Gesamtwertung63%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Die FIFA Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ist nun zum Greifen nahe und bekommt als Medienereignis natürlich auch das dazugehörige Videospiel. Mit FIFA 2006: Road to FIFA World Cup kann der Spieler bereits jetzt die internationalen Mannschaften gegeneinander antreten lassen, natürlich volllizenziert und mit guter Optik der Spielumfang allerdings lässt gehörig zu Wünschen übrig.
Bei Freunden zuhause
Die FIFA Weltmeisterschaft 2006 an sich deckt FIFA 2006 RTFWC überhaupt nicht ab, auch muss auf Vereine der nationalen Ligen verzichtet werden so kann ausschließlich mit Nationalmannschaften gekickt werden, was für eine Next Generation Konsole, die für große Vielfalt steht, in der Tat sehr mager ist. Die Qualifikation für die anstehende Meisterschaft steht ganz klar im Mittelpunkt des Spielgeschehens. Ziel ist es euer Team durch Pflichtspiele, Freundschaftspartien und Benefizturniere zu bringen um euch für WM 2006 zu qualifizieren, die ihr allerdings nicht 'vorspielen' könnt.
Natürlich kommen auch Spielernaturen, die nicht so ehrgeizig sind auf ihre Kosten. In Quickplaymatches tretet ihr online via Xbox-Live gegen andere Spieler an. Um dort keine schlechte Figur zu machen sollte der Spieler, der etwas auf sich hält ruhig einmal die eine oder andere Trainigseinheit absolvieren. Auf dem Trainingsplatz lernt ihr vor allem Standardsituationen zu meistern, eure Fähigkeiten zu perfektionieren und Kombinationen zu festigen. Damit so wenig Leerlauf wie möglich entsteht ist es während den Ladezeiten, oder auch einfach zwischendurch im Menü, möglich ein paar Bälle in die Kiste zu dreschen - das macht nicht nur Spaß sondern auch noch richtig Sinn: Spieler die sich mit dem Spiel noch nicht auseinandergesetzt haben können sich so schon einmal an die Steuerung gewöhnen und werden nicht gleich ins kalte Wasser geworfen.
Die Steuerung ist gewohnt unkompliziert und lässt sich schnell erlernen. Einzig für Tricks und abgefahrene Manöver braucht man etwas mehr Fingerspitzengefühl. Vom Tiefgang her lässt diese sich dennoch nicht mit der eines Pro Evolution Soccer 5 vergleichen - dafür kann der PES-gewohnte Kicker auf eine ähnliche Tastenbelegung wechseln.
Golden Goal?
Vom optischen her erringt FIFA 06 Road to FIFA World Cup das Prädikat gut. Realistische aber meist viel zu blasse Spielermodelle, gelungene Stadien und die herausragenden, hochauflösenden Wiederholungen sind unangefochten die besten, die es jemals in einem Fußballspiel zu sehen gab. Wie sollte es auch beim einzigen Next-Generation Fussballspiel anders sein. Erwarten kann man dennoch mehr, denn neben dem trüben Spielgeschehen gibt es sogar Ruckler in den ansonsten einwandfreien Replays. Die etwas hakeligen Animationen trüben ab und zu das Gesamtbild, doch fällt das nur dem auf, der auch wirklich darauf achtet. Der Sound ist ziemlich gut gelungen man erkennt jedoch kaum einen Unterschied zu früheren FIFA-Versionen. Die Kommentatoren sind allerdings um einiges redseliger geworden, so haben sie zu nahezu jeder Mannschaft eine Palette von Informationen zur Geschichte des Teams parat. Das kann nach ein paar Runden stören, lässt sich aber ganz einfach ausschalten.
Oft fällt die teilweise absurde Ballphysik auf, die nicht nur extrem stört, sondern auch völlig unnötig ist, wie man es an früheren FIFA-Spielen erkennen kann. So fliegt der Ball ab und an wie ein Ballon durch die Lüfte oder scheint schwer zu sein wie ein Stein,was sich sehr negativ auf das Spielgefühl auswirkt.