Gesamtwertung45 %/10 |
GrafikAusreichend SoundMangelhaft |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegUngenügend |
BedienungUngenügend |
Wenn im Vorspann und Intro das "Unreal Engine"-Logo prangt, schürt man beim natürlich gewisse Erwartungen an ein grafisch aufwendiges Spiel. Destroy All Humans: Der Weg des Furon ist aber das komplette Gegenteil davon, denn die Grafik ist ein absolutes Desaster. Grafikfehler am laufenden Bande verderben einem das Spielvergnügen und man fühlt sich in die Anfangszeit der PS2 zurückversetzt.
Lob gebührt der Tatsache, dass Destroy All Humans: Der Weg des Furon komplett deutsch vertont ist. Leider hatten die Sprecher aber nicht die Müße sich wirklich Mühe bei der Arbeit zu geben. Die Witze klingen abgelesen und belanglos, so dass sich die Langeweile der Dialoge auf den Spieler überträgt. Die Musikuntermalung ist nicht schlecht oder nervig. Ganz im Gegenteil, denn die Musik wird so gut wie gar nicht wahrgenommen. Ob das besser ist? Wir bezweifeln es.
Grundsätzlich funktioniert die Steuerung problemlos, nur sind bei all den Waffen und Fähigkeiten einige Tasten doppelt belegt. Hat man sich aber einmal an die überladene Steuerung gewöhnt, geht sie gut von der Hand und Ihr sortiert die unnützen Waffen schnell aus, da es eh viel zu viele gibt.
Die Menschheit soll wieder einmal ausgelöscht werden und dafür erhaltet Ihr massig Missionen um in fünf großen Arealen für Trubel zu sorgen. Eure Aufgaben sind leider aber ständig viel zu ähnlich, als dass man wirklich mal Abwechslung in das Gameplay bekommt. Strengere Vorgaben beim Vorgehen, zum Beispiel welche Waffe genutzt werden muss, würden zumindest einen Hauch von Anspruch verursachen. Stattdessen geht Crypto uns mit eher plattem Humor auf die Nerven. Das kennen wir von dem ersten und zweiten Teil so gar nicht.
Bevor man richtig in Destroy All Humans: Der Weg des Furon anfängt, führt das Intro den Spieler kurz in die Geschichte ein und lässt Euch doch etwas im Regen stehen. Die Vorgeschichte wird nicht näher beleuchtet, aber immerhin wird Neueinsteigern durch die Intromissionen alles Wichtige für die Spielzeit gezeigt. Solltet Ihr nicht alles am Anfang mitbekommen, so könnte die Steuerung Euch etwas Probleme bereiten, da die Tastenbelegung etwas durcheinander ist. In einigen turbulenten Momenten könnte man Waffen und Fähigkeiten verwechseln, das ist aber nie schlimm, da der Schwierigkeitsgrad so niedrig ist, dass selten wirklich brenzlige Situationen enstehen.
Wer nach etwa 15 Stunden Singleplayer-Action noch die Laune verspürt auch mit einem Freund auf Menschenjagd zu gehen, der kann sich in Bonusmissionen austoben. Es lässt sich nicht abstreiten: Zu Zweit macht Destroy All Humans: Der Weg des Furons genauso wenig Spaß wie solo. Die Grafik ist sogar noch schlechter als im Singleplayer-Modus und ruckelt vor sich hin, dass man fast Seekrank wird.
Tief durch atmen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass THQ es mit uns nicht böse gemeint hat. Aber andererseits muss Sandblast Games die Spieler richtig gehasst haben. Nicht anders ist zu erklären, wie ein dermaßen unfertiges Spiel auf den Markt kommen konnte. Es fängt an bei der extrem vernachlässigten Grafik, die doch eigentlich mit der Unreal Engine die besten Voraussetzungen erhalten hat, aber so viele technischen Macken auf einem Haufen, habe ich selten erblicken dürfen. Aber selbst wenn die Grafik nicht alles ist, so fehlt trotzdem immer noch ein reizendes Spielprinzip, was einen an der Stange hält. Das Gameplay ist einfach nicht durchdacht genug, der Humor der ursprünglichen Spiele fehlt gänzlich und nimmt der Serie dadurch an Seele. Sollte noch einmal ein Nachfolger der Franchise erscheinen, so sollte THQ diesen lieber bei einem Entwickler in Auftrag geben, der nicht völlig überfordert ist. Ein richtiges Destroy All Humans für die Next Gen fehlt mir nämlich immer noch.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Destroy All Humans! Der Weg des Furons im Test.
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