Gesamtwertung78 %/10 |
Grafik8 Sound8 |
Lanzeitspaß7 Spieleinstieg7 |
BedienungUngenügend |
Grafisch hinterlässt Ninja Blade insgesamt einen guten Eindruck. Die Action auf dem Schirm wird von satten Licht- und Explosionseffekten unterlegt, die Texturen sind meist schön knackig und das Design der Figuren und Bossgegner durchweg gelungen. Lediglich einige Slowdowns, vereinzeltes Tearing und die recht abwechslungsarmen Szenarien trüben das ansonsten positive Gesamtbild.
Bis auf die eher durchschnittliche Sprachausgabe bietet Ninja Blade eine klasse Sounduntermalung. Das fängt bei den satten Soundeffekten an und hört bei der passenden Musik auf.
Die Steuerung geht prinzipiell gut von der Hand, sodass es keine Probleme beim munteren Monster-Hacken gibt. Das Lock-On-Feature entpuppt sich aber im Eifer des Gefechts als recht nutzlos. Bei den Plattformeinlagen hat man dagegen schon öfter mal mit der störrischen Kamera sowie der ungenau Steuerung des Protagonisten zu kämpfen. Wirklicher Frust kommt hier allerdings nicht auf.
Ninja Blade bieten einen guten Mix bereits bekannter Gameplay-Mechaniken aus anderen Spielen. Die Metzeleien kennt man beispielsweise aus Devil May Cry oder Ninja Gaiden, die Quicktime-Events aus God of War und den Wurfstern mit verschiedenen elementaren Eigenschaften aus Dark Sector. Insgesamt macht die Konkurrenz ihre Sache dabei aber weitestgehend besser. So werden die Schwertkämpfe beispielsweise durch verschiedene Schwerter und neu erlernbare Angriffe zwar ein wenig aufgepeppt, können aber letzten Endes nicht mit der Konkurrenz mithalten. Durch seinen enorm hohen Actionanteil zieht Euch Ninja Blade dennoch in seinen Bann.
Ninja Blade unterstützt Euch von Anfang an mit Hilfestellungen zur Steuerung und erklärt Euch jede der möglichen Bewegungen und Angriffe. Nur selten steckt man anfangs kurzzeitig fest, weil nicht völlig klar ist, was als nächstes zu tun ist. Ansonsten dürften Anfänger durch die simple Steuerung kein Problem haben, auch die nächste Welle schleimiger Biester aus dem Weg zu räumen. Ein Stolperstein bietet allerdings das Speichersystem, welches Euch nur nach einem abgeschlossenen Abschnitt speichern lässt, was schon mal bis zu einer Stunde dauern kann.
Ninja Blade lässt dem Spieler keine Zeit zum Verschnaufen. Die Action ist derart genial überdreht, es ist geradezu eine Wonne, Ken bei seinen akrobatischen Wahnsinnseinlagen zuzusehen. Und dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack - Ninja Blade bietet nämlich nur Actionkost von der Stange. Metzeleien ohne wirkliche Innovationen, viel zu leichte Plattformpassagen und eine fast schon Überhand nehmende Anzahl an Quicktime-Events. Auch die Story ist recht fad in Szene gesetzt worden und stachelt den Spieler zu keiner Zeit wirklich an, was vor allem an dem Protagonisten liegt. Ken - ein austauschbarer Held, dessen Vorbild wohl eine sinnlose Actionfigur aus der Kramkiste des nächsten Urbans um die Ecke gewesen sein muss. Angesichts der großartigen Inszenierung nimmt man diese offensichtliche Schwächen allerdings gerne in Kauf und erfreut sich an den unverschämt monströsen End- und Zwischengegnern, die dem Spieler nicht nur einmal den Atem stocken lassen. Und trotz dieser nicht enden wollenden Achterbahnfahrt bietet Ninja Blade Euch gute zehn Stunden Spielzeit, ohne dabei unnötig in die Länge gezogen zu werden. Wer also mal wieder eine leicht verdauliche Actionkost sucht, sollte durchaus mal einen Blick riskieren.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
Ninja Blade im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von From Software?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.