Gesamtwertung73 %/10 |
Grafik7 Sound7 |
LanzeitspaßUngenügend Spieleinstieg9 |
Bedienung8 |
Mit Teenage Mutant Hero Turtles IV: Turtles in Time bekam das Super Nintendo ein gerade mit mehreren Spielern extrem spaßiges Sidescrolling-Beat'em Up, welches an das hervorragende Arcade-Orginal Teenage Mutant Ninja Turtles: Turtles in in Time angelehnt war. Dementsprechend hoch sind auch die Wertungen des Konami-Titels ausgefallen. Im Zeitalter der Remakes (ja, habt Ihr es denn noch nicht eingesehen?) wünschten sich Fans der Reihe eine Umsetzung des beliebten Prüglers für ihre Xbox 360 oder die PS3. Ubisoft nahm sich der Wünsche an und veröffentlichte mit Teenage Mutant Ninja Turtles: Turtles in Time Re-Shelled nun ein Remake des Arcade-Originals. Im Gegensatz zum Original setzt man bei der Neuinterpretation auf eine moderne 3D-Grafik ohne dabei aber das eigentliche Gameplay anzukratzen. Zumindest nicht auf den ersten Blick.
Man wählt zu Beginn die Kröte seiner Wahl, welche verschiedene Attribute und Angriffe mit sich bringen, und knüppelt sich dann im stumpfen Kampf gegen eine Handvoll unterschiedlicher Gegner - hauptsächlich die obligatorischen Fußsoldaten - durch die Levels. Das Spiel bietet drei unterschiedliche Spielmodi, die sich aber leider kaum voneinander unterscheiden. So prügelt Ihr Euch im Story-Modus mit unendlich vielen Continues durch zehn Levels, während ihr im Überlebensmodus versuchen müsst, den Story-Mode mit nur einem Leben so weit wie möglich zu meistern. Der Schnellkampf-Mode lässt Euch jedes freigespielte Level nach Belieben angehen.
Und obwohl man sich ziemlich am Original orientiert und die Levels eins-zu-eins übernommen hat, schafft es das Remake nicht, denselben Charme wie das Original zu versprühen. Das eher monotone Gekloppe verliert sehr schnell an Reiz, weil die bekannte Dynamik der Vorlage nicht erreicht wird. Kenner des Originals werden schnell einen Unterschied bemerken. Es fehlt einfach der Kultcharakter. Das im Vergleich zum Original schnellere Gameplay kann indes ab und zu für Chaos sorgen. Dennoch lässt sich nicht abstreiten, dass der Titel vor allem mit Freunden zumindest kurzfristig Spaß macht.
Die Grafik wirkt stimmig und vermittelt den Comicstil gekonnt ohne auf Cel-Shading zu setzen. Die Animationen wissen zu gefallen und tragen ihren Teil zum insgesamt positiven Gesamtbild bei. Kleines Manko: Bei Bosskämpfen kommt es ab und zu zu Orientierungsproblemen hinsichtlich der Einschätzung, in welcher räumlichen Ebene der Gegner sich gerade befindet. Das Spielgeschehen läuft hingegen so gut wie immer flüssig. Über den neuen Look der Turtles lässt sich allerdings streiten.
Der Soundtrack des Originals wurde neu interpretiert und klingt stimmig wie eh und je. Sprachausgabe kommt sehr selten zum Einsatz. Den Schlaggeräuschen fehlt es indes am gewissen Etwas, sodass die Prügelei ein wenig "dampflos" rüberkommt.
Willkommen in der guten, alten Zeit, in der sechs Buttons mehr als ausreichten. TMNT: Turtles in Time nutzt sogar nur vier. Ihr habt einen Button zum Angreifen, einen für Spezialattacken, einen zum Springen und einen, um Euch anzuzeigen zu lassen, wo Ihr Euch gerade befindet. Anstatt die Möglichkeiten des Analogsticks in das Spiel zu implementieren, setzten die Entwickler auf die alten Tugenden und beschränken auf Bewegungen in acht Richtungen.
Da das Spiel über vier verschiedene Schwierigkeitsgrade verfügt, ziehen die Fußsoldaten auch gegen Neulinge den Kürzeren. Zudem bekommt man unendlich Continues spendiert. Sowohl Gameplay als auch Steuerung sind zudem sehr simpel gehalten, sodass man von Anfang an mitten drin ist.
Der Titel bietet Coop-Action für bis zu vier Spieler sowohl on- als auch offline und entfaltet erst hier wirklich sein gesamtes Potenzial. Zur Erinnerung: Die SNES-Variante ließ sich nur zu zweit spielen. Offline versteht sich.
Turtles in Time war damals eines meiner ersten Spiele für das Super Nintendo - dementsprechend viel Nostlagie verbinde ich mit dem Titel. Und natürlich habe auch ich mir ein Remake dieses Klassikers gewünscht. Konnte Ubisoft diese Wünsche erfüllen? Leider nein. Die Entwickler haben es meiner Meinung nach nicht geschafft, den Charme des Originals einzufangen. Ich habe im Anschluss an das Spiel nochmal die Uralt-SNES-Version aus der Versenkung gefischt, um mich von dessen Qualität zu überzeugen. Und ja, das Gameplay des Klassikers ist einfach prickelnder, der Look passender und vor allem charmanter (mir persönlich passen diese neuen Turtles sowieso nicht). Wenn man schon eine Neuinterpretation eines Titels wie Turtles in Time wagt und auf eine moderne 3D-Grafik setzt, warum ist man dann nicht so konsequent und traut sich ein wenig mehr? Diese Inkonsequenz wird dem Titel leider zum Verhängnis - Das Resultat wirkt meiner Meinung nach gekünstelt und aufgesetzt. Die Entwickler hätten sich womöglich ein Beispiel an der genialen Umsetzung des im letzten Jahr erschienenen Super Street Fighter 2 Turbo HD Remix nehmen sollen - so hat eine vorbildliche Umsetzung auszusehen. Insgesamt lässt sich aber dennoch sagen, dass der Titel gerade mit ein paar Freunden für einige nette Stunden sorgt und dem Preis von knapp zehn Euro daher voll und ganz gerecht wird.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Teenage Mutant Ninja Turtles: Turtles in Time Re-Shelled im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Ubisoft?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.