Gesamtwertung83%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Was haben der Ego-Shooter Half Life 2 und das Wrestling Spiel Rumble Roses XX gemeinsam? Zunächst gar nichts, werdet ihr denken. Doch das stimmt nur bedingt. Denn beide verfügen über eine beeindruckende Physik-Engine. Während die Half-Life Engine lediglich zum stupiden Monster-in-korrekter-Art-Metzeln da ist, demonstriert die Physik in Rumble Roses XX, wie schön der weibliche Körper an sich doch ist. Ihr glaubt das nicht? Dann lest unseren Test oder macht euch direkt einen Eindruck mit den Girls aus Rumble Roses XX.
Back to the Roots
Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Rumble Roses auf Sonys Playstation 2 den Ring unsicher machten und so manches Männerherz höher schlagen ließen, und auf der Xbox die Damen des Dead or Alive Teams Beach Volleyball Ferien machten, geben sich die attraktiven Girls nun mit ihrem Debüt auch auf Microsofts Xbox 360 die Ehre. Dass das Spiel über keine Story verfügt und auch außerhalb des Rings nur wenig zu bieten hat, dürfte wohl kaum ins Gewicht fallen, da die meisten Fans sich sowieso lieber um ihre virtuellen Alter Egos bemühen, als um eine Rahmenhandlung, welche von der überwiegenden Mehrzahl wohl sowieso weggedrückt würde.
Befassen wir uns also mit dem Wesentlichen. In Rumble Roses XX geht es um Wrestling der ganz speziellen Art. Denn im Gegensatz zur werten Konkurrenz von THQ, die sich mit Smackdown und Raw beschäftigt, wo die Ladies leider nur eine untergeordnete Rolle spielen, kümmert man sich im Hause Konami ausschließlich um das weibliche Geschlecht. Davon gibt es insgesamt 20 an der Zahl mit jeweils individuellen Stärken und Schwächen. Einige von ihnen könnt ihr gleich zu Beginn des Spiels anwählen.
Andere müssen erst freigespielt werden. Belohnt werdet ihr nachdem ihr die Kämpfe erfolgreich bestritten habt aber nicht nur mit neuen Charakteren. Auch Kostüme, Moves und andere Nettigkeiten winken der Gewinnerin. Besonders amüsant sind die zahlreichen Herausforderungen. Beim Queensspiel muss die Verliererin Samba oder Limbo in diversen Schwierigkeitsstufen tanzen oder sie wird ausgekitzelt. Wems Spaß macht
Die Qual der Wahl
Der Straßenkampf findet wie der Namen schon vermuten lässt auf der Straße in einem Käfig statt. Wer zuerst zwei Runden gewonnen hat, gewinnt das Match. Während des Spielens fällt die angenehm eingängige Steuerung auf. Mittels Steuerkreuz oder linkem Stick können die Ladies bewegt werden. Griffe und Würfe funktionieren perfekt mittels Y-Taste, Schläge und Tritte mit Hilfe der X-Taste. Blocken könnt ihr durch Betätigen des RB-Triggers. LB dient zu den so genannten Killmoves, die äußerst schmerzhaft für euer Gegenüber sind. Sehr gut: Durch gezielte Aktionen, könnt ihr verschiedene Trefferzonen anvisieren, um so den Kopf, den Rücken, Arme oder Beine eurer Kontrahenten dauerhaft zu schwächen.
Neben eben erwähntem Straßenkampf gibt es Fights in den Bergen von Red Valley, Hochhauskämpfe auf einem Dach, Schaukämpfe, ein umfassendes Tutorial, sowie ein Museum, wo ihr Illustrationen und von euch gemachte Screenshots bewundern könnt.
Leider könnt ihr nicht unmittelbar zwischen Matches switchen, sondern müsst euch mühevoll jedes Mal über das Hauptmenü einen Charakter aussuchen, einen Tag-Team Partner wenn ihr im Team kämpfen wollt und eine Wrestling Matchart. Das hätten die Entwickler durchaus komfortabler lösen können und müssen.
Selbstverständlich haben die Entwickler von Konami auch auf das starke Online-Portal Xbox Live gesetzt und bieten entsprechend einen umfangreichen Multiplayer Onlinepart an. Die Ranglisten-Matches gegen Mitspieler aus aller Welt, machen nun mal am meisten Spaß.
Obszön? Und ob das szön ist!
Was im Hinblick auf die technische Umsetzung vor allem auffällt, sind die äußerst coolen Intros der einzelnen Kämpferinnen. Wer jemals eine WWE-Superstars Veranstaltung im Fernsehen oder live in einer großen Halle gesehen hat, weiß, wovon die Rede ist. Auf riesigen Leinwänden präsentieren sich die Stars mit eigenen Videos. Während der Videoeinblendung, kommen dann die Akteurinnen begleitet von zahlreichen Licht-, Nebel- und pyrotechnischen Effekten in die Halle.
Angekündigt werden sie von einer Hallensprecherin, die durch ihre mitreißende Art die Zuschauer motiviert. Jede Kämpferin wurde von Konamis Entwicklerteam individuell gestaltet. Vom Cowgirl, über das Gitarre spielende Rock-Girlie bis hin zu Lack und Leder Amazone wird euch alles geboten. Dass die Outfits dabei teilweise extrem knapp und eng anliegend sind, lässt so manches Zuschauerherz höher schlagen. Wenn dann auch noch diverse Körpermerkmale in ihrer ganzen Pracht kameratechnisch betont werden, mag dies für viele als sexistische oder billige Effekthascherei gelten. Doch sein wir ehrlich: Welche Frau schaut sich nicht gerne attraktive Männeroberkörper in Wrestling Shows an? Im Ring selbst ist die Kameraposition bis auf wenige Ausnahmen meist günstig gewählt, sodass ihr stets das Ring-Geschehen im Auge habt. Gesprochen wird wenig, was für einen Wrestling-Titel sowieso nur eine untergeordnete Rolle spielen würde.
Die Menüs sind eingedeutscht worden. Bei der Ringsprecherin hat man die englische Stimme beibehalten eine Entscheidung, die für die Atmosphäre eindeutig besser ist, als eine lokalisierte Sprecherin zu integrieren. Der Soundtrack kommt gewohnt rockig daher, und kann auf ganzer Linie überzeugen. Wer sich von den Gitarrenriffs und den Beats genervt fühlt, macht es wie einst Peter Lustig beim Löwenzahn: Abschalten!