Rainbow Six: Vegas

Review
Plattform
XBOX 360
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Erscheinungsdatum
-
Genre
Shooter
USK
18
Rainbow Six: Vegas [X360 , looki.de]

Gesamtwertung

90%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Sehr gut

Lanzeitspaß

Sehr gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Sehr gut

Rainbow Six: Vegas

Tom Clancy. Ein Name, der für Action, Taktik und Adrenalinstöße der Extraklasse steht. Der Mann, der hinter Splinter Cell, Delta Force oder auch Rainbow Six steckt, beweist nicht nur seit Jahren, dass er packende Romane zu schreiben vermag. Auch für etliche Computer- und Videospiele stand er bereits Pate. Zum ersten Wiegenfest der Xbox 360 beschert Ubisoft nun in Zusammenarbeit mit Tom Clancy einen neuen Splinter Cell Titel und Rainbow Six: Vegas. Nachdem Lockdown weniger Fans als die Vorgänger für sich verbuchen konnte, versucht Ubisoft Montreal es nun mit der surrealen Glitzerwelt der Spielerstadt Las Vegas. Wir haben uns zusammen mit den Rainbow Elitekämpfern auf die Reise in die Mojave-Wüste begeben und berichten nun ausführlich vom ersten großen Rainbow Six Spektakel, welches für den Titel Next-Gen Spiel, dank zahlreicher Vorschusslorbeeren, nun Rechenschaft ablegen muss. Ob dies gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Im Gegensatz zu den vorherigen Rainbow Six Titeln, ist Vegas nicht einfach ein mehr oder minder lieblos zusammengeschusterter Titel, dem es an Story und Tiefgang fehlt. Vielmehr gibt es eine komplexe und dramatisch erzählte Geschichte, die mit zahlreichen Wendungen überzeugen kann. Außerdem haben die Entwickler von Ubisoft Montreal die Charaktere ausgetauscht. Der neue Mann, zugleich euer Alter Ego, hört auf den Namen Logan Keller. Ihm zur Seite stehen Kann Akahashi und Gabriel Nowak. Das starke Trio überzeugt vor allem durch seine Flexibilität und Cleverness. Doch dazu später mehr.

Ausgangspunkt von Rainbow Six: Vegas ist jedoch nicht das Spielerparadies, sondern vielmehr ein kleines Kaff irgendwo an der Grenze zwischen den USA und Mexico. Hier beginnt euer erster Auftrag, der auch als eine Art Tutorial angesehen werden kann. Eure Aufgabe ist es, die Top Terroristin Irena Morales dingfest zu machen. Dass dieses Unterfangen sich allerdings als schwerer erweist, als zunächst angenommen, bemerkt ihr bereits nach wenigen Spielminuten. Denn nicht nur die KI eurer Teamkameraden wurde von Ubisoft Montreal auf Next-Gen gefeilt. Auch die künstliche Intelligenz der zahlreichen Gegner kann sich sehen lassen. Leider ist es um die Augen der Feinde meist besser bestellt, als um eure eigenen.

Noch bevor ihr einen Feind ausgemacht habt, feuert dieser bereits aus allen verfügbaren Waffen. Fans der Clancy Titel kennen dieses Prozedere leider allzu gut. Gegen die Argus Augen eurer Kontrahenten helfen nur zwei Dinge: Zum einen eine gute Deckung, aus der heraus ihr auch feuern könnt. Zum anderen, und das ist meist noch wichtiger, die Möglichkeit, die Drecksarbeit von euren beiden Kameraden durchführen zu lassen. Um dies zu erreichen, gebt ihr ihnen mittels A-Button den Befehl, einen von euch festgelegten Punkt anzusteuern, und dabei wahlweise die Gegend zu infiltrieren, zu stürmen oder auf Sicherheit zu gehen. Erreicht ihr eine Tür, könnt ihr mittels Snake-Cam zuächst beobachten, was sich hinter der verschlossenen Tür abspielt. Anschließend stellt euch das Programm mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder ordert ihr eure Teammitglieder zu einer zweiten Tür, falls vorhanden, und gebt ihnen den Befehl, den Raum mit Unterstützung einer Blend- oder Rauchgranate zu stürmen, während ihr von der anderen Tür in den Raum eindringt. Oder ihr markiert die Zielpersonen, damit eure Mitstreiter exakt die gesuchte Person eliminieren. Alternativ dazu könnt ihr euch natürlich auch selbst wie Rambo ins Gefecht stürzen. Doch davon ist dingend abzuraten. Denn Logan Keller verträgt nicht viele Schüsse auf seine Person. Zwei bis drei Treffer genügen, bis das Sichtfeld verschwimmt.

