Gesamtwertung85 %/10 |
Grafik8 Sound9 |
Lanzeitspaß8 Spieleinstieg7 |
Bedienung8 |
Das haben 2K Sports und Electronic Arts ja gut hinbekommen. Schickte man sich nämlich vergangene Woche beim Elektronikhändler seines Vertrauens an das alljährliche Basketballspiel zu kaufen, musste man verdutzt feststellen, dass wortwörtlich über Nacht zwei Ableger des Genres ihren Weg ins Regal gefunden haben. Was tun? Die einzelnen Backcovers vergleichen? Eine Münze werfen? Oder wieder nach Hause fahren und sich erst den Looki-Test durchlesen? Alle, die sich für letzteres entschieden hatten, haben sich sicherlich schon das Review zu NBA 2k10 angesehen und daraufhin vielleicht sogar bereits ihre Kaufentscheidung gefällt.
Für alle anderen gibt es jetzt auch noch den fälligen Test zum Konkurrenten von EA. Wenn man sich momentan in der Kritiker-Landschaft umsieht, bemerkt man schnell, dass der Titel von 2K Sports der Günstling der Stunde ist. Viele Verbesserungen brachte das Spiel in diesem Jahr mit sich, darunter ein noch realistischeres Feeling und neue, reizende Modi. Überall ist vom unterlegenen NBA Live 10 die Rede. Nur wenige Publikationen erheben das Spiel auf den Genrethron. Eines aber haben fast alle der Reviews gemeinsam. Sie schlagen sich auf eine klare Seite. Nicht zuletzt aus diesem Grund wollen wir bei den nüchternen Fakten bleiben und euch zeigen, warum sich die Titel letztlich gar nicht so viel nehmen.
Bevor man zu den positiven Punkten des diesjährigen EA-Basketballspektakels Stellung beziehen kann, muss man zunächst einmal Kritik üben. Kaum einen wird sich die Entscheidung, den beliebten Be a Pro-Modus in diesem Jahr gänzlich aus dem Spiel zu entfernen, erschließen. Nicht zuletzt gibt man dem Konkurrenten von 2K Sports dadurch ein weiteres Argument in die Hand. Denn NBA 2k10 bietet erstmals einen solchen Modus, bei dem man mit seinem eigens kreierten Newcomer die NBA so richtig aufmischen darf. Ein klarer Pluspunkt. Ansonsten aber nehmen sich die beiden Spiele in Sachen Modi nicht wirklich viel. Kleinere Neuerungen, die teilweise durchschlagskräftig daherkommen, wissen beide aufzufahren. Im Falle von NBA Live 10 sei hier der Adidas Live Run-Modus genannt, der es euch ermöglicht, online mit und gegen bis zu neun andere Spieler etwa auf einem asphaltierten Court zu zocken. Dabei können sowohl eigene Spieler, wie auch die NBA Profis zum Einsatz kommen.
Ansonsten bietet der Multiplayer-Modus vor allem online anständige Kost. Die normalen Ranglistenspiele werden durch das große Lizenzangebot aufgelockert und die DNA - zu deutsch Dynamische Saison - versorgt euch mit allen aktuellen Daten der realen NBA, die dann zu den jeweiligen Statistikänderungen der Spieler und der Mannschaften führen. Natürlich sorgt dieses Feature für einiges an Motivation. Denn wer immer fleißig online ist, wird mit allerlei sinnvollen und unsinnigen Statistiken versorgt. So ändern sich die Werte eurer Spieler ständig, in einer Woche spielt Nowitzki das Spiel seines Lebens, in der nächsten weiß er nicht mal, wo der Korb steht. All das basiert dann auf dem wahren Abschneiden des jeweiligen Spielers. Hat er eine schlechte Phase oder ist verletzt, könnt ihr ihn auch im Spiel vergessen, brilliert er hingegen, wird er euch schnell auch virtuell ans Herz wachsen. Das Ganze führt sogar so weit, dass einzelne Mannschaftsteile, wie etwa die Offense, ihre Verhaltensweisen in Sachen Taktik und Spiel ändern. Natürlich immer nur, wenn sie das gerade auch in der richtigen NBA tun.
Auch was das Singleplayer-Dasein angeht, muss ein NBA Live 10-Besitzer kaum auf luxuriöse Unterhaltung verzichten. Bis auf den fehlenden Be a Pro-Modus ist alles vertreten, was auch NBA 2k10 zu bieten hat. So darf man sich im "Schnellen Spiel", in den "Playoffs", in der "Saison" und im "Dynasty"-Modus austoben.
