählen. Kinoerlebnis pur.
Im Shuttle, dass uns zur Mission kutschiert, erhalten wir ein kurzes Briefing der aktuellen Lage und müssen schon die ersten Dialoge mithilfe des aus dem ersten Teil bekannten Ringmenus führen. Auf Anfrage erklärte uns der freundliche Herr von Bioware, der in dem kleinen Anspiel-Kabuff die Stellung hielt, was denn hier überhaupt passiert. Da die Nachbarstände und die anderen Spieler im Kämmerchen soviel Krach machten, konnten wir den Dialogen nicht zu hundert Prozent folgen. Er erkläre uns, dass die Matriarchin der Stadt, die Asari-Frau Nassana, die wir schon aus der Citadel in Mass Effect kennen, in Gefahr ist und sich vor Mordanschlägen nicht mehr retten kann. Ihre Schwester hat es auch schon erwischt und durch einen unglücklichen Zufall wird unser Team beschuldigt, den Mord begangen zu haben.
Da außer uns allerdings niemand an unsere Unschuld glaubt, müssen wir die Sache also selber in die Hand nehmen. Im Büroturm von Nassana werden wir von zahlreichen Wächtern angegriffen, die nicht viel von diplomatischer Konversation halten. Also schießen wir uns mit unserem Team den Weg frei.
Die Action-Steuerung funktioniert nahezu genauso wie im ersten Teil der Reihe. Nur etwas intuitiver und flüssiger. Mit den Schulterbuttons wählen wir Waffen und Fähigkeiten aus, mit A gehen wir in Deckung und Zielen und Schießen mit den Bumpern des 360-Controllers. Die taktische Steuerung wurde allerdings etwas aufpoliert. Wir können unseren Mitstreitern mit dem Steuerkreuz jetzt einzeln Angriffs- oder Deckungsbefehle geben anstatt nur der gesamten Gruppe.
Was uns auffällt ist eine neue Fähigkeit der Asari, permanente Schutzschilde um sich zu kreieren, die nur sehr schwer zu knacken sind. Da helfen am besten Kopfschüsse mit dem Scharfschützengewehr oder Sprengmittel. Apropos: Eine bisher unbekannte Waffengattung hatten wir auch im Gepäck: Ein Raketenwerfer. Mit unendlich Munition. Großartig. Mit dem netten Teil, dass eine automatischer Thermalzielführung vorzuweisen hat, nehmen wir gleich gegnerische Geschützstellungen aufs Korn, die der geballten Kraft der explodierenden Geschosse nur ein mickriges Wimmern entgegensetzen konnten.
Die Kämpfe in Mass Effect 2 kämpfen sich weitaus actionreicher und flüssiger. Fans von taktischen Kampfsystemen können aber aufatmen: Der Taktikaspekt kommt, wie man zuvor befürchtet hat, nicht zu kurz.
Nach dem kurzen Gefecht können wir uns Zutritt zum Bürogebäude verschaffen. Direkt nachdem wir eintreten, beginnt die nächste Cutscene inklusive Dialogoptionen. Die Asari denkt, dass wir unser Werk vollenden und ihrem Leben ein Ende machen wollen. Wir geben uns unbeeindruckt und versuchen ihr zu erklären, dass wir nichts mit Meuchelmord zu tun haben. Nachdem Sie uns trotzdem nicht glaubt und weiterhin versucht uns mit horrenden Geldsummen zu bestechen, erscheint ein Assassine aus dem Schatten und haucht ihren Wachen und schließlich Ihr das Leben aus. Auch hier wieder kinoreife Animationen und Emotionen, vorallem diese die sich im Gesicht der sterbenden Nassana spiegeln. Wir versuchen mit dem erstaunlich ruhig gebliebenen Reptilienmann ins Gespräch zu kommen. Es scheint hier um etwas größeres zu gehen. Eines ist klar: Die Story in Mass Effect 2 wird weitaus düsterer und konspirativer. Doch um was es sich handelt, werden wir wohl erst in der Review-Fassung erfahren. Hier war die kurze, aber intensive Demo nämlich zuende. Schade.
Ersteindruck
Wir konnten zwar nur rund 10 Minuten lang in Biowares neues Aushängeschild hineinschnuppern, doch was wir sehen konnten, war über jeden Zweifel erhaben. Mass Effect 2 wird bombastisch. Die emotionsgeladenen Cutscenes, die tiefen Emotionen, die satte Action und die unfassbar gute Grafik von Charakteren, Objekten und Umwelt haben uns glatt vom Hocker zu hauen. Wir können hier allerdings keine Vorabwertung geben, da der Spielausschnitt zu klein war. Doch unser Ersteindruck ist ausgezeichnet und wir können es kaum erwarten, noch einmal Hand an Mass Effect 2 zu legen!