Ein weiterer Treffer lässt den Bildschirm dunkel werden. Sollte es dann noch einmal zu einem Treffer kommen, ist die Mission beendet und ihr müsst zum letzten Speicherpunkt zurückkehren, was aufgrund der wenigen Speicherplätze oft nervig ist. Überhaupt: Warum haben die Entwickler erneut auf eine Quick-Save Funktion verzichtet, während man beim Kollegen Fisher an jedem Punkt speichern darf? Das führt oftmals zu unnötigen Frustmomenten. Ein weiteres Manko: Während ihr eure angeschossenen Teamkameraden jederzeit mit einer Spritze wieder flott bekommt oder den gerade nicht am Boden liegenden Teamkameraden damit beauftragen könnt, kommt im Falle eines Treffers kein Rainbow Six Mitglied auf euch zugelaufen, um euch aus der Gefahrenzone zu befreien oder euch zu heilen. Also bleibt nur die Deckung.

Hoch in der Luft über Vegas

Doch nicht nur die Story ist intensiver geworden, auch das Missionserlebnis. Denn statt trockener Briefings bevor ihr ins Feld zieht, gibt es nun Lagebesprechungen im Helikopter oder während einer Mission. Währenddessen wählt ihr eure Waffen oder rüstet diese nach. Durch das Wegfallen der Briefings wird Rainbow Six: Vegas noch realistischer und die Action geht nahtlos mit den Missionsbesprechungen ineinander über. Ab und an gibt es kleine Videosequenzen, die euch in den HUD eingeblendet werden. Klasse Idee – sehr gute Realisierung.

Nachdem ihr also in Mexico ward, werdet ihr zurück in euren Heli beordert. Irgendetwas ist schief gegangen. In Verbindung mit diversen Anschlägen fällt immer wieder ein Name: Las Vegas. Die Stadt des Glücksspiels und des Lasters. Ein gefundenes Fressen für Terroristen. Kaum kreist der Hubschrauber über der Wüste, erkennt ihr ansatzweise das unter euch entstandene Chaos. Da bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen. So seilt ihr euch als Team vom Helikopter ab und macht euch auf den Weg durch die Straßen und die zahlreichen Casinos. Apropos Abseilen: Dieses Feature ist ebenfalls neu und sieht nicht nur cool aus, sondern macht auch Sinn. So gelangt ihr nicht nur besonders rasch in die nächsten Etagen eines Gebäudes, sondern könnt auch noch gezielt Terroristen eliminieren. Vor allem dann, wenn das Rainbow Six Team kopfüber an einer Glasfassade hängt und die Gegner ins Visier nimmt, bleibt einem zumindest beim ersten Anblick fast schon die Spucke weg, so eindrucksvoll setzt Ubsioft das Ganze in Szene. Während ihr als an der Fassade baumelt, sucht ihr euch einen Weg ins Gebäude. Dieser führt entweder über eine gezielte Salve gegen die Terroristen oder einen gewagten Sprung durchs splitternde Glas in die Räume. Dieser brachiale Überraschungseffekt ist zwar äußerst ansehnlich, doch nicht immer der beste Weg, vor allem dann nicht, wenn eine Geisel unmittelbar von einem Gegner bedroht wird. Ihr seht, wie fordernd Rainbow Six: Vegas ist. Passives Zuschauen war gestern.

Las Vegas schläft nie

Warum gerade Las Vegas für den neusten Einsatz der Rainbows gewählt wurde, dürfte selbst unerfahrenen Spielern bereits nach wenigen Spielminuten mitten im Zocker El Dorado einleuchten.

Auf der ganzen Welt gibt es wohl keine zweite Stadt, in der es so viele Lichter, Neonreklame und Trubel rund um die Uhr gibt. Die grandiosen Shoot-Outs zwischen den einarmigen Banditen muss man einfach gesehen haben. Überhaupt merkt man dem Titel an jeder Ecke an, dass er bis ins kleinste Detail vorab konzipiert wurde. Realistisch zerspringendes Glas, eindrucksvolle Spezialeffekte, ein tolles Deckungsfeuer und superbe Animationen, die dank modernstem Motion-Capturing Hollywoodfilmen in nichts nachstehen, machen den Titel neben Call of Duty 3 und dem leider indizierten Gears of War zu dem Top Next-Gen Grafikhammer dieses Jahres. Hier zeigen die Mannen aus Montreal auf beeindruckende Weise was die Xbox 360 alles vermag. Wer sich auf eine Sightseeing Tour durch das virtuelle Las Vegas gefreut hat, der wird allerdings ein wenig enttäuscht werden, da der Bürgermeister der Metropole darauf bestand, dass seine Stadt nicht Schauplatz terroristischer Anschläge und Einsätze diverser Einsatzkommandos wird. Also mussten die Entwickler auf das Golden Nugget und andere berühmte Locations verzichten. Die Freemont Street hingegen, wurde 1:1 übernommen. Der Vorteil: Dank der unverhofften Freiheit, konnte man bei Ubisoft noch ein wenig Glamour mehr aus Vegas herausholen. Doch nicht nur die Grafik ist nahezu durchgehend über allen Zweifel erhaben. Auch die Akustik kann dank fetter Waffensounds, guter Synchro und einem packenden Soundtrack absolut überzeugen.

