Gesamtwertung87%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Messerscharf und detailliert
Hier wird mit der eigens entwickelten Frostbyte-Engine geworben und das zurecht. Diese messerscharfen Details bei einer solchen Weitsicht sieht man selten. Die Außenareale wirken glaubhaft und lebendig. Besonders bei den Charakteren hat sich Battlefield-Urvater Dice ordentlich ins Zeug gelegt. Einen kleinen Extrapunkt geben wir im Gedanken für die etwas schickere Optik auf der Xbox 360 im Vergleich zur PlayStation 3. Hier gibt es noch schärfere Texturen und kein Tearing. Bei voller FullHD-Grafikpracht wird man von gelegentlichen Pop-Ups aber auch hier nicht verschont.
Ein charmantes Kawumm in Brachialkulisse
Hat man sowas schon gehört? Neben Half-Life 2 gehört Battlefield: Bad Company von der technischen Seite zur absoluten Spitzenklasse der akustischen Brillianz in einem Spiel. Realistisch berechnete Verzerrungen von Explosionen in Innenräumen oder auf Entfernung lassen den Spieler bei eingeschalteter Dolby Digital-Anlage schon einmal das ein oder andere zufriedene Seufzen entgleiten. Die englische und auch die deutsche Synchronisation sind sehr gelungen und bringen den tollen Humor des Titels sehr gut rüber, wobei die englische Sprachausgabe bei einigen Gags die Nase vorn hat. Die Musikuntermalung ist vom Menu bis zum Autoradio durchweg gelungen und verleiht dem Spiel einen ganz besonderen Charme, der vielleicht Chrakteristischer ist, als alle anderen Features.
Battlefield-Feeling trotz Gamepad
Wer sich einmal an die ungewohnte Pad-Belegung gewöhnt hat, kommt sehr gut mit der Steuerung klar. Alles ist am richtigen Platz und ermöglicht einen reibungslosen Spielverlauf während des knackigen Einzelspielermodus oder einer Runde des erstklassigen Mehrspielermodus. Die Rumble-Funktionen des Xbox 360-Pads werden optimal genutzt und rattern in Fahrzeugen, bei Schüssen und Explosionen was das Zeug hält. Wer es noch etwas ruppiger mag, kann die Rumblestärke auch erhöhen. Das Einzige, was besonders während einer ausgedehnten Mehrspielerschlacht stört ist, dass man sich als verteidigender Maschinengewehr- oder Scharfschütze nicht hinlegen und so seine Silhoutte verkleinern und die Zielgenauigkeit vergrößern kann. Bei einem taktischen Shooter erwartet man diese Möglichkeit eigentlich, zumal es in jedem vorigen Battlefield-Ableger möglich ist.
Endlich echter Solospielspaß!
Bisher haben sich die Leute von Dice ja auf absolute Mehrspieler-Hitgaranten spezialisiert und legen bei Battlefield: Bad Company erstmals viel Wert auf ein erstklassiges Einzelspieler-Erlebnis. Und das ist den Jungs aus Schweden wahrlich gelungen. Zerstörbare Umgebungen, Goldrausch, actionreiche Ballereien, unzählige Waffen und Fahrzeuge und ein Humor, der selbst verwöhnte Zwerchfelle von Looki-Redakteuren zum zittern bringt. Das Spiel schafft es einen einzigartigen Charme zu versprühen und genau das hilft dem Titel nicht nur als waschechter Mehrspieler-Hit aufzutrumpfen, sondern auch eine konsequente und durchdachte Story an den Mann zu bringen. Die Story ist etwas flach, aber das kann man bei der geballten Action, dem tollen Humor und dem schon oft angesprochenen Charme der Serie und speziell dieses Titels mehr als verschmerzen. Der Mehrspielermodus ist aber wie immer das Sahnestück und wird auch noch viele Jahre für volle Server sorgen, wenn Dice immer schön fleißig Maps und Modi nachliefert.
Do it yourself - Abriss des Eigenheims
Der Einstieg fällt leicht. Direkt am Anfang wird man von Haggard und Co. in die Steuerung eingewiesen und im Laufe des Spiels kommen immer weitere kleinere Tutorialeinlagen hinzu, die dem Spieler zum Beispiel den Umgang mit einem Mörserschlag erklären. Erwähnenswert ist noch, dass sich die Zielgeschwindigkeit regeln lässt und so vorallem Shooterneulingen den Einstieg erleichtert. Im Mehrspielermodus findet man sich ebenso schnell zurecht. Schnelle Erfolge motivieren und schnell kennt man sich auch auf der letzten Karte aus.
Spielspaß ohne Ende und mit Belohnungen
Ganz klar. Hier lässt Battlefield: Bad Company die Muskeln spielen. Zwar wird mit Goldrush nur ein Mehrspielermodus geboten, dieser spielt sich allerdings ganz hervorragend. Mit 24 Spielern sind Mehrspielerpartien der Extraklasse garantiert und der Conquest-Modus aus den PC-Battlefields wird ja auch noch nachgeliefert. Die Freischaltungen und Belohnungen und Medaillen die wir ähnlich aus Battlefield 2 und 2142 kennen sind ungemein motivierend und strecken den Langzeitspielspaß ungemein. Einem Spiel ist man mit einem Knopfdruck beigetreten und ist man einmal beigetreten wird es jedem Shooter-Fan schwerfallen, das Pad wieder aus der Hand zu legen. Das süchtigmachende Spielprinzip, die schnellen Erfolge und die zahlreichen Belohnungen halten den Spieler lange am Ball und verführen zu ausgedehnten Zockernächten vor der Konsole. Wer also ein echtes Mehrspielerwunder für die Xbox 360 sucht, ist mit Battlefield: Bad Company auf der sicheren Seite.
Herzstück des Titels ist natürlich abstammungsbedingt der grandiose Mehrspielermodus, der zwar nur mit einem Modus daherkommt, dieser sich aber ganz hervorragend spielt und mit 24 Spielern pro Server außerdem meistens gut besucht ist. Die Schweden DICE entwickeln zur Zeit den altbekannten Conquest-Modus, der vermutlich in nächster Zeit über Xbox Live erhältlich sein wird. Und andere Modi, das wissen die alten Battlefield-Hasen unter uns, spielt eh niemand. Mit dem tollen Belohnungssystem und den freischaltbaren Waffen haben DICE schon bei Battlefield 2 und Battlefield 2142 alles richtig gemacht. Die Langzeitmotivation steigt ins schier Unendliche und das verspricht auch auf der Konsole eine lange Lebensdauer, wie man zur Zeit auch bei Genreprimus Call of Duty 4 beobachten kann. Wer einen sehr guten Online-Shooter sucht, für den ist Battlefield: Bad Company eine absolute Kaufempfehlung. Wer dazu auch mal solo den Kugelfang spielen will, für den ist das Spiel rund um Haggard, Sweetwater und co. ein echtes, prallgefülltes Must-Have-Gesamtpaket.
Battlefield: Bad Company im Test.
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