Gesamtwertung68%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungAusreichend |
Wenn man Electronic Arts eines nicht vorwerfen kann, dann ist es, dass sie ihre Fans im Regen stehen lassen würden. Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk, bringen sie in jedem Jahr aufs Neue ihre verschiedenen Sporttitel auf den Markt. Neben Golf, Fußball, Eishockey oder dem hierzulande noch jüngeren American Football, finden auch Fans des Korbsports ihren Titel. Mit NBA Live 06 gibt es nun erstmals für Microsofts Next-Gen Konsole ein Basketballspiel. Also haben wir unsere Schuhe geschnürt und zahlreiche spektakuläre Matches gespielt, um euch einen Eindruck von der Xbox 360 Premiere zu liefern.Ist neu gleich besser?Diese Frage sollte man sich als Besitzer einer Next-Gen Konsole sicherlich stellen. Zunächst einmal fällt nach dem Einlegen des Silberlings angenehm auf, dass ihr während der doch recht langen Ladezeiten einige Korbleger und Spielzüge ausprobieren könnt. Denn bei Electronic Arts ist die Zeit der statischen Ladebildschirme auf der Xbox 360 endgültig zu Ende gegangen. Danach geht es ab aufs Spielfeld beziehungsweise alternativ in die Menü-Übersicht. Doch Halt! Wo ist denn der eigentlich den größten Spielspaß ausmachende Dynasty Modus geblieben? So sehr man auch sucht: Er ist einfach sang und klanglos entfernt worden. Stattdessen gähnt sich der Spieler durch einen Ein-Jahres Saisonmodus. Eine bittere Pille im Vergleich zum Xbox-Vorgänger. Gleiches gilt für das Allstar-Weekend. Immerhin könntet ihr erstmals online antreten, wenn diverse Lags den Spielspaß nicht trüben würden. Hierzu später mehr. Zäh wie LederWas tut man als Tester, wenn man sich mit einem eigentlich temporeichen Spiel befasst, irgendwie jedoch das Gefühl nicht los wird, die Steuerung und daraus resultierende Spielzüge gehen von der Hand wie Honig vom Löffel? Man vergräbt seinen Kopf zwischen den Händen und wendet sich vom Bildschirm ab. Was EA uns in Sachen Spielbarkeit bietet, gleicht einem Tal der Tränen. Zwar gelingen Passspiele und Dunks recht ordentlich, doch kommen die Stars nicht wirklich aus dem Quark. Die einzige einigermaßen akzeptable Lösung gegen diese Trägheit ist die Spielgeschwindigkeit auf Maximum zu stellen. Dann habt ihr annähernd ein funktionierendes Tempogefühl im Passspiel. Die KI eurer Mitspieler entspricht ebenfalls nicht den technischen Möglichkeiten, welche man an eine Next-Gen Konsole stellen darf. Sie schwankt zwischen großartig und grottenschlecht. Je nachdem, wie gerade die Laune der Programmierer ausgefallen ist. Ein zusätzliches Manko stellen die Kameraeinstellungen da, von denen keine wirklich überzeugen kann. Eine weitere Änderung zum Vorgänger bringt die Veränderung des Xbox 360 Controllers mit sich. Da der schwarze Button nun verschwunden ist, müsst ihr euch auf den linken Bumper für direkte Pässe einstellen. Der rechte Bumper wurde für die so genannten Alley Oops reserviert. Diese stellen actionreiche hohe Luftsprünge am Korb selbst dar und kommen wenn richtig ausgeführt äußerst spektakulär daher. Ja wer bist du denn nun?Eine nette Beigabe des Vorgängers war die Kennzeichnung der einzelnen Spieler in sechs unterschiedliche Leistungsklassen. So konntet ihr rasch erkennen, welche Stärken ein Center oder Playmaker besitzt. Nicht nur, dass durch das Fehlen dieser Markierung im 2006er Teil die Übersicht so verloren geht; auch ist das manuelle Anwählen des jeweils besten Spielers effektiv nicht mehr möglich. Kontextsensitiv heißt hier einmal mehr das leidige Stichwort. EA mit dicker PoliturDass Electronic Arts bekannt für optisches Brimborium bekannt ist, versuchen die Entwickler auch bei NBA Live 06 wieder einmal ganz dick aufzutragen. Gerade bei den Gesichtern der Spieler und Minidetails wie Schweißtropfen auf deren Körpern, lassen sie ordentlich raushängen, was sie können. Doch Freudenschreie werden noch im gleichen Moment im Keime erstickt. Denn Ruckelorgien dieser Kategorie hat man selten zuvor gesehen. Woran es liegt, wissen wohl nur die Verantwortlichen selbst. Auch online sieht die Basketballwelt keinen Deut besser aus. Ruckelorgien im Sekundentakt vermiesen selbst hart gesottenen NBA-Fans jedweden Spielspaß. Electronic Arts hat es jedoch erstmals geschafft, auch während des stärksten Zoomens innerhalb der Zwischensequenzen alle Ruckler zu entfernen. Schöner wäre es wohl anders herum gewesen. Wettmachen können diese Unzulänglichkeiten wenn überhaupt nur die zum Teil sehr gut umgesetzte Soundkulisse samt endlich mal besser animierter polygoner Zuschauer, sowie ein gutes Kommentatorengespann. Der Soundtrack kommt mit fetten RnB Tracks wie gewohnt daher und unterstützt die Hallenatmosphäre enorm. Auch das Publikum, welches seine Mannschaft frenetisch anfeuert, oder auch mal ausbuht, wirkt authentisch. Wer nun denkt: Ok, das kann man noch alles verschmerzen, wird durch einige andere Fehler der Spielprogrammierung frustriert das Gamepad aus den Händen legen. Warum um alles in der Welt gibt es zwischen Brett und Ball diverse Schwierigkeiten in der Kollisionsabfrage? Diesen dicken Schnitzer kann man gerade im Basketball nicht verzeihen. Apropos Blödsinn: Was bei NBA Live 05 noch als interessantes Gimmick galt Thema Freiwurf wird nun ad absurdum getrieben. Während ihr vergangenes Jahr durch geschicktes zweimaliges Drücken eine Linie zum richtigen Zeitpunkt erwischt, führt ihr nun den Analogstick in vertikale Richtung. Nervig und fast überflüssig.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
NBA Live 2006 im Test.
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