Burnout Paradise

Review
Plattform
XBOX 360
Vertrieb
Electronic Arts
Entwickler
Criterion
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
12
Burnout Paradise [X360 , looki.de]

Gesamtwertung

86%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Sehr gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Sehr gut

Bedienung

Sehr gut

Burnout Paradise

Wenn ein Rennspiel wie Burnout den mittlerweile sechsten Teil verpasst bekommt, hat das für den Außenstehenden gleich zweierlei Bedeutung: Zum Einen muss das Konzept des Spiels einen beachtlichen Erfolg verbucht haben, zum Anderen dürfte die Gefahr recht groß sein, dass sich das Prinzip langsam abnutzt. Aus diesem Grunde haben sich die Jungs von Criterion mit Burnout Paradise daran gemacht, eine neue Erfahrung zu bieten. Erstmals in der Geschichte der Serie zieht es euch nicht nur auf halsbrecherische Strecken, sondern gleich in eine ganze Stadt – Paradise City. Wir haben etliche Stunden dort verbracht und verraten euch, ob die offene Welt mit dem obligatorischen Gameplay harmoniert, was es Neues zu entdecken gibt, welche Abstriche gemacht worden sind und natürlich, ob das Ganze auch Spaß macht.

Take me down... ihr wisst schon wohin!

Alte Burnout-Veteranen dürfte die offene Spielwelt von Paradise wahrscheinlich anfangs noch Bauchschmerzen bereiten. WIe soll das denn ohne Einbußen funktionieren? Inetwa so: WIr bekommen unseren ersten Wagen. Der ist zwar schrottreif, aber wen stört’s? Erstmal losdonnern. Die komplette Stadt ist von Anfang an frei befahrbar und so ballern wir uns durch die verwinkelten Straßen von Paradise City und merken sofort, dass man an der Grundsteuerung des Titels im Vergleich zu den Vorgängern rein gar nichts verändert hat. Noch immer dienen die typischen Buttons zum Gasgeben, Bremsen, Kamerawechsel, Handbremse und natürlich dem Boost, der euch auf unfassbaren Geschwindigkeiten verhilft.

Wer die Serie kennt, weiß, dass aber nicht nur der Speed typisch ist, sondern Burnout vor allem für eines steht – spektakuläre Crashs. Was euch aber erwartet wenn ihr das erste Mal in eine Mauer oder ein anderes Fahrzeug scheppert, wird euch wahrlich aus den Latschen hauen, denn so genial sahen die Unfälle noch nie aus – Überall fliegen die Fetzen und man kann in Echtzeit verfolgen, wie sich das Blech der Karossen verformt, die Scheiben zerbersten! So muss das sein! Wer seinen Boost auffrischen möchte, fährt einfach wie ein Bekloppter knapp an nichts ahnenden Verkehrsteilnehmern vorbei, springt wie einer der Dukes über Rampen oder ballert lauthals schreiend dem Gegenverkehr entgegen.

„Hmm, ok! Ich bin da, aber wohin geht’s?“

Zu Beginn des Spiels erhaltet ihr eine Driver-License. Diese wertet ihr mit dem erfolgreichen Beenden der unzähligen Events auf und qualifiziert euch so im weiteren Verlauf für Neue. Cooles Feature am Rande: Wer eine Live Vision Cam sein Eigen nennt, darf seinen Lappen mit seinem eigenen Foto verzieren. „Watt nu?!“ - Das Spiel vermittelt euch zu Anfang bewusst diesen Eindruck der Orientierungslosigkeit, ein Blick auf die mächtige Karte Paradise Citys bestätigt dies. Seid ihr jetzt auf euch allein gestellt? Mitnichten - Schritt für Schritt werden euch die verschiedenen Anlaufsstellen näher gebracht.

Wer seinen Wagen reparieren will, fährt einfach durch die nächste Werkstatt. Wer Boost will, fährt in die nächste Tanke. Neue Wagen gibt’s auf dem Schrottplatz und um an einem Event teilzunehmen haltet ihr einfach an einer markierten Ampel. Auf Knopfdruck geht’s dann los, in den altbekannten Modi wie Standardrennen, Takedown- oder Eliminationsrennen und so weiter fahrt ihr aber nicht wie gewohnt eine vorgegebene Strecke, sondern bekommt lediglich einen Start- und einen Zielpunkt vorgeschrieben, den Weg dorthin könnt ihr selbst bestimmen.