Letzterer setzt euch auf die Trainerbank und ins Managerbüro einer von euch ausgewählten Mannschaft und stellt euch vor die teils schwierige Aufgabe, aus einem Sauhaufen einen NBA-Sieger zu basteln. Dabei habt ihr allerlei tiefgreifende Möglichkeiten, was Transfers, Taktik und Spielerumgang angeht. Neu hingegen ist, dass euch Electronic Arts mit der FIBA-WM gleich einen ganzen Weltmeisterschafts-Modus spendiert, den ihr dann mit den jeweiligen Nationalmannschaften, die natürlich auch alle bis auf den letzten Spieler lizenziert sind, spielen dürft. Ein Extra, das NBA 2k10 nicht zu bieten hat.
Ein Patt gibt es dann wieder in Sachen Präsentation zu verzeichnen. Beide Spiele sehen einfach hervorragend aus, auch wenn NBA Live 10 ob des immer noch leichten Plastik-Looks etwas ins Hintertreffen gerät. Dafür machen die Zuschauer dieses Jahr richtig Betrieb, verhalten sich realistisch und peitschen euch nicht nur in entscheidenden Momenten so richtig an. Auch die Spieler reagieren dynamisch auf das Spielgeschehen, so dass eine echte NBA-Atmosphäre aufzukommen vermag. Zusammen mit den hervorragenden Kommentatoren bietet also auch NBA Live 10 eine sehr gute technische Seite, die nur ab und an durch ein paar kleine Clipping-Fehler gestört wird. Punkten kann der Titel ebenfalls da, wo es drauf ankommt: beim Gameplay. Das wirkt nicht nur viel flüssiger, sondern auch ein ganzes Stück realistischer, als letztes Jahr. Dieser Umstand ist vor allem der stark verbesserten KI geschuldet. Sowohl die Gegner, wie auch die eigenen Spieler, stellen sich jetzt deutlich cleverer an. Vor allem die eigenen Recken beeindrucken durch das Verständnis eingegebene Befehle gekonnt auszuführen. Erleichtert wird die Eingabe durch das Buttonlayout, das euch erlaubt, vier eindeutige Spielzüge auf die Schultertasten zu legen.
Einmal aktiviert, richten sich die Spieler dann auch danach, blocken gute Spieler weg, stellen eigene Starspieler frei und so weiter. Das macht schon Spaß. Ebenso kommen Pässe jetzt präziser und müssen im Umkehrschluss besser gespielt werden. Gegner wie Mitspieler laufen sich besser frei, stellen Passwege zu und stören, wo sie nur können. Ebenfalls löblich ist der Einsatz, den die Mitspieler, aber auch die Gegner, an den Tag legen. Da wird nach jedem Ball gehechtet und jede Möglichkeit zum Steal und Block genutzt.
Man selbst fühlt sich dabei aber vor allem anfangs immer mal verloren, weil die Steuerung nicht immer die beste Figur macht. Man verhaspelt sich zu Beginn einfach zu oft, wodurch Frustmomente gerade bei Einsteigern garantiert sind. Hat man sich aber erst einmal an die komplexe Steuerung und den schnellen Spielablauf gewöhnt, folgen die Glücksmomente und man beginnt dem Spiel das abzugewinnen, was es wirklich zu bieten hat. Eine durch und durch gut simulierte Basketballerfahrung samt hohem Spielspaßfaktor. Da stören dann auch die teilweise schwachen Schiris nicht, die manchmal wirklich blind zu sein scheinen, nicht wirklich.
Auch für die Xbox 360-Version gilt: NBA Live 10 bietet sehr gute Genrekost, von den motivierenden Spielmodi, über das dynamischere und realistischere, aber auch forderndere Gameplay bis hin zur starken Präsentation liefert EA Sports ein durch und durch unterhaltsames Produkt ab, das den Vergleich mit dem direkten Konkurrenten NBA 2k10 nur knapp, ob des fehlenden Be a Pro-Modus und der Tatsache, dass sich der 2K Sports-Titel noch etwas eingängiger und spannender spielt, verliert. Nichtsdestotrotz können Fans der Serie genauso gut zum diesjährigen Live-Ableger greifen und auch Spieler, die mit der deutschen Nationalmannschaft Titelträumen nachjagen wollen, sollten ihre Kaufentscheidung zugunsten des EA Produkts fällen. Ansonsten fällt die Wahl auch nach den beiden Tests schwer und ist eine Typfrage. Wer das realistischere, simulationslastigere Basketball-Spiel sucht, greift zu NBA 2k10. Spieler, die einem ausgewogenem Allrounder, der sowohl Simulations-, wie auch Arcadeprinzipien vereint, die Befriedigung ihrer virtuellen Basketballträume anvertrauen wollen, geben ihr Geld für NBA Live 10 aus.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
NBA Live 10 im Test.
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