Gesamtwertung86%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
20 lange Jahre ist es her, als das erste Madden den Weg in die Händlerregale antrat. Seither hat sich nicht nur die Serie weiterentwickelt, sondern auch die Technik und die Gesellschaft. Was früher der C64 für fanatisch scheinende Technikfreaks war, ist heute die Xbox 360 für die ganze Familie. Nachdem man im letzten Jahr durchaus davon sprechen durfte, dass der Fortschritt die Madden-Reihe, zumindest oder gerade eben in Sachen Technik, hinter sich gelassen hat, versprachen die Jungs und Mädels von EA Tiburon für dieses Jahr einen Fortschrittssprint, der den besten Runningback alt aussehen lassen soll. Ob dies gelungen ist, erläutern wir in unserem Test.
2009 macht alles Neu?
Zugegebenermaßen überrascht die Introsequenz nicht besonders. Schon aus den Vorjahren waren wir eine imposante Eröffnung gewohnt. Die Frage, die sich uns direkt aufdrängt ist daher diese: Erwarten uns auch in diesem Jahr wieder schöne Videos, aber im eigentlichen Spiel eine Grafik, die dem HD-Zeitalter nicht würdig ist?
Bis wir das erfahren, müssen wir uns allerdings noch einige Momente gedulden. Zunächst einmal versuchen wir mit dem Menü zu Recht zu kommen. Das stellt sich für alle, die den Vorgänger im Regal stehen haben, als keine besondere Herausforderung heraus. Wirklich viel hat sich an den eigentlichen Spielmodi nämlich nicht geändert. Da gibts immer noch die obligatorische Sofort-Spiel-Funktion, den umfangreichen Karrieremodus, den Franchisemodus und so weiter und so fort. Wirkliche Neuerungen sucht man hier vergebens. Zugute halten muss man den Entwicklern jedoch, dass eben gerade die Spielmodi die große Stärke auch der letzten Madden-Spiele waren. Wieso sollte man die also großartig verändern? Ein oder zwei neue Ideen oder sogar einen ganz neuen Modus hätte man dem Spiel jedoch schon spendieren können. So liegen die Veränderungen im spielerischen Bereich also eher im Detail. Und Gott sei Dank sind die zwar nicht weltbewegend, dafür aber fast alle unglaublich passend. So werden sich Neulinge, wie auch Profis über das so genannte Backtracking freuen.
Dieses Feature erlaubt es dem Spieler nämlich jeder Zeit einen vergangenen Spielzug genau zu analysieren. So findet jeder schnell heraus, wo die Stärken und Schwächen einer jeweiligen Taktik liegen, wie sich die einzelnen Spieler intelligenter verhalten und besser bewegen können und welche Gegenstrategie nützlich ist, wenn das gegnerische Team eben jenen Spielzug anklingen lässt. Wie man sich vorstellen kann hilft das Feature gerade den Anfänger dabei, das Spiel an sich schneller zu verstehen, während Profis damit ein hervorragendes Tool zur Perfektionierung der ganzen Spielweise erhalten.
Snake spielt Football?
Ebenso geeignet für Einsteiger ist das virtuelle Training. Das ermöglichst es dem Spieler Spielzüge, Lauftaktiken und überhaupt das Spiel an sich in Ruhe zu trainieren. Dabei erinnert der Aufbau des Ganzen stark an die V-Mission der Metal Gear Reihe.
Mit dem Unterschied, dass in Madden NFL 09 der Ball die Waffe und die Touchdown-Linie das Ziel ist. Nicht ganz so ausgereift kommt hingegen das neue Feature mit dem Namen Madden IQ daher. Eigentlich soll das Programm die Spielzüge und den Erfolg oder Misserfolg des Spielers, sowie dessen eigentliche Spielstärke auswerten und die KI der Gegner danach automatisch anpassen. Damit sollte gewährleistet werden, dass man zu jeder Zeit herausfordernde Partien spielen kann.
Wie schon angeklungen ist, gelingt das bisher aber nur selten. Manchmal scheint das Feature gar nicht zu funktionieren, ein andermal tritt man plötzlich gegen viel zu leicht oder schwer wirkende Mannschaften an, unabhängig im Übrigen von deren Stärke. Ein guter Einfall ist dies alle Mal, stört aber durch seine Unfertigkeit den Spielfluss immer mal. Wenn man das Feature jedoch perfektionieren könnte, dürfte es schon bald die Schwierigkeitsgrade ablösen und das Sportspiel an sich noch langlebiger machen.
Für all diejenigen, die mit der künstlichen Intelligenz so wie so nichts anfangen können und das Rasenschach lieber gegen menschliche Spieler genießen, haben die Entwickler auch einige am Onlinemodus getan. So laufen die virtuellen Partien jetzt noch flüssiger, selten stockt das Spiel. Die obligatorischen Modi, wie Ranglistenspiele, sind gegeben und sorgen für viel Spaß.
Insgesamt hätte man jedoch gerade in Sachen Statistiken einiges mehr bieten können. Hier hat sich leider wenig getan. Genauso sieht es mit ausgefallenen oder neuen Modi aus. Wie im Singleplayer setzt man hier auf Altbewährtes, was um Himmels willen nicht schlimm, aber eben auch nicht besonders innovativ ist. Den größten Sprung und damit kommen wir zur Eingangsfrage, hat Madden NFL 09 wahrlich auf der technischen Seite gemacht.
Konnte die Vorgänger-Version nur im Ansatz der HD-Generation gerecht werden, bietet uns der neuste Teil der Reihe ein Fest für die Augen. Das Gras wirkt so fotorealistisch, wie die Spieler. Deren Wiedererkennungswert ist im Übrigen enorm. Die Stadien erinnern nicht nur an ihre Vorbilder, sondern sprühen nur so vor Atmosphäre. Das Ganze wird durch schick animierte Zuschauer getragen.
Sehr realistisch wirkende Wettereffekte und deren Auswirkungen auf das Spiel, die Spieler und den Rasen regen zum Staunen an, die Bewegungsabläufe sind schon fast zu perfekt. Da können auch kleinere Detailfehler, wie hier und da eine verwaschene Textur, ein oder zwei Clippingfehler und ein wenig Kantenflimmern die starke Verbesserung der grafischen Seite nicht verschleiern. Hier wird zum ersten Mal Football der nächsten Generation gespielt!
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Madden NFL 09 im Test.
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