Gesamtwertung93%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Ursprünglich als Launchtitel für Microsofts Xbox 360 geplant, dann zweimal verschoben, erscheint nun endlich Tom Clancys: Ghost Recon Advanced Warfighter. Bislang stand die Marke Clancy für Top Titel. Wer erinnert sich nicht gerne an die legendäre Delta Force oder die immer noch aktuelle Splinter Cell-Reihe. Mit der geballten Rechenpower der Redmonder Konsole und einem Spezialistenteam an Bord will Ubisoft nun erstmals zeigen was auf der Xbox 360 grafisch und spielerisch möglich ist. Um euch ein Bild von der Front zu vermitteln, haben wir uns für euch in den Häuserschluchten und über den Dächern von Mexico City stundenlange Feuergefechte geliefert. Und eins lässt sich bereits vorab sagen: Noch nie war man mehr drin statt nur dabei.
Natürlich verfügt der Soldat des 21. Jahrhunderts auch über das nötige Waffenarsenal. Dies besteht bei Ghost Recon: Advanced Warfighter aus nicht weniger als 25 unterschiedlichen Waffen von der Sniperrifle, über Bazookas bis hin zu Spezialgewehren oder MGs. Ein weiterer taktischer Vorteil sind die so genannten Aufklärungsdrohnen, mit denen ihr feindliche Gebiete erforschen könnt. Diese fliegenden Einheiten werden über eine Spezialkarte aus der Vogelperspektive gesteuert. Euch zur Hilfe kommen innerhalb der Missionen unter anderem Blackhawks oder Barkleys. Doch Vorsicht: Wer sie zu stark in die Front hinein manövriert muss mit schnellem Feindkontakt und einem Abschuss rechnen.
Gleiches gilt für euch und eure Teamkameraden. Eine gute Deckung, aus welcher heraus ihr eure Feinde aufs Korn nehmt, ist das A und O. Denn leider sind die meisten eurer Kontrahenten mit Adleraugen gesegnet und entdecken euch über eine Distanz, die schon jenseits von Gut und Böse liegt. Und genau wie eure Kollegen, haben auch sie eine gute KI spendiert bekommen. Wer meint, Ghost Recon mal eben durchspielen zu können womöglich auf schwer - wird schnell eines besseren belehrt. Denn die Häuser- und Straßenkämpfe haben es wirklich in sich.
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Abwechslung wird in der linearen Solokampagne recht viel geboten. Mal säubert ihr ein feindliches Gebiet vom Blackhawk aus, bevor ihr es zu Fuß infiltriert. Ein anderes Mal rettet ihr VIPs oder sprengt Versorgungsgeneratoren in die Luft. Insgesamt erstreckt sich der Singleplayer über zwölf umfangreiche Level, die allerdings allesamt in oder um Mexiko Stadt angesiedelt sind.
Im Multiplayer dürft ihr mit bis zu 16 Spielern im Coop-Modus gegeneinander antreten. Gespielt wird dabei im lokalen Netzwerk, via System Link oder über Xbox Live. Ihr dürft selbst Spiele anlegen, Lobbys beitreten und Ranglistenspiele ausfighten. Als Spielmodi stehen Team-Vernichtung, Team Gebiet, Team-Missionsziel, Solo-Vernichtung, Solo-Gebiet, Kampagne, Koop-Vernichtung, Koop-Gebiet, Koop-Missionsziele und Solo-Missionsziel auf dem Plan. Bei den Vernichtungsmodi ist es das Ziel, alle anderen Spieler zu eliminieren. Die Gebietsmodi geben euch als Ziel vor, einige Zonen auf der Karte einzunehmen. In den Missionsziel-Varianten hingegen heißt es, ein vorab ausgegebenes Ziel auf der Karte einzunehmen.
Überraschenderweise sehen einige Multiplayerkarten noch einen Tick besser aus, als ihre vergleichbaren Solo-Pendants. Leider wurde auf die Physik, die in die Offlinekampagne gesteckt wurde, im Mehrspielermodus nahezu verzichtet. Das schmälert allerdings den Spielspaß kein bisschen.
Damit ihr nicht die Orientierung verliert, arbeiten die Entwickler viel mit Anzeigen und Farben. Rote Quadrate bedeuten Feinde, grüne Verbündete. Auch die Gesundheit eurer Teammitglieder habt ihr zu jeder Zeit im Auge.
Übersichtlicher geht es kaum noch. Angenehm aufgefallen ist uns die Tatsache, dass es innerhalb der Missionen keine Ladezeiten gibt. Lediglich an den Sammelpunkten, an denen eure Gesundheit aufgefrischt und euer Team verstärkt wird, wird kurz geladen. Leider gibt es im Spiel nur wenige Auto-Savepoints, was zur Folge hat, dass ihr so manchen virtuellen Tod sterben werdet. Doch die Motivation die Level zu schaffen, dürfte bei den meisten so groß sein, dass dieser Wermutstropfen leichter zu verkraften ist.
Selbiges können wir auch über den Sound sagen. Besitzer einer Dolby 5.1 Anlage werden vor Freude mit der Zunge schnalzen. Satte Explosionen, basslastige Waffensounds und eine überwiegend gelungene Synchronisation, lassen kaum etwas zu wünschen übrig. In Kombination mit einem HDTV Gerät bekommt Ghost Recon Advanced Warfighter noch ein wenig mehr Feinschliff. Aber auch auf herkömmlichen Röhrenbildschirmen, ist der Titel ein optisches Festmahl. Auch das wirklich als kinoreif zu beschreibende Intro und sämtliche in Ingamegrafik gehaltenen Zwischensequenzen wissen absolut zu gefallen.