You'll never walk alone

Um mit Rainbow Six Vegas für jeden Geschmack etwas zu bieten, haben die Entwickler natürlich auch tief in die Multiplayer-Kiste gegriffen und bieten euch, neben dem obligatorischen Xbox Live Service, auch Mehrspielergefechte via Splitscreen und System Link.

Als besonderer Bonus dürfen Besitzer der neuen Xbox Live Vision Kamera ihr eigenes Gesicht einscannen und verfügen somit über ein individuelles Spielerprofil, welches auf das Gesicht der Figur gelegt wird. Ansonsten erwarten euch insgesamt zehn Multiplayer-Karten, von denen die Meisten natürlich in Vegas spielen. Es ist davon auszugehen, dass Ubisoft in den nächsten Monaten weitere Maps veröffentlichen wird.

Fazit

So muss ein Action-Taktikshooter aussehen und sich spielen. Dank einer hervorragenden KI, die nur selten Blöße zeigt, einem eindrucksvollen Setting in der Lichterstadt Las Vegas, mehr Action als in allen Rainbow Six Teilen zuvor, einer hollywoodreifen Story und einem guten Multiplayer, können wir jedem Rainbow Six Vegas nur wärmstens ans Herz legen, da er ansonsten einen der Top Titel in diesem Jahr verpassen dürfte. Leben müsst ihr hingegen mit einer fehlenden Quick-Save Funktion und einem Alter Ego, welches nicht unbedingt viel aushalten kann. Wer das verschmerzt, wird mit einem spielerischen und optischen Festmahl verwöhnt.

Rainbow Six: Vegas [X360 , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

Mafia 2
X360: Molyneux denkt über MMO nach
PS2: Ferrari Challenge: System 3s Mark C...
PlayStation 3
PS3: PS3-Platinum ab August in Europa
PC: Rise of the Argonauts ähnelt Mass Ef...
Games Convention
X360: Too Human: 'Ich habe Mitleid mit D...
Rainbow Six: Vegas 2
PC: Spore: Wright präsentiert Comic-Tool
X360: Halo Wars erscheint erst 2009
DirectX 11
X360: Infinite Undiscovery zu einem spät...
Warhammer Online: Age of Reckoning
PS2: Guitar Hero 4 mit Aufnahmestudio

Weitere Spiele Reviews:

X360: Rock Band
PS3: Grand Theft Auto IV
Das Bourne Komplott [X360 , looki.de]
PC: Assassin's Creed Director's Cut Edit...
PS3: Condemned 2: Bloodshot
X360: Condemned 2: Bloodshot
Rayman Raving Rabbids 2 [WII , Mag64]
Ninja Reflex [WII , looki.de]
X360: Unreal Tournament 3
Bomberman Land Touch! 2 [DS , looki.de]
PSP: Secret Agent Clank
Nights: Journey of Dreams [WII , looki.d...
Nascar 09 [PS3 , looki.de]
PS3: Robert Ludlum's Das Bourne Komplott
Assassins Creed: Altairs Chronicles [DS ...

Vorschau auf neue Spiele:

PS3: Hei$t
PC: Jack Keane
DS: Assassin's Creed: Altair's Chronicle...
God of War 2 [PS2 , looki.de]
DS: Boulder Dash: Rocks
Mafia 2 [PC , looki.de]
X360: Virtua Fighter 5
X360: Mass Effect
Turning Point: Fall of Liberty [PC , loo...
PC: Codename: Panzers - Cold War
Die Siedler DS [DS , looki.de]
Prince of Persia: Rival Swords [WII , lo...
PS3: Siren: Blood Curse
Die Simpsons - Das Spiel [PS3 , looki.de...
GC 07 First Look: Midnight Club - Los An...