Gesamtwertung61%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Glänzt wie das geputzte Parkett!
Optisch kann NBA Ballers: Chosen One größtenteils überzeugen: Vor allem hinsichtlich der lizensierten Spieler gilt Verwechslungsgefahr. Da darf auch unser Vorzeigedeutscher Dirk Nowitzki nicht fehlen, dessen Spielependant ihm verdammt ähnlich sieht. Recht abwechslungsreich sind auch die verschiedenen Umgebungen - z. B. Schwimmhalle, freier Himmel, nächtliche urbane Locations - geraten. Gerade da schmerzt es, dass das - abwechslungsarme - Publikum an sich zwar nicht übel aussieht, jedoch nur wenige Animationen parat hat. An selbigen mangelt es den Spielern jedoch nicht. Die optische Präsentation ist dabei stets stimmig und cool in Szene gesetzt.
Und es hat 'Bumm' gemacht...
Die hippen und raplastigen Musikstücke mögen zur Sportart Basketball passen - uns waren sie mit der Zeit jedoch etwas monoton. Eigentlich verwunderlich, stammen sie doch allesamt von Public Enemy-Mitglied Chuck D, der uns hiermit aber keine wahre Glanzleistung präsentiert. Sprüche oder ähnliches gibt es zudem eher selten, vielmehr werden annähernd die einzigen Stimmen, die Ihr im Verlaufe des Spiels zu hören bekommt, die von Chuck D und seinen Interview-Partnern im Story-Mode sein. Freilich wurde das Ganze nicht übersetzt, oder mit deutschen Untertiteln geadelt. Immerhin können die Soundeffekte überzeugen - gerade an den Körben kracht es mitunter heftig.
Für die Anfänger unter Euch...
NBA Ballers: Chosen One setzt eher wenige, unterschiedliche Befehle voraus, die im Endeffekt in eine unkomplizierte Steuerung münden. Hier liegt es dann am Spieler: Will er selbst volle Kontrolle übernehmen? Dann ist Chosen One definitiv das falsche Spiel, vor allem für Profis. Vielmehr genießen Anfänger einen alles andere als komplexen Einstieg in die zu steuernde Basketball-Welt. Weiteres Manko: Die Spieler bewegen sich eher träge über das Feld, auch bei vollem Power-Balken.
Abgemagert und ausgemengelt...
Der eigentliche Knackpunkt von NBA Ballers: Chosen One ist der nicht unbedingt begeisternde Umfang - mag der Story-Mode diesbezüglich noch herausstechen, juckt es uns aber bei den schwachen und teils ähnelnden Einzelmodi - 1v1, 2v2, 1v1v1, Shoot out, Practice und 3 Pt. Challenge - unter den Fingern. Story-Mode ist sowieso der falsche Ausdruck für eine bloße Aneinanderreihung an heruntergespült wirkenden Herausforderungen, die am Anfang des hier als 'Episode' betitelten Karrierefragments jeweils durch eine längere, aber eher unspektakuläre Studiosequenz mit Chuck D als Moderator und unterschiedllichen Interview-Partnern aufgelockert wird. Weiterer Kritikpunkt: Das Verhalten der eigenen KI im Zusammenspiel. Die spielt nämlich nur selten ab, fabriziert manchmal aber Fehler, die durch einen Pass hätten vermieden werden können. Besser sieht es da schon bei den 'Custom Players' aus: Auf Wunsch bastelt Ihr Euch unter anderem für den Story-Mode aus einem recht umfangreichen Sortiment einen Charakter nach Wunsch mit freispielbaren Klamotten und Accessoires - nebenbei legt Ihr fest, welche Spezialmanöver Euer Charakter drauf hat. Schade: Werteverbesserungen dürft Ihr nicht selbst festlegen, Chosen One weist im Story-Mode automatisch Punkte zu. Apropos Spezialmanöver: Die coolen, aber unrealistischen Moves werden im Spiel in Form von kleinen Filmchen präsentiert.
Keine große Hürde...
Nicht nur in punkto Steuerung orientiert sich der Titel eher an Anfänger, als an Fortgeschrittene oder echte Profis. Auch die Matches an sich sind recht leicht zu meistern, manchmal zu leicht. So ist es nicht allzu schwer, der gegnerischen KI, die an sich gut agiert und geschickt Täuschungs- und Dunkingmanöver einsetzt, den Ball abzuluchsen oder deren Spielzüge zu unterbrechen.
Eine herbe Enttäuschung...
Um es gleich vorwegzunehmen: Wer ausschließlich an einer Konsole mit anderen Spielern Körbe um die Wette werfen will, macht mit Chosen One eher wenig falsch. Maximal vier Spieler tummeln dabei in den bekannten Modi über das Feld. Dicker Wermutstropfen jedoch für reine Online-Zocker: Hier geht es nur in VS-Modi zur Sache. Ligen oder echte Events? Fehlanzeige! Die Haltbarkeitsdauer tendiert dadurch zunehmend gen Null.
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NBA Ballers: Chosen One im Test.
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