The Beatles: Rock Band

Review
Plattform
XBOX 360
Vertrieb
MTV
Entwickler
Harmonix
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
0
The Beatles: Rock Band

Gesamtwertung

84 %/10

Grafik

8

Sound

10

Lanzeitspaß

7

Spieleinstieg

9

Bedienung

8

The Beatles: Rock Band

Ein Muss für jeden Fan

Harmonix zieht mit Neversoft gleich und veröffentlicht nach dem AC/DC-Ableger das zweite Rock Band-Spiel, welches komplett auf eine legendäre Kombo zugeschnitten wurde. Mit The Beatles Rock Band beschert man allen Hobby-Pilzköpfen, denen die vorangegangen Teile der Rock Band- und Guitar Hero-Reihe vielleicht ein wenig zu hart oder zu modern waren, genau das passende Spiel. Im Großen und Ganzen distanziert man sich zwar kaum von anderen Rock Band-Titeln und dennoch versprüht nicht nur The Beatles Rock Band seinen ganz eigenen Charme, der nicht nur bei Fans der Fab Four Anklang finden sollte, sondern schon als wirkliches Liebesgeständnis an die wohl größte und einflussreichste Band aller Zeiten zu verstehen ist. Das Spiel bietet einen Story-Modus, in welchem Ihr die über 40 Songs in chronologischer Reihenfolge nachspielt. Was dem geneigten Beatles-Fan auffallen dürfte, ist die Tatsache, dass man in dem Rock Band-Ableger recht viele Auskopplungen der vier Pilzköpfe präsentiert bekommt, die seiner Zeit nicht den ganzen Tag im Radio liefen und daher noch recht frisch wirken. Ebenfalls ein Indiz für die Hingabe, die die Macher in das Spiel gesetzt haben. So gibt es unter anderem "Hey Bulldog", "I Me Mine" oder "Octopus' Garden" zu hören. Songs, die beweisen, dass die Beatles auch abseits der vielen Auskopplungen noch eine ganze Menge wirklich großartiger Songs auf ihren Alben zu bieten haben. Im Laufe des Story-Modes spielt Ihr einem kleineren Club Liverpools, bis hin zu dem legendären Abschiedsgig auf dem Dach des Gebäudes ihres Plattenlabels. Sehr abgefahren sind vor allem die Studio-Sessions. Hier bekommt keine flachen Auftritte zu sehen, sondern werdet mit psychedelischen Sequenzen, den so genannten Dreamscapes konfrontiert, die dem Hippie in Euch die Tränen in die Augen treiben dürften. Beim eigentlichen Gameplay schlägt man indes eine kleine, aber feine neue Kerbe ein. So könnt nun nämlich zusammen mit Freunden zum Mikro greifen und zusammen einen zum Besten geben. In diesen Gesangsharmonien werden bis zu drei Sänger bei verschiedenen Passagen des Songs gefordert. Wie gemacht für ein Beatles-Spiel und wirklich ein echter Partygag. Auch ein Online-Modus ist wieder mit von der Partie und lädt zu fordernden Bandgefechten ein, um zu zeigen, wer die größten Pilzköpfe sind. Abseits davon vermisst man aber letztlich doch neue Modi, die es nicht schon in den anderen Rock Band-Ablegern zu sehen gab. Ebenfalls schade, wenn auch nachvollziehbar, ist die Tatsache, dass man keinerlei andere Interpreten im Beatles-Ableger zu hören bekommt. Ebenso fällt das Songaufgebot im Vergleich zur Konkurrenz mit "nur" 45 Songs eher mager aus. Guitar Hero: Metallica bietet derweil satte 85 Songs.

Auf Pilzen

The Beatles Rock Band glänzt mit der bis dato besten Präsentation eines Rock Band- und auch Guitar Hero-Titels. Das Beatles-Feeling wird dank der herausragenden Inszenierung fabulös eingefangen. Gerade die Dreamscapes sind eine wahre Augenweide, auch wenn man sich häufig fragt, was die Jungs sich da eingeschmissen haben mögen.

Fabulös

Wie es sich für ein Rock Band-Spiel gehört wurde natürlich größter Wert auf die Soundqualität gelegt. Das merkt man sofort - alle Songs klingen superb und auch die akustische Untermalung während der Konzerte ist derart gut gelungen, dass man das Gekreische unter der Haut spüren kann.

Nichts Neues...

Das Spiel unterstützt alle von uns getesten Gitarren- und Schlagzeug-Controller ohne Probleme. Auch die Lips-Micros wurden problemlos erkannt. Hinsichtlich der Eingabe der Noten fällt im direkten Vergleich auf, dass Guitar Hero ein wenig mehr Feingefühl erfordert.

The Beatles: Rockband wird sowohl als einzelnes Spiel, als auch mitsamt einiger eigens für das Spiel kreierter Instrumente ausgeliefert. Zum Zeitpunkt unseres Tests hatten wir diese neue Peripherie allerdings noch nicht vorliegen.

Leichter denn je

Für die blutigen Anfänger (Und ja, die meisten wahren Beatles-Fans dürften wahrscheinlich keine wirklichen Spielefreaks sein) gibt es einen neuen Schwierigkeitsgrad, in welchem man nicht von der Bühne gejagt werden kann. Ebenso lobenswert ist der Trainingsmodus, der Euch die verschiedensten Kniffe und Tricks erläutert und gerade für Anfänger an den Drums als Pflichtlektion anