Gesamtwertung87%/10 |
GrafikBefriedigend SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Ich war als Kind schon scheiße!
Was die meisten schon wissen werden: Bully: Die Ehrenrunde ist grundsätzlich dasselbe Spiel, was man Ende 2006 auf der PS2 kennen und lieben gelernt hat. Im Grunde ist also alles beim Alten geblieben. Die Story ist wird genial erzählt und nicht selten werdet ihr euch krümmen vor Lachen. Die Charaktere sind liebevoll in Szene gesetzt worden und wirken fast schon lebendig. Ich hatte schon wieder ganz vergessen, wie göttlich die hilflosen Nerds in dem Spiel sind. Wer noch nie was von Jimmy Hopkins gehört hat, dem empfehlen wir dringend unseren Test zu Canis Canem Edit auf der PS2 . Um es kurz zusammen zu fassen: die Xbox 360-Version bietet neben der schon bekannten Szenarien acht neue Missionen, sowie vier neue Unterrichtsfächer, als da wären Mathe, Musik, Biologie und Geographie. Wie beim Original sind die Unterrichtseinheiten eher als eine Reihe von Minigames anzusehen, mit denen ihr eure Fähigkeiten verbessert. In Mathe müsst ihr, wer hätte es gedacht, kleine Rechenaufgaben knacken oder werdet in Musik aufgefordert, das Tanzbein zu schwingen indem ihr zu richtigen Zeit ähnlich wie in Space Channel 5 den entsprechenden Button drücken müsst. In Erdkunde müsst ihr so schnell möglich die richtige Position des entsprechendes Landes auf der Karte eintragen etc.. Insgesamt gliedern sich die neuen Fächern sehr gut in den Rest des Unterrichts ein. Die neuen Missionen sind ebenfalls ganz nett geworden, ohne sich aber vom Rest abzuheben. Fakt ist aber: Eine neue Bully Mission ist eine gute Bully Mission. Als kleinen Bonus haben die Entwickler noch einen kleinen Zwei-Spieler-Modus integriert, in dem ihr alle Minigames zusammen mit einem Freund spielen könnt.
In die Jahre gekommen...
Auch wenn die Entwickler von Mad Doc für die 360-Fassung eine neue Grafikengine nutzen, sieht man dem Titel deutlich seine Herkunft an. Zwar tummelt sich Jimmy nun in HD auf dem Campus, allerdings erkennt man nur selten wirklich schöne neue Schatteneffekte und erst beim näheren Hinschauen, dass die Charaktere allesamt ein paar Polygone zugelegt haben. Ab und zu kommt es dazu noch zu kleinen Einbrüchen bei der Framerate, auch wenn das Spielgeschehen nun deutlich flüssiger läuft, als man es noch von der PS2 gewohnt ist. Über die Technik lässt sich sicherlich streiten, wenn man aber bedenkt, dass es sich hier im Grunde nur um eine Portierung handelt, ist dies leicht zu verschmerzen. Ein Spiel wie Bully lebt halt von seiner Ausstrahlung und die wurde, wie zu erwarten, gut umgesetzt.
Rotzfrech wie eh und je
Die gelungene englische Sprachausgabe des Originals wurde unangetastet gelassen. Alles andere wäre allerdings auch eine Todsünde gewesen. Bei Bedarf dürft ihr deutsche Untertitel aktivieren. Die Synchronisation ist auch nach anderthalb Jahren noch immer ganz weit oben anzusiedeln. Und ich kann nicht häufig genug betonen, wie göttlich sich die fetten Nerds anhören. Auch die gelungene Musikuntermalung passt stets wie die Faust aufs Auge und untermal das Spielgeschehen stets perfekt. Wie auch schon auf der PS2 erfreut ihr euch an einem gelungen Surround-Sound.
Die Schleuder sitzt noch gut in der Hand!
Bei der Bedienung haben die Entwickler das Spiel ebenfalls komplett unangetastet gelassen und haben sich die Änderungen für die Wii-Version aufgehoben. Wer noch nie in den Schuhen von Jimmy gesteckt hat, wird sich sofort zurechtfinden. Die Steuerung geht zwar immer noch locker von der Hand, hat allerdings noch immer die kleinen Tücken aus der alten Version des Spiels. So hat man nicht selten mit der Kamerasteuerung zu kämpfen, weil die Führung nicht immer die Beste ist. Ebenfalls noch vorhanden ist das hektische Wechseln der anvisierten Feinde während der Kämpfe. Passt ihr nicht auf, teilt ihr schnell den falschen Leuten aus, ohne das zu wollen. Wir hätten uns gewünscht, dass diese alten Macken in der neuen Version der Vergangenheit angehören.
Hartes Schuljahr, lockerer Einstieg!
Der Einsteig in Bully ist noch immer gut. Anfänger dürften sich durch die vielen Erklärungen, die das Spiel bei jeder Neuerungen gewährt, gut mit dem Spiel klarkommen. Wer sich mit der Steuerung angefreundet hat, was in der Regel keine Probleme geben sollte, dirigiert Jimmy präzise durch die Schule und die Stadt. Auch wenn das Spiel euch viele Freiheiten gewährt, nimmt es euch auch oft an die Hand.
Kann man drauf verzichten
Der Mehrspielerpart ist eigentlich nicht der Rede wert und eher als eine nette Dreingabe anzusehen. Wie schon erwähnt spielt ihr hier die Minigames zusammen mit einem Freund. Das kann kurzfristig ganz lustig sein, motiviert aber nicht für mehrere Runden.
Bully: Die Ehrenrunde im Test.
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