Gesamtwertung63%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Partyspiele sind auf der Xbox 360 eher rar gesät. Da wundert es nicht, dass Hudson Soft nun mit seinem neuen Partytitel Fuzion Frenzy 2 diese Marktnische einnehmen will. Ob die Party-Spielchen das Potential besitzen, langfristig zu unterhalten, oder ob der Titel lediglich eine Eintagsfliege ist, erfahrt ihr in unserem Test.
Abgesehen von seinem Bomberman-Franchise ist der japanische Entwickler Hudson wohl eher bekannt für seine Mario Party-Titel, die das Unternehmen seit einigen Jahren erfolgreich für Nintendo entwickelt. Man kann also davon ausgehen, dass die Entwickler ein Händchen für Partyspiele haben, wenn man sich den Erfolg der Mario Party-Spiele einmal genauer ansieht. Nach einem durchwachsenen Fuzion Frenzy, welches seinerzeit für die alte Xbox erschien, hatte Hudson nun genügend Zeit, einen Nachfolger für die Xbox 360 zu entwerfen, um die Nische der Party-Spiele mit einem interessanten und unterhaltsamen Titel zu füllen. Mehr als 40 Minispiele, alleine oder im Team, sollen eine Basis für stundenlangen Partyspaß bieten. So viel zur Theorie. Nun stellt sich natürlich die Frage, inwieweit Theorie und Praxis miteinander harmonieren.
Ist Fuzion Frenzy 2 nur ein müder Aufguss, oder haben sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht, wie der Nachfolger sowohl spielerisch, als auch grafisch mehr her machen kann als noch der Urtitel?Zunächst einmal sei gesagt, dass es sich bei Fuzion Frenzy 2 um eine Minispielesammlung handelt, die teilweise so aus dem Vorgänger hätte stammen können. Viele Elemente, die es damals schon gab, finden sich 2007 in der Next-Gen Ausgabe in abgewandelter Form wieder. Das Rollen in käfigähnlichen Bällen, welches an die guten alten American Gladiator Sendungen erinnert, war auch schon in Teil Eins essenzieller Bestandteil des Titels. Eure Aufgabe ist es, mit eurer Spielfigur in der Kugel, die unterschiedlichsten Aufgaben zu erfüllen. Mal müsst ihr eure Gegner von Plattformen herunter katapultieren.
Ein anderes Mal gilt es Laserstrahlen auszuweichen. Aber auch Gegner wie Lava, Roboter und alle möglichen Formen von fiesen Levelgegnern machen euch das virtuelle Leben schwer. Ab und an wiederholen sich die Inhalte der Minispiele leider, sodass sich bereits Gesehenes schnell als uninteressant herausstellt.
Schnelligkeit, Reaktionsvermögen und das übliche Button Mashing sind dabei das A und O. Der Turniermodus, der von seiner Aufmachung her an eine intergalaktisch-futuristische Gameshow erinnert, ist das Herzstück des Titels. Während des Turniers, reist ihr zu insgesamt sieben Planeten, wo die unterschiedlichsten Aufgaben auf euch warten. Je nachdem, wie erfolgreich ihr wart, erhaltet ihr unterschiedlich viele Punkte. Der Spieler, der am Ende die meisten Punkte erzielt, erhält den Planeten. Der Gewinner wählt dann einen Planeten seiner Wahl aus. Gewonnen hat der Spieler, der eine vorher festgelegte Anzahl an Planeten für sich erobert hat.
Alle vier Spieler erhalten zu Beginn des Spiels Karten, im Spiel können außerdem Extrakarten hinzu gewonnen werden. Vor einem Minispiel können die Karten ausgespielt werden. Manche dienen als Punktmultiplikator, andere ziehen euren Gegnern Punkte ab. Alternativ könnt ihr auch ohne den Turniermodus spielen. Im Minigame Frenzy Modus spielt ihr die Spiele einzeln oder erstellt euch euer eigenes Turnier.
Dies ist vor allem deshalb angenehm, da ihr im eigenen Turnier auf den extrem nervtötenden Moderator verzichten könnt, der im Turnier mit seinen Kommentaren selbst hartgesottene oftmals zur Weißglut treibt.
Wem das noch nicht reicht, der bekommt einen Onlinemodus geboten, der eine 1:1-Umsetzung der Offline-Modi ist. Mit bis zu vier Spielern beharkt ihr euch dabei - sollten es weniger Spieler sein, werden die fehlenden Teilnehmer durch die KI ersetzt.
Wer nun erwartet, dass sich optisch vom Xbox-Vorgänger hin zum Next-Gen Nachfolger einiges getan hat, dürfte schwer enttäuscht sein. Fuzion Frenzy 2 sieht nahezu identisch aus wie der Vorgänger. Scheinbar haben sich die Entwickler gedacht, dass der Spielspaß zuerst, die Grafik zuletzt kommt. An sich ist das durchaus richtig, wenn man letztendlich die Technik nicht vergisst. Und auch der Sound und die englische Sprachausgabe wissen nur ansatzweise zu gefallen. Hier hätten die Entwickler eindeutig mehr machen können und müssen.