Beijing 2008

Review
Plattform
XBOX 360
Vertrieb
Sega
Entwickler
eurocom
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
0
Beijing 2008 [X360 , looki.de]

Gesamtwertung

65%/10

Grafik

Mangelhaft

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Befriedigend

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Mangelhaft

Beijing 2008

Schwacher Auftritt

Grafisch spielt der Titel nicht mal in der zweiten Liga. Von High-Definition kann keine Rede sein. Sowohl das Stadion, als auch die Athleten, sowohl die Zuschauer, wie auch die einzelnen Stationen können nicht überzeugen. Filmmern ist genauso an der Tagesordnung, wie übermäßige und völlig unpassende Bloomeffekte. Dass der Titel dann noch Ladezeiten aus der Hölle vorweist, ist ein weiterer Grund, für die niedrige Wertung für die technische Seite und verhindert flüssiges Spielen. Im Gegensatz zur PS3-Version sind die Farben satter, dafür wirken die Athleten noch künstlicher. Die Ladezeiten sind einen Tick kürzer, jedoch immernoch viel zu lang.

Teilweise unangebracht

Die Menüs werden zwar durch lauschigen Sound untermalt, hier und da hört man auch mal einen Stadionsprecher, von Kommentatoren ist aber weit und breit nichts zu hören. Hinzu kommt, dass zwar die Soundeffekte recht ordentlich ausgefallen sind, die nervige Musik nach jedem Versuch einen aber schnell auf die Palme bringt. Denn wer will schin Siegesfanfaren hören, wenn er gerade die letzte Möglichkeit den Weitsprung-Weltrekord zu knacken durch Übertreten vermasselt hat?

Schwach

Mit der Steuerung schießt Sega den Vogel ab. Das Buttonlayout ist unter aller Sau. Selbst wenn man zu den angebotenen einfacheren Steuerungsmöglichkeiten greift, müssen Abstriche gemacht werden, weil diese teilweise nicht richtig funktionieren. Ein Beispiel ist hier, dass man sein Lauftempo durch das Hin- und Herbewegen des rechten Analogsticks beschleunigen kann. Durch die Nähe des linken Sticks rutscht man aber ständig ab und fällt daraufhin direkt auf 0 zurück. Furchtbar. Zudem nutzt fast jedes der Minispiele die gleichen Buttons und änhliche Disziplinen sogar die gleichen Steuermechanismen. Das ist zwar eingängig, aber auch langweilig und nicht herausfordernd.

Nicht tief genug

Spieltiefe? Gut es gibt eine Art Karrieremodus, der aber lediglich die Aneinanderreihung aller Disziplinen und etwas Managing ausmacht. Der Rest besteht aus den obligatorischen Mehrspielermodi. Und die machen auf Grund der Steuerung und anderen eklatanten Mängeln ebenfalls wenig Spaß. Echte Herausforderung sucht man vergebens. Genauso wie Langzeitmotivation. Sega hat hier absolut keine gute Arbeit geleistet.

Frust vorprogrammiert

Der Einstieg gestaltet sich unverhältnismäßig schwierig. Zwar gibt es zu jeder Disziplin ein Videotutorial, die sind aber teilweise so simpel gehalten, dass man die Quintessenz nicht verstehen kann und erst mehrmals probieren muss, um die Aufgabe überhaupt zu verstehen. Durch die schlechte Steuerung gestaltet sich der Lernprozess zudem schwer, Frustmomente gibt es unglaublich viele.

Ganz spaßig

Der Multiplayer ist das „Highlight“ des Spiel, weil es durchaus Spaß macht, sich gegenseitig die Rekorde um die Ohren zu laufen, springen und zu werfen. Nichtsdestotrotz wird er schon nach ein paar Stunden langweilig und durch die Steuerung wird es auch hier viel Frust geben. Der Onlinemodus ist okay, ihr messt euch dabei mit allen Nationen dieser Welt in den Disziplinen des Singleplayers, geht auf Rekordjagd und so weiter. Die gleichen Kritikpunkte gibt es hier aber natürlich auch.

Fazit

Schon Athen 2004 konnte nicht überzeugen und Beijing 2008 erhebt sich leider auch nicht aus dem spielspaßlosen Schatten der Lizenzversoftungen Olympischer Spiele. Eine schwache Steuerung, viel zu wenige Spielmodi, kaum Tiefgang, viel zu viele Wiederholungen, ein schwerer Einstieg und die geringe Herausforderung, sowie die fehlenden Motivationselemente und die schlechte technische Seite ziehen den Titel in Sachen Spaß in tiefste Tiefen. Da können auch der kurzzeitg spaßige Multiplayer und die vielen Disziplinen den Kaufpreis nicht mehr rechtfertigen. Einen politischen Abschlusskommentar verkneife ich mir an dieser Stelle.

Beijing 2008 [X360 , looki.de]

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