Gesamtwertung90%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Es war einmal im verwunschenen Reich der Elfen, wo sich Hase und Igel noch gute Nacht sagten und Greenpeace nichts zu meckern hatte. Trollhäuptling Thorn, der stärkste und klügste seines Stammes unterjochte die Trolle und führte sie in den Krieg gegen die Feen. König Solon, gerade auf der traditionellen Suche der Elfenkönige, die in alle Winde zerstreuten Elementarkrieger ins verzauberte Buch, dem Omnikon, zurückzubringen, ahnte von dem Aufstand der Trolle nichts, bis er gerade rechtzeitig von seiner Reise zurückkehrte. Mit der Macht der Krieger unterwarf er den König der Trolle, bannte ihn in Stein und sein Volk ins Exil. Dieser Freudentag hat einen bitteren Beigeschmack - seit diesem Tag war auch der Feenkönig Solon nie wieder gesehen. Die Ältesten spekulieren über den Verbleib des Königs, doch keiner kann sagen, was geschehen war.
Als sich die Kriegszenerie langsam wieder dem gewohnten Alltag ergab und Solons Frau Theena bis zur, vielleicht nie eintretenden Wiederkehr des Königs, die Herrschaft über das Reich der Elfen übernahm, wuchsen Kalus und Kameo, die Töchter des Königs, langsam heran. Eine von beiden würde eines Tages den Thron erklimmen und das Element der Gewalten, also die Macht der Elementarkrieger, für sich beanspruchen können.
Kalus, die dem Recht des Erstgeborenen nach eigentlich der Thron gebührte, war außer sich, als sie sah wie die stets bevorzugte Schwester Prinzessin Kameo der Thron und die die Macht des Elements der Gewalten geschenkt wurde. Aus der Eifersucht Kalus' wuchs Hass, so dass sie drei Mitglieder der Königsfamilie entführte und den Bann über Thorn aufhob, um mit ihm zusammen in den Krieg gegen die Feen zu ziehen.
Kameo wurde ausgesandt, um nach dem schmerzlichen Verlust der Elementarkrieger auszuziehen um sie wieder zu finden und sie im verzauberten Buch, dem Omnikon, zu sammeln, damit sie mächtig genug ist um Thorn wieder einmal unschädlich machen und die entführten Familienmitglieder retten zu können.
Doch haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht das Omnikon kennt das Geheimnis und den Aufenthaltsort der schattigen Gesellen und führt Kameo in ein Portal zur Schattenwelt. Leider gestaltet sich das Ausschalten der Schattenwesen immer gleich: Gegner töten, dessen Gestalt annehmen und Lichtbündel auf den Troll werfen. Der Elementarkrieger kann sich befreien, um dann vom Omnikon absorbiert werden zu können. In einer sehr coolen Animation verwandelt sich der Kobold dann in einen mächtigen Elementarkrieger. Den Elementarkrieger kann man sich jetzt auf eine freie Taste legen und direkt im Kampf einsetzen. Der erste der insgesamt zehn Krieger ist Kampfkraut, der mit schnellen Schlagattacken ein richtiger Haudrauf und eine Wunderwaffe für große Gegnerhorden ist.
Kameo kann sich jederzeit in einen der Elementarkrieger verwandeln. Alle verfügen über spezielle Eigenschaften, die man alle im Verlauf des Spiels benötigt. Nur das perfekte Zusammenspiel der Krieger ermöglicht einen Sieg und das wird dem Spieler direkt am Anfang eingebläut. In Thorns Burg zum Beispiel geht es darum eine Schlucht zu überwinden und dann einen Turm empor zu klettern. Also kombiniert man die Kräfte von General Schaden und Chilla. Der General kann seine Kraft dazu einsetzen, hohe Geschwindigkeiten zu erzielen und so mithilfe von Rampen Abgründe zu überwinden. Im Flug verwandelt sich Kameo in den Eiselementar Chilla, der als einziger Elementar die Fähigkeit hat Eiswände zu erklimmen. Der Wechsel zwischen den Kriegern und ihren Fähigkeiten ist nicht nur sinnvoll und gut gelöst, es macht auch noch ordentlich Spaß, darüber nachzudenken, mit welcher Kombination man in einer bestimmten Situation am besten vorankommt. Falls man dann, unerwarteter Weise, doch nicht weiter weiß, der Zauberer Ortho, Wächter des Omnikons, weiß fast immer Rat. Mithilfe von Elementarfrüchten, die man überall in der Welt findet, kann man die Fähigkeiten und Attribute der Krieger verbessern und neue Tricks erlernen. Damit man nicht zu kurz kommt, findet man auch in beinahe jedem Abschnitt Münzen, die gegen das wertvolle Obst eingetauscht werden können.
Es gibt immer Abenteuer zu bestehen, die man dank der häufigen automatischen Speicherpunkte und den unendlichen Versuchen, recht unbesorgt meistern kann ist die Lebensenergie verbraucht, wiederholt man den Abschnitt einfach so oft, bis man es geschafft hat. Insgesamt findet man sich in Kameo neben dem Königreich in fünf verschiedenen Gefilden wieder. Im Schattenreich, dem Wald, dem Wasserlevel, der Eisregion und Thorns riesiger Burg. Die Level sind sehr groß aber doch übersichtlich gebaut und bieten die optimalen Schauplätze für zahllose Abenteuer. Sollte man einmal keine Lust auf die Hauptgeschichte haben, oder wenn man einfach seinen Vorrat an Elementarfrüchten aufbessern will, bevor man sich wieder ins Getümmel wirft, erledigt man einen der reichlichen Nebenquests, die recht einfach gehalten sind und durch die Bank Spaß machen. Zwischen den Welten reist man durch Portale oder mit seinem Pferd, mit dem es auch ab und zu gilt, Trollhorden niederzutrampeln.
Doch nicht nur optisch kann Kameo überzeugen akustisch bietet das Spiel ebensoviel Next Generation. Soundtrack und Effekte überzeugen mit satten und präzisen Tönen in Dolby Digital, schicker zum Thema passender, orchestraler Hintergrundmusik und einer perfekten Sprachausgabe in Deutsch. Die bissigen Bemerkungen des Omnikon sind immer wieder für einen Lacher gut und wirken nicht lasch vorgelesen, wie man es, vor allem in Konsolenspielen, leider viel zu oft zu hören bekommt.