Gesamtwertung60%/10 |
GrafikAusreichend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungAusreichend |
Christopher Paolini ist ein junger 23 jähriger Mann, der niemals eine öffentliche Schule besuchte, sondern daheim von seiner Mutter erzogen wurde. Was macht so ein Jugendlicher, wenn er nicht mit dem harten Schulleben konfrontiert wird? Er schreibt Fantasy-Romane. Was das mit Eragon zu tun hat? Nun, eine ganze Menge. Denn kein Geringerer als eben jener Christopher Paolini ist der Autor der Eragon-Trilogie, nach der nun ein Film in die Kinos kommt, der unter anderem mit den Weltstars Jeremy Irons und John Malkovich glänzen kann. Nicht ganz so spannend hingegen, nimmt sich das Spiel zum Film aus. Warum? Das lest ihr in unserem Test.
Massenmord im Zauberreich
Eragon ist ein einfacher Farmersjunge, der in den Wäldern in der nähe der elterlichen Farm ein geheimnisvolles Ei findet. Nachdem der Inhalt des geschlüpft ist, staunt Eragon nicht schlecht, lugt doch ein kleiner Drache aus dem Ei. Doch damit nicht genug. Von nun an ist Eragon an seinen Drachen gebunden. Das Schicksal des jungen Mannes ist es, das Land vor einem bösen König zu retten, der die Macht an sich reißen will. So viel zur eigentlich netten Geschichte. Doch hier hört der Spaß bereits auf. Denn wo andere Filmumsetzungen sich noch die Mühe machen, ansatzweise die Story nachzuerzählen, wurden die einzelnen Szenen im Spiel lieblos aneinandergereiht und von äußerst bescheidenen Cutscenes zusammengehalten. Wer sich nicht mit der Eragon-Materie auskennt, der dürfte arge Probleme haben, auch nur ansatzweise zu begreifen, was der tiefere Sinn hinter den Massenkloppereien des Spieles ist - insofern es den überhaupt gibt.
Dabei trifft der Ausdruck Massen wirklich voll ins Schwarze. Denn nichts anderes wird euch vorgesetzt. Die Horden des bösen Königs kommen in Wellen auf euch zu und werden meist mit stumpfem Buttons-Mashing ins Nirwana geschickt. Dummerweise segnet Held Eragon ebenso schnell das Zeitliche, sodass wohl nur Hardcore-Spieler das Spiel bestehen dürften, ohne dass ihr Alter Ego das eine oder andere Mal ins virtuelle Gras beißt.
Ein weiteres Manko ist die absolute Linearität des Titels. Ständig werdet ihr vom Programm geführt und es wird euch vorgeschrieben, was ihr zu tun habt. Und auch die statische Kamera sollte eigentlich ein Relikt vergangener Tage sein. Was aber ist nun Next-Gen an Eragon? Eigentlich nichts. Denn auch in Sachen Grafik kann das Spiel nicht ansatzweise mit aktuellen Titeln mithalten und sieht kaum besser aus, als die Current-Gen Version für die Xbox.
Traurig aber wahr: Selbst die Synchronsprecher des Films wurden nicht für das Spiel verpflichtet. Und zum Thema Multiplayer sollte man am besten gar nichts sagen, denn außer zwei Spielern an einer Konsole, wird rein gar nichts geboten.