Zur Unterstützung weist euch das Spiel darauf hin, wann es am besten wäre, die nächste Kurve zu nehmen. Das erweist sich anfangs mit dem Affenzahn, den ihr drauf habt, als relativ schwer, je länger ihr aber in Paradise City unterwegs seid, desto besser werdet ihr euch zurecht finden und die Abkürzungen kennen lernen. Bei diesem neuen Konzept der Renngestaltung müsst ihr aber auch einen kleinen Wehrmutstropfen in Kauf nehmen. Versiebt ihr nämlich nun ein Rennen, könnt ihr nicht mehr einfach neu starten, sondern müsst zum Startpunkt zurückfahren. Dies kann allerdings schon mal länger dauern und daher geht man meist das nächste Event an.

Wer ist Colt Seavers?

Neu hinzugekommen ist das Stuntrennen. Hier wird eine Punktzahl vorgegeben, die ihr mit Spins, Sprüngen, Drifts und neuerdings mit Barrelrolls und Spins in der Luft erreichen müsst.Letztere könnt ihr vollführen, wenn ihr mit gezogener Handbremse über eine Rampe springt.

In der Luft könnt ihr euren Wagen justieren, um wieder perfekt auf der Fahrbahn zu landen. Ähnlich läuft es auch mit den Barrelrolls. Hier springt ihr mit den seitlichen Rädern von der Rampe ab und dreht euren Wagen in die entsprechende Richtung. Auf diese Weise lassen sich wirklich derbe Stunts auf’s Parkett legen, mit denen ihr richtig Punkte scheffelt. Ein ebenfalls neuer Modus ist Marked Man, in welchem ihr von Punkt zu Punkt B kommen müsst während eine Horde hasserfüllter Gegner Jagd auf euch macht. Für manche Events benötigt ihr einen speziellen Wagen, um diese überhaupt angehen zu können. Manche der Karren erhaltet ihr nachdem ihr eure Driver-License aufgewertet habt oder bei beendeten Events. Letzteres läuft diesmal allerdings anders als gewohnt. Die Fahrzeuge werden euch nämlich nicht direkt zu euch geliefert, stattdessen wird euch mitgeteilt, dass die Wagen in der Stadt ihr Unwesen treiben. Nun müsst ihr sie nur noch finden und mit einem Takedown von der Piste holen – schon gehört der Bolide euch.

Insgesamt gibt es über 70 Höllengefährte zu ergattern. Die Wagen werden neuerdings in drei Klassen unterteilt, als da wären Stunt, Aggression und Speed. Wie die Namen schon verraten, sind die jeweiligen Klassen für die jeweiligen Events gedacht. So lassen sich Stunts mit den entsprechenden Wagen besser ausführen und werden mit mehr Boost belohnt. Zwar merkt man den Unterschied zwischen den Klassen schon recht deutlich, allerdings lassen sich alle Events auch mit unterschiedlichen Klassen meistern.

Fans der alten Teile müssen allerdings einen Schlag ins Gesicht hinnehmen, denn der beliebte Crashmodus wurde gestrichen. Als kleinen Ersatz haben die Entwickler jedoch den Showtime-Mode integriert, bei dem ihr euren Wagen wann immer ihr wollt zum Überschlagen bringt und versuchen müsst, so viele andere Wagen mit ins Verderben zu reißen, wie möglich. Liegt eure Karre flach könnt ihr sie hier mit einem Druck auf A erneut in die Lüfte hieven und ins Verkehrschaos stürzen. Der Modus weiß zwar kurzzeitig zu gefallen, kann dem alten Modus aber beileibe nicht das Wasser reichen. Ebenfalls bedauerlich ist auch die Tatsache, dass auch Aftertouch-Takedowns und das in die Luft sprengen des eigenen Wagens nicht mehr möglich sind.Ein wirklich großes Lob muss man den Jungs und Mädels bei Criterion für die Handhabung der Online-Matches machen. Ihr müsst nicht extra ins Hauptmenü wechseln, sondern braucht lediglich auf dem D-Pad nach rechts zu drücken und schon könnt ihr euch nach Belieben online austoben.

Egal, ob ihr Freunde einladen, diverse Rennevents starten oder was auch immer machen wollt – Alles geht kinderleicht und unglaublich schnell von der Hand. So seid ihr letztlich in der Lage die komplette Stadt mit bis zu sieben Mitspielern unsicher zu machen.

