Gesamtwertung55%/10 |
GrafikAusreichend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegMangelhaft |
BedienungBefriedigend |
Eine der in den 80er Jahren wohl beliebtesten Comic-TV Serien, waren die Teenage Mutant Hero Turtles. Die vier kleinen Schildkröten, die durch einen chemischen Unfall verstrahlt und zu lebensgroßen und im Ninja-Sport ausgebildeten Kampfmaschinen wurden, konnten bereits auf zahlreichen Konsolen und dem PC die Fans für sich gewinnen. Nun gibt es Donatello, Raphael, Michelangelo und Leonardo, benannt nach den berühmten Malern, erstmals auch für die Xbox 360. Ob die Ninja-Turtles den Sprung in die nächste Generation der Konsolenspiele geschafft haben, verraten wir euch in unserem Test.
Cowabunga!
Im Spiel zum kommenden Blockbuster Teenage Mutant Ninja Turtles, schlüpft ihr in die grüne Haut der vier Schildkröten, um wieder einmal die Bewohner New Yorks vor dem ultimativen Bösen zu retten. Geleitet und trainiert von ihrem alten Meister Splinter, einer ebenfalls mutierten Ratte, treten die Ninja Turtles im Kampf Gut gegen Böse an.
Dabei besitzt jeder der vier Helden seine individuellen Kampftechniken, Waffen und Stärken, mit denen er seinen Gegnern auf den Leib rücken kann. Mit Tag-Team Moves, könnt ihr mit allen vier Figuren gleichzeitig eure Feinde erledigen. Die Moves dienen ebenfalls, hoch gelegene Orte zu erreichen, die einer alleine nicht erreichen kann.
Von Turtles und Prinzen
Teenage Mutant Ninja Turtels, ist also ein solider Mix aus Jump&Run Einlagen und Prügelorgien, mit meist extrem einfältiger KI. Der Stil des Spiels erinnert in einigen Zügen stark an Ubisofts Prince of Persia. Kein Wunder, kommt die Ninja-Turtles Filmversoftung schließlich ebenfalls aus dem Hause Ubisoft. Die Reminiszens an den persischen Prinzen ist allerdings nur ansatzweise gelungen. Zwar könnt ihr euch auch an Vorsprüngen entlang hangeln, von Mauern abspringen oder an Stangen klettern. Doch all dies kommt bei weitem nicht an die Gewandtheit und Geschmeidigkeit des Prinzen aus Persien heran. Das Schlagrepertoire der vier Ninjas, wirkt nicht besonders originell und bietet kaum Abwechslung. Die jeweiligen Spezialattacken sind schon netter anzusehen. So kann beispielsweise Michelangelo mit seinem Nunchaku die Gegner besonders effektvoll erledigen. Das macht zwar eine Weile durchaus Spaß, nutzt sich auf Dauer jedoch viel zu schnell ab. Auch die immer wieder gleichen Gegnertypen langweilen eher, als dass sie gefallen könnten. Als nette Dreingabe werden euch noch 9 Minigames geboten, die jedoch nicht der Rede wert sind.
Das Schlimmste ist jedoch die Grafik, die gerade mal PS2-Niveau erreicht und weit vom Next-Gen Feeling entfernt ist. Die Charaktere wirken aufgesetzt und schlecht animiert, die Texturen sind verwaschen und irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass da wieder einmal ein Produkt zum Filmstart vorgelegt werden musste, nur um noch einige Dollar mehr mitzunehmen. Auch der Sound kann nicht wirklich begeistern.