Gesamtwertung75%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Gute Versoftungen diverser Hollywood-Filme sind eher spärlich gesät. Einer der wenigen wirklich herausragenden Titel, der zum Start der Xbox 360 auf den Markt kam, war zweifelsohne Peter Jacksons: King Kong. Diesen Trend möchte nun der dritte Teil der Piraten-Saga Pirates of the Carribean Am Ende der Welt folgen, der nun pünktlich zum Filmstart erschienen ist. Wir haben uns die neuen Abenteuer rund um Captain Jack Sparrow und seinen Freunden im Kampf gegen Davy Jones und die Warlords einmal näher angesehen und erklären euch, warum die Xbox 360-Version gegenüber der PC-Fassung eindeutig die Nase vorn hat.
Drei, zwei, eins wie denn nun?
Wer glaubt, das Spiel befasse sich ausschließlich mit dem gerade angelaufenen dritten Teil, irrt gewaltig. Vielmehr wurden lose die Inhalte aus Film Zwei und Film Drei miteinander verwoben, was es vor allem für Neulinge kompliziert gestaltet. Kenner der beiden ersten Filme werden sich sofort heimisch fühlen. Nahezu jede Figur aus Fluch der Karibik 2 und aus dem dritten Teil, findet sich im Spiel wieder. So gibt es ein Wiedersehen mit Stiefelriemen Bill Turner, Kapitän Barbossa, der mysteriösen Calypso, dem Oberschurken Davy Jones und vielen anderen mehr.
Die meiste Zeit jedoch verbringt ihr in der Rolle von Captain Jack Sparrow, dem wohl witzigsten und tuntigsten Piraten aller Zeiten und seinem Mitstreiter Will Turner. Dazu gesellt sich die schöne und tapfere Elizabeth Swann. Auf eurer Reise im Kampf gegen Davy Jones und die Besatzung des Flying Dutchman. An dieser Stelle soll weiter nicht auf den Inhalt eingegangen werden, um die Spannung für diejenigen aufrecht zu erhalten, die sich den neuen Film oder die Trilogie als Ganzes ansehen möchten.
Bevor es also in die neuen alten Abenteuer geht, werdet ihr vom Programm durch ein umfassendes Tutorial geführt. Hier lernt ihr, wie ihr euer Alter Ego steuert. Einen Großteil des Spiels seid ihr mit Schwertkämpfen beschäftigt.
Um diese gegen die meist in Gruppen angreifenden Gegner zu bewältigen, setzt ihr neben den Hoch- und Tiefschlägen auch Tritte, Stöße und Combos ein. Nach mehreren geschickten Kombinationen, füllt sich eine Leiste am oberen Bildschirmrand. Diese ermöglicht euch, nachdem ihr die linke Schultertaste gedrückt habt, einen Finishing-Move auszuführen, der besonders wirkungsvoll ist.
Manche Gegner lassen sich ausschließlich durch derartige Moves besiegen. Derartige Quick-Time Events, bei der es vorgegebene Buttons zu drücken gilt, haben die Entwickler wohl aus Titeln wie God of War und Fahrenheit abgeschaut. Neben eurem Säbel stehen euch Wurfmesser, Pistolen, Granaten, Flaschen und Eisenstangen zur Verfügung. An diversen Orten innerhalb der Levels findet ihr Herzen, mit denen ihr eure Lebensenergie wieder auffrischen könnt. Diese finden sich des Öfteren auch in Truhen wieder. Darüber hinaus sammelt ihr Perücken, Kartenteile, Schrumpfköpfe und andere Utensilien auf, die euch Punkte bringen oder, wie im Fall der Schrumpfköpfe, besondere Truhen öffnen.
Im Gegensatz zur PC-Version, müsst ihr bei der Xbox 360-Fassung auch Springen und Rennen. Diese Jump &Run-Einlagen sind meistens recht einfach zu bewältigen, da euch das Programm vorgibt, wo ihr welche Aktionen ausführen könnt und welche Buttons zu drücken sind. Ähnliches kennen wir aus Tomb Raider und Prince of Persia. Doch auch hier gilt: Besser gut abgeschaut, als schlecht neu umgesetzt. Ein Manko hingegen ist die Kameraführung im Balance-Modus. Während der Kämpfe könnt ihr die Kamera frei um die Charaktere rotieren. Doch an manchen Stellen und vor allem in den Balance-Akten ist die Kamera nicht justierbar, wodurch ihr euch erst einmal mit einem beherzten Druck auf die rechte Schultertaste retten müsst. Vor allem in Situationen, in denen es um zeitlich begrenzte Aktionen geht, ist dies hinderlich.
Schwierig wird euer Unterfangen auch dann, wenn ihr darauf achten müsst, dass keiner der Figuren das Zeitliche segnet.
Bei unseren Expeditionen durch Port Royal mussten wir uns durch das Fort kämpfen und permanent zwischen Jack und Will wechseln. Tut man dies nicht, kann man mit nahezu 100 prozentiger Sicherheit davon auszugehen, ein schnelles Game Over zu erblicken. Denn leider ist sowohl die KI eurer Mitstreiter, als auch die eurer Widersacher selten als gelungen zu bezeichnen. Lediglich die Warlords und Zwischengegner haben ein wenig mehr Intelligenz spendiert bekommen.
Hier mach ich Urlaub!
Weit besser ist dagegen die Optik von Pirates of the Caribbean Am Ende der Welt gelungen. Sämtliche Charaktere sehen ihren filmischen Vorbildern fast schon zum verwechseln ähnlich. Besonders gelungen ist Protagonist Jack Sparrow alias Jonny Depp von dem nicht nur die unnachahmliche Mimik, sondern auch die Gestik perfekt eingefangen wurde. Aber auch die einzelnen Settings können überzeugen. Egal ob das tropische Eiland Tortuga Bay, die malerische Küstenstadt Port Royal, der Fliegende Holländer oder die Kerkerräume alles wirkt wie aus einem Guss. Hier hat die Xbox 360-Fassung absolut die Nase vorn. Vor allem auf einem HD-Fernseher kommen die knackigen Texturen und die phänomenale Weitsicht noch einmal so schön rüber. Und auch der Sound von Altmeister Hans Zimmer, der unter anderem für den legendären Sandalen-Film Gladiator, Der Prinz von Ägypten, König der Löwen und auch Pearl Harbor verantwortlich zeichnet, kann absolut begeistern. Um die Atmosphäre der Filmvorlage auch auf den heimischen Bildschirm zu übertragen, wurden motivierte Sprecher vor das Mikro geholt. Leider sind es nicht die Originalstimmen. Dies hätte dem Spiel noch mehr Flair verliehen.