Gesamtwertung81%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Peitschen-Fans, aufgepasst! Nein, es ist nicht der Test zu SM Manager 2008 (Den sparen wir uns für schlimmere Zeiten auf ) Wer hat die Peitsche immer parat, trägt den Namen seines Hundes und stets eine dieser schicken Lederjacken? Indiana Jones natürlich! Unser aller Lieblingsabenteurer kehrt nach langjähriger Abstinenz endlich wieder auf die heimischen Bildschirme zurück. Dieses Mal allerdings nicht in Fleisch und Blut, sondern in Plastik und Klötzchen. Klingt kindisch, es ist auch irgendwo. Warum LEGO Indiana Jones aber trotzdem zu entzücken weiß? Lest unseren Artikel!
Nenn mich nicht Junior!
Vor nicht allzu langer Zeit brachte Travellers Tales mit LEGO Star Wars ein überraschend spritziges Action-Jumpn Run zur gleichnamigen Saga auf den Markt. Die knuddelige Grafik, gespickt mit einem ausgezeichneten Coop-Modus sowie einer köstlichen Prise Humor sorgte seiner Zeit einige spaßige Abende.
Denselben Weg schlägt auch LEGO Indiana Jones ein.Hier spielt ihr alle großen Abenteuer der ersten drei Filme des legendären Archäologen nach. Das Hauptaugenmerk des Spiels liegt im Lösen kleiner, aber feiner Rätsel. Ihr seid stets mit einem zweiten Charakter in den einzelnen Abschnitten des Spiels unterwegs und könnt zwischen ihnen hin- und herschalten. Wie komme ich durch diese vermaledeite Tür? Wie, in Gottes Namen, soll ich denn bitte über diesen fiesen Abgrund gelangen? Diese Fragen werdet ihr euch häufig stellen. Um der Eintönigkeit zu entgehen, wurden die Rätsel allerdings allesamt clever inszeniert und Langeweile oder gar Frust kommen erst gar nicht auf.
Die Entwickler haben aus den kleineren Fehlern der Star Wars-Saga gelernt. Die Rätsel- und Sprungeinlagen sind niemals zu schwer oder ziehen sich zu sehr. Dies verpasst dem Spiel ein angenehmes Tempo und das ist auch gut so, schließlich gibt es eine ganze Menge Gruften und Grabstätten zu plündern.
Im Laufe des Spiels schaltet ihr insgesamt 60 verschiedene und meist aus den Filmen bekannte Charaktere frei, die allesamt über unterschiedliche Fähigkeiten verfügen. Aufgrund dessen macht es auch Sinn, die Levels teilweise öfter zu spielen, weil ihr an bestimmten Stellen ohne den passenden Charaktere einfach nicht an den ersehnten Schatz, der euch noch fehlt, gelangen könnt. Dafür wechselt ihr, wann ihr wollt, in die Universität. Hier könnt ihr das Level wählen, eure frei geschalteten Boni bewundern und natürlich auch dem Einen oder Anderen Gag nicht entkommen.
Neben der Rätsel gibt es natürlich auch noch Actioneinlagen ohne Gnade, so wie es sich halt für einen Indy gehört. Neben der obligatorischen Klopper- und Schiessereien mir fiesen Nazischergen, die in dem Spiel natürlich lediglich als graue Soldaten dargestellt werden, gibt es die obligatorische Fahrt im Minenwagen, wilde Verfolgungsjagden auf Motorrädern, Auseinandersetzungen mit einigen kniffligen Endgegnern und viel mehr zu erleben.
Wie man es schon von der LEGO Star Wars-Reihe gewohnt ist, wird der Humor auch im Indy-Ableger ganz, ganz groß. Wenn die Plastikköpfe in einem murmelnden Kauderwelsch miteinander kommunizieren, dabei Anspielungen auf Star Wars machen und immer wieder mit Späßen ausholen, mit denen man einfach nicht rechnet, bleibt auch bei Nicht-Indy-Kennern kein Auge trocken. Solltet ihr euch wirklich mal gegeben haben. Die Schenkelklopfer beziehen sich aber nicht nur auf die zahlreichen Zwischensequenzen, sondern auch auf das eigentliche Gameplay. Wenn LEGO-Indy zu einem tödlichen Suplex ausholt und sein Gegner in seine Einzelteile bricht, kann man sich zumindst ein Schmunzeln einfach nicht verkneifen. Wir hätten jedenfalls seiner Zeit nicht gedacht, dass wir mit Plastikklötzchen noch einmal so viel Spaß haben werden.
Im Coop wie immer genial!
Allerdings leidet das Spiel noch an den Krankheiten seiner Vorgänger. So müsst ihr euch ab und an mit nervigen Kameraeinstellungen herumschlagen, die euch bei so mancher Sprungeinlage ins Leere springen lässt. Und auch die KI des zweiten euch begleitenden Charakters lässt noch immer zu wünschen übrig. Zumindest über letzteres Problem braucht ihr euch keine Sorgen mehr zu machen, sobald ein Freund zum zweiten Controller greift. Erst hier entfaltet Lego Indiana Jones sein gesamtes Potenzial und sein süchtig machendes Spielprinzip. Leider wurde auf einen Online-Modus verzichtet. Schade drum, aber mit einem Freund auf der Couch lässt es sich eh besser Lachen, als über das Headset.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
LEGO Indiana Jones im Test.
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