Gesamtwertung79%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Als im vergangenen Jahr die Xbox Live Vision Cam auf den Markt kam, da dachten viele Spieler, dass endlich ein ordentliches Pendent zur Eye-Toy Kamera von Sony auf den Markt käme. Man freute sich im Vorfeld auf Möglichkeiten, wie sie die PlayStation 2-Jünger bereits seit Jahren mit Eye-Toy Spielen frönen können. Doch weit gefehlt. Außer einigen Mini-Unterstützungen für diverse Online-Modi und einem kleinen Kamera-Launch-Titel, der nicht wirklich ein Erfolg war, fristet die Xbox Live Vision Cam bislang eher ein trostloses Dasein. Dem wollen die Entwickler aus dem Hause Ubisoft nun entgegenwirken und bringen die Xbox 360-Umsetzung des Nintendo Wii-Erfolges Rayman Raving Rabbids auf den Markt. Neben der Steuerung über den Xbox 360-Controller, sollen sich die rund 70 Rayman-Minispiele auch mit der Kamera steuern lassen. Wir haben uns die chaotischen Hasen einmal näher angeschaut.
Ein Picknick im Wald
Die Rayman-Geschichte ist recht schnell erzählt. Unser kleiner Held sitzt eines Tages gemütlich auf einer Waldlichtung und genießt ein Picknick im Sonnenschein zusammen mit den Babies seines Gefährten Globox. Doch plötzlich werden die Babies von einem irren Hasen entführt. Eure Aufgabe wird es sein, den Nachwuchs wieder zu finden und aus den Fängen des Hasen und seiner Brut zu befreien. Rayman selbst wird von einem grimmig dreinblickenden Hasen-Wächter in eine Zelle geworfen. Zur Belustigung des Hasen-Volkes, muss er nun diverse Spiele bewältigen.
Die Gladiatoren-Kämpfe im antiken Rom lassen grüßen. Hat er drei von vier Aufgaben erfüllt, gelangt er zum Zwischenspiel. Hier muss er zum Beispiel zahlreiche Hasen in einem Railshooter erledigen, auf einem wild gewordenen Warzenschwein gegen Mitstreiter um die Wette rennen, oder mit einer Art Dinosaurier-Fledermaus durch die Lüfte reiten und entlaufene Schweine zurück in ihr Gatter bringen.
Rayman Tarantino
Insgesamt rund 70 Minispiele warten auf euch, von denen sich ein Großteil wiederholt und lediglich im Schwierigkeitsgrad unterscheidet. Eines der unterhaltsamsten Spiele ist das Tanzen. Hierbei müsst ihr Hasen, die von links und rechts ins Bild tanzen, im rechten Moment erwischen. Wenn die Hasen auf zwei sich vor Rayman befindlichen Plateaus befinden, heißt es möglichst schnell die Hände bewegen.
Schafft ihr dies nicht, bekommt ihr Punkte abgezogen, was zur Auswirkung hat, dass ihr entweder nicht die vom Programm vorgegebene Punktzahl erreicht, um das Spiel zu gewinnen, oder der Strom ausgeht und dann das Spiel sofort verloren ist. Songs wie Girls just wanna have fun oder der Titelsong aus Quentin Tarantinos Kult-Film Pulp Fiction, runden den witzigen Gesamteindruck des Minispiels ab. Wer die Story abgeschlossen hat, der kann sich mit Freunden erneut vor dem heimischen Bildschirm versammeln, und Rayman Raving Rabbids mit bis zu vier Teilnehmern zelebrieren.
Doch erst nachdem sämtliche Runden geschafft und eine gewisse Anzahl an Spielen erfolgreich absolviert worden sind, werden die Multiplayer-Games freigeschaltet. Darüber hinaus erhaltet ihr als kleine Boni neue Rayman Kostüme oder Songs.
Wo Licht ist, ist auch Schatten
Auch wenn der erste Rayman-Auftritt auf der Xbox 360 durchaus gelungen ist, gibt es dennoch einige Kritikpunkte. Der Erste betrifft die viel zu langen Ladezeiten, die gerade bei einer Hochleistungsmaschine wie der Xbox 360 überhaupt nicht vorhanden sein dürften. Desweiteren verbrauchen sich die Minispiele sehr schnell. Profis haben nach 10 Stunden alles frei gespielt.
Danach macht Rayman nur noch im Mehrspieler wirklich Spaß. Und auch die Tatsache, dass nicht sämtliche Spiele mit der Kamera steuerbar sind, gibt Punktabzüge. Zwar wurde die klassische Steuerung sehr gut umgesetzt, doch an die Perfektion der Wii-Steuerung kommt weder ein Pad, noch eine Kamera heran. Allerdings wurden die technischen Möglichkeiten des Pads voll ausgeschöpft. So müsst ihr in einigen Spielen die Schultertasten in einem gewissen Rhythmus aktivieren, die beiden Sticks in kreisenden Bewegungen rotieren lassen oder Buttons drücken. Etwas über die Hälfte der Spiele könnt ihr optional mit der Xbox Live Vision Cam bewerkstelligen. Neben dem Railshooter, könnt ihr vor allem beim Tanzen euer Können unter Beweis stellen. Mit dem Heben und Senken eurer Hände, dürft ihr alternativ zum normalen Controller, die Hasen fangen. Beim Kuh-Spiel, lasst ihr eure Hand in kreisenden Bewegungen durch den Raum schwirren, um die Kuh auf dem Bildschirm an einer Leine fliegen zu lassen.
Aber auch hier zeigt sich, dass die technischen Möglichkeiten der Xbox Live Vision Cam nicht vollkommen bis zum Ende ausgeschöpft und durchdacht worden sind. Denn die Signale werden oft nicht schnell genug umgesetzt. Durch diese Unzulänglichkeiten entstehen Frustmomente, die nicht sein müssten. Das Aufnehmen und Weglegen des Controllers, da nicht alle Spiele von der Kamera unterstützt werden, hemmt den Spielfluss des Öfteren schon ein wenig. Im Multiplayer wurde im Übrigen auf den Einsatz der Kamera verzichtet.
Schön aber nicht berauschend
Wer von euch bereits Rayman auf der Wii spielen konnte, der weiß, dass der Titel grafisch zu den bislang besten Titeln der noch jungen Nintendo-Konsole gehört. Doch die Rechenpower der Xbox 360 wird nicht mal oberflächlich angekratzt. Das soll allerdings nicht heißen, dass Rayman Raving Rabbids schlecht aussieht. Nur im Vergleich zur PS2, Wii und PC-Version, hätte deutlich mehr drin sein müssen als das, was euch auf dem Bildschirm geboten wird. Allerdings sollte bei aller Kritik auch berücksichtigt werden, dass sich RRR nicht als Grafikfeuerwerk versteht, sondern dass vielmehr der Spaß am Spiel im Vordergrund steht.
Auch der Sound ist nicht unbedingt umwerfend. Eine Sprachausgabe fehlt. Rayman gibt lediglich ab und an in seiner eigenen Sprache Töne von sich. Doch auch ohne Sprachausgabe, gewinnt man den knuddeligen Helden schnell lieb. Die Musik schwankt zwischen sehr guten Einfällen wie den Tanz-Songs und nervigen Stücken beim Eiscurling oder dem Gehirn-Spiel.
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Rayman Raving Rabbids im Test.
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