Gesamtwertung79 %/10 |
Grafik7 Sound10 |
Lanzeitspaß7 Spieleinstieg9 |
Bedienung8 |
Während die Zwischensequenzen mit HD-Auflösung sowie genialen Schauspielern glänzen und die Story auf unterhaltsame Weise vorantreiben, kann die Ingame-Grafik nur bedingt überzeugen. So sehen die verschiedenen Einheiten und Gebäude bei näherem Heranzoomen pixelig aus; ebenfalls hätte die Umgebung in Sachen Design durchaus abwechslungsreicher und damit weniger monoton ausfallen können. Animationen wirken indes rund und flüssig, Framerateeinbrüche gibt es kaum und auch weitere grafische Fauxpas bleiben aus. Vielmehr dürfte sich der Spieler über die herrliche Wasserdarstellung und die bombastischen Effekte der Spezialangriffe freuen. Unterm Strich also eine durchschnittliche Präsentation, welche die Konsole aus dem Hause Microsoft kaum kitzelt.
Vorzüglich fallen die Effekte bei Spezialangriffen, Einheitenbewegung und Explosionen aus. Realistisch, bombastisch und wuchtig sind dabei die Attribute, welche die Soundeffekte am treffendsten beschreiben; melodisch wie auch dynamisch trägt dabei die Hintergrunduntermalung ihren Teil zur gelungenen Atmosphäre bei. Auch die Synchronsprecher können größtenteils überzeugen, wobei die englische Sprachfassung etwas glaubwürdiger gelungen ist.
Wie auch im 360-Ableger Tiberium Wars setzt man im Hause EA auf ein Ringmenü um die unterschiedlichen Einheiten übers Schlachtfeld zu scheuchen. Wählt ihr eine Einheit und betätigt die rechte Schultertaste öffnet sich dieses und gewährt euch Kontrolle über Spezialfähigkeiten und verschiedene Manöver. Dies funktioniert aufgrund des relativ einfachen Spieldesigns überaus gut. Nur in den seltensten Fällen wünscht man sich Maus und Tastatur zurück. Dennoch stoßen Kameraführung und Einheitenbedienung mit dem Gamepad in hektischen und überladenen Schlachten einfach an ihre Grenzen.
Einstein ist tot, die Geschichte umgeschrieben und der ewige Kampf zwischen Russen und Amerikanern erreicht einen neuen Höhepunkt, als sich eine neue Macht im Osten regt. So zumindest schafft es EA gleichzeitig der Serie neues Leben einzuhauchen und eine frische Fraktion einzubinden. Dazu legen die Entwickler das Gameplay stärker auf Seeschlachten und kooperative Strategien aus und fahren darüber hinaus ein hohes Tempo, was das Spiel hektisch, spannend und intensiv zugleich macht. Knapp 30 Missionen bieten dabei ausreichend Spielzeit. Ärgerlich jedoch, dass Balancingprobleme, monotones Missionsdesign und eine schwache KI das gute Bild trüben. Die Hintergrundgeschichte, die dem Spiel zugrunde liegt ist indes Geschmackssache. Wer auf skurriles Storytelling mit Hang zur Selbstironie steht, wird mit Alarmstufe Rot 3 sicherlich nichts falsch machen.
Das einfache Spielprinzip und die recht gering gehaltenen taktischen Anforderungen an den Spieler, begünstigt Genreneulingen den Einstieg in Alarmstufe Rot 3. Zudem klärt ein ausführliches Tutorial über Spielverlauf und Steuerung auf. Letztere erfordert dennoch etwas Übung und Eingewöhnungszeit; vor allen Dingen die Kameraführung fällt am Anfang etwas hektisch und unpräzise aus.
Alarmstufe Rot 3 ist in erster Linie auf kooperatives Spielen ausgelegt, was den Multiplayermodus stark in den Vordergrund rückt. So könnt ihr den kompletten Kampagnenmodus über Xbox Live mit einem Freund durchspielen. Leider jedoch nur mit einem Freund, muss sich euer Kompagnon doch auf eurer Freundesliste befinden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einzelne Gefechte mit bis zu vier Spielern online zu bestreiten. Technisch gibt es dabei keinerlei Probleme, jedoch stören Balancing- und Wegfindungsprobleme die ein oder andere Partie.
Auch auf der Xbox 360 kann Alarmstufe Rot 3 in vielerlei Hinsicht glänzen. Die Hintergrundgeschichte, die Zwischensequenzen, das Einheitendesign und die neuen Gameplayänderungen wissen zu gefallen und auch der Sound überzeugt auf ganzer Linie. Leider jedoch wird das Bild von gameplaytechnischen Problemen getrübt. KI, Balancing und Wegfindung wirken alles andere als ausgereift. Zudem gesellt sich ein monotones und lineares Missionsdesign zu den hiesigen Mankos. Mit Abstrichen müssen auch Detailverliebte leben. So wirkt die Grafik ganz passabel, allerdings wäre hier noch durchaus mehr möglich gewesen. Kleinere Probleme in Sachen Bedienung trüben zudem den Spielspaß.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3 im Test.
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