Dazu stehen euch für jede Anzahl von Spielern jeweils 50 Challenges zur Verfügung, was euch, wenn ihr mal hochrechnet, eine Unmenge an Spielstunden spendiert. Natürlich könnt ihr auch die bekannten Modi, wie Takedown- oder Standardrennen festlegen. Hierfür dürft ihr eure eigenen Routen markieren und abspeichern, so dass ihr immer wieder eine neue Rennerfahrung machen werdet. Leider konnten wir den Multiplayer-Part der Vollversion noch nicht selber spielen, werden euch unsere Erfahrungen allerdings in einem separaten Multiplayer-Test nachreichen.

Wie im Paradies?

Vom grafischen Standpunkt gesehen fallen die wie schon am Anfang beschriebenen Crashes enorm auf. Es ist fast schon ein Jammer, wenn die wirklich unheimlich detaillierten Autos derartig in Mitleidenschaft gerissen werden. Das Geschwindigkeitsgefühl ist ebenfalls wieder einmal atemberaubend. Auf den Straßen ist mehr los denn je und die Stadt kann mit ihrer Liebe zum Detail ebenfalls überzeugen. Dass das Spiel dabei natürlich mit butterweichen 60 Frames pro Sekunde läuft ist bei der Serie ja fast schon Muss. Auch der Soundtrack ist richtig geil geworden und bietet neben bekannten Songs, viele dicke Titel von eher unbekannteren Bands.

Fazit

Raser sind sooo sexy? Lasst euch nix erzählen! Ich war anfangs noch recht skeptisch was das Spielprinzip der frei befahrbaren Stadt betrifft. Nach den ersten paar Runden verpuffte aber auch der letzte Hauch von Zweifel und wahre Euphorie machte sich breit. Man vergisst schnell, wie genial ein Burnout ist bis man mal wieder einen neuen Teil in den Händen hält. Dasselbe gilt auch für Paradise. Habt ihr erstmal mit dem neuen Teil angefreundet, kommt ihr so schnell nicht mehr von ihm los.

Schade ist, dass man den coolen Crashmodus gestrichen hat. Showtime ist zwar auch ganz nett, kann da aber nicht mithalten. Der neue Stuntmodus überzeugt da schon eher und gliedert sich perfekt ein. Der Multiplayer-Modus muss sich zwar erst noch beweisen, aber eines ist schon jetzt klar: Mit Burnout Paradise bekommt ihr einen Arcade-Racer der Extraklasse. Raser sind sooo sexy!

Burnout Paradise [X360 , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

Yahoo! Spiele-Forum

Burnout Paradise im Test. Was halten Sie vom neuen Spiel von Criterion?

Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.

Link zum Forum

Zum Games Guide-Forum · Zum Online-Spiele-Forum

 

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

DS: Prince of Persia: The Fallen King fü...
Top Spin 3
Burnout Paradise
Final Fantasy IV
Star Trek Online
Diablo 3 kommt - Update
Last King of Africa
Games Convention
Warhammer Online: Age of Reckoning
PC: Tomb Raider: Underworld im November
Capcom
Battlefield: Bad Company
Lost Planet
PC: Spore: EA sperrt 'unpassende' Kreatu...
X360: Prince of Persia: Wählt einen Erfo...

Weitere Spiele Reviews:

Mein Wortschatz-Coach [DS , looki.de]
Nitrobike [WII , Mag64]
Mass Effect [PC , looki.de]
PC: Command & Conquer 3: Kanes Rache
X360: Frontlines: Fuel of War
PS3: Everybody's Golf: World Tour
King of Clubs [WII , looki.de]
Role Play Convention [PC , looki.de]
Hired Guns: The Jagged Edge [PC , looki....
X360: Grand Theft Auto IV
Turok [PC , looki.de]
Mystery Dungeon: Shiren the Wanderer [DS...
Rainbow Six: Vegas 2 [X360 , looki.de]
Tour de France 2008 [PC , looki.de]
WII: Dragon Quest Swords: Die maskierte ...

Vorschau auf neue Spiele:

WII: My Life as King, World of Goo, Lost...
PC: Far Cry 2
GC 07 First Look: TimeShift [X360 , look...
PC: Mythos
Super Monkey Ball: Banana Blitz [WII , l...
PS3: Alone in the Dark
PC: Goin' Downtown
Battlestations: Midway [X360 , looki.de]
PS3: Battlefield: Bad Company
X360: Cipher Complex
Geheimakte 2 [PC , looki.de]
X360: Turok
GC 07 First Look: Tabula Rasa [PC , look...
Burnout Paradise [X360 , looki.de]
X360: Blue Dragon