Bionicle Heroes

Review
Plattform
XBOX 360
Vertrieb
Eidos
Entwickler
Travellers Tales
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
12
Bionicle Heroes [X360 , looki.de]

Gesamtwertung

73%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Befriedigend

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Bionicle Heroes

Erinnert ihr euch noch an die guten alten Transformers? Diese Superhelden konnten sich zu nahezu unbesiegbaren Kampfkolossen transformieren. Einen ähnlichen Weg schlagen die LEGO Bionicle Heroes ein. Dabei geht es allerdings weniger um eine breit angelegte Story mit zahlreichen Wendungen, als um kompromisslose Daueraction. Ob Traveler’s Tales damit einen Hit landet und warum Bionicle Heroes eine Art LEGO Star Wars light ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Manchmal ist die Größe eben doch entscheidend

Wer die beiden LEGO Star Wars Titel gespielt hat, der kommt an einem Vergleich mit Bionicle Heroes nicht vorbei. Streicht man die Charaktere und die epischen sechs Sternenkrieger-Storys, bleibt unter dem Strich dasselbe Gameplay stehen. Wie schon im Star Wars Universum, kämpft ihr mit diversen Charakteren gegen Horden von Feinden. Doch während ihr für Obi Wan, Luke und Co stets den nächsten Charakter separat auswählen musstet, gibt euch euer Bionischer Held gleich mehrere Charaktere in einer Person.

Einzig und allein diverse Masken ändern sein Aussehen und seine Waffen. So könnt ihr beispielsweise mit der Maske des Eises eure Gegner auf weite Distanz unter Beschuss nehmen und kurzerhand einfrieren, während die Lava-Maske euren Gegnern kräftig einheizt. Wer zu oft von den Gegnern getroffen wird, der verliert nicht nur ein Leben, sondern auch eine der wertvollen Masken. Diese können jedoch, nachdem ihr alle Feinde besiegt habt, wieder erobert werden. Ab und an erhaltet ihr die goldene Maske im Supermodus. Dies bedeutet, dass ihr einen gigantischen Helden erschaffen dürft, der euch Wege frei räumt, Gegenstände aus dem Meer oder von hohen Bergen holt und vieles andere mehr.

Hat aber auch Schwächen

Was sich im Großen und Ganzen nett anhört, spielt sich eher ermüdend. Zwar ist es anfangs noch recht unterhaltsam, mit dem Superhelden durch die Welten zu marschieren.

Doch bereits nach zwei Stunden hat sich das Gameplay abgenutzt und der Spielspaß tendiert gegen Null. Nervig ist vor allem die automatische Zielerfassung, mit der euer Alter Ego die Ziele aufs Korn nimmt.

Diesen grünen Laser könnt ihr leider nicht selbst steuern, was zur Folge hat, dass irgendein Gegner, der eigentlich noch zu weit weg ist, um eine potentielle Gefahr für euch darzustellen, eher erwischt wird, als ein Feind, der unmittelbar neben euch auftaucht. Solch grobe Schnitzer dürfen einfach nicht vorkommen.

Auch ein fehlender Multiplayermodus führt zu weiterem Punktabzug. Hier hätte sich gerade Bionicle Heroes für epische Mehrspielergefechte angeboten.

Grafisch bietet Bionicle Heroes zwar keine Next-Gen Kost, kann aber durchaus eine stimmige Atmosphäre aufbauen. Motion Blur Effekte und diverse Filter täuschen Next-Gen vor, wurden meiner Meinung nach jedoch ein wenig zu oft eingesetzt. Der treibende Sound passt zwar zur Brachialaction, ist auf Dauer jedoch eher nervig als angenehm.

Fazit

Bionicle Heroes ist ein nettes Spiel für zwischendurch. Nicht mehr und nicht weniger. Vor allem in Zeiten der blutigen Action-Titel aber dürften sich vor allem besorgte Eltern über die unblutigen Feuergefechte der Bionicles freuen und ihren Kindern diesen Titel wohl eher unter den Weihnachtsbaum legen. Die netten Grafiken sind zwar nicht unbedingt als Next-Gen zu bezeichnen, bringen jedoch eine stimmige Atmosphäre auf den Bildschirm. Fans von komplexen Storys und abwechslungsreicher Action empfehlen wir jedoch das weit bessere LEGO Star Wars.

Bionicle Heroes [X360 , looki.de]

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