Iron Man

Review
Plattform
XBOX 360
Vertrieb
Sega
Entwickler
Sega
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
16
Iron Man [X360 , looki.de]

Gesamtwertung

50%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Ungenügend

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Befriedigend

Iron Man

Unterirdisch mies...

Was um alles in der Welt haben sich die Entwickler nur bei der optischen Gestaltung von Iron Man gedacht? Eine derart unterirdische Umsetzung spottet wirklich jeder Beschreibung. Verglichen mit einigen Referenzen der ersten Xbox-Tage Anno 2002, kann der Titel in etwa in jene Zeit eingeordnet werden. Doch an Iron Man ist - außer den Spiegeleffekten - rein gar nichts der Power der Xbox 360 würdig. Gleiches gilt für die Charaktere und ihre Animationen. Egal ob Freund oder Feind. Iron Man garantiert Monotonie und Stumpfsinn pur.

Wer hustet da in die Blechbüchse?

Das klingt ja, als hätte jemand die Synchronsprecher mitten aus dem Schlaf aufgerissen und sie vor das Mikro gezwungen. Nebenbei sind viele Stimmen einfach zu leise oder klingen als hätten die Sprecher in eine Büchse gehustet. Traurig aber leider wahr. Gleiches gilt dann auch für den Soundtrack, der nicht mal den härstesten Marvel-Comic Fan hinter dem Ofen hervorlocken kann und die peinlich-aufgesetzten Soundeffekte.

Über den Wolken...

Wer auf grafischen Overkill verzichten kann, und zu Hause auch nicht unbedingt eine super Soundanlage stehen hat, könnte bislang noch gerade so ein Auge für Iron Man zudrücken. Doch spätestens in Sachen Steuerung wirft auch der letzte Hardcore-Spieler gefrustet das Pad in die Zimmerecke. Wieso können die Flugeinlagen des Superhelden nicht einfach und eingängig sein, sondern müssen derart unpräzise und kompliziert sein? Auf dem Boden hingegen läuft es dann wieder runder, sodass wenigstens hier die Steuerung glatt geht.

So tief wie eine Regenpfütze...

Spieltiefe? Kann man eigentlich mit einem Wort beschreiben: 'Gähn!' Nicht genug, dass Iron Man mit einer rudimentären und äußerst wirren Story daher komme. Auch die Möglichkeiten, mit seinem Charakter einigermaßen anspruchsvolle und interessante Dinge zu erledigen, tendieren gegen Null. Dass die Kollisionsabfrage auch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, kann man sich bei den ganzen Problemen, die der Titel bietet, schon fast denken. In Sachen Gegner-KI bietet Iron Man so viel Spannung wie die allabendlichen Zugfahrten im Fernsehen.

Flieger grüß mir die Sonne?

Wie schon Kollege Link so schön resümierte: Iron Man ist kein Titel, der den Gehirnschmalz auch nur ansatzweise fordert. Dummes Herumgeballer en Masse und wildes durch die Gegend Fliegen - mehr hat der eiserne Mann eben nicht zu bieten. Gerade wenn es dann ans Fliegen geht, werden jedoch viele Spieler Frust schieben, ob der unpräzisen Steuerung. Dass dann allerdings simple Quick-Time Events eingestreut werden, ist mehr pseudo-Anspruch als alles

Fazit

Nachdem wir bereits den anderen Versionen eine qualitativ minderwertige Umsetzung bescheinigen mussten, kommt nun auch der Iron Man auf Microsofts Konsole angeflogen. Und hier - wie sollte es auch anders sein - bietet sich ein ähnlich trauriges Bild! Bei Iron Man hakt es an jeder Ecke und jedem Ende. Angefangen von der grottigen Grafik, über die C-Movie Synchronsprecher, die völlig vergurkte Flug-Steuerung und die unmotivierten Level geht hier alles schief, was schief gehen kann. Wer für diesen Titel auch nur einen Euro ausgibt, muss entweder masochistisch veranlagt, ein extremer Hardcore-Fan sein oder zu viel Geld haben. Ich empfehle, einen großen Bogen um den Titel zu machen und das Geld besser zu investieren als in eine derartige Lizenz-Gurke.

Iron Man [X360 , looki.de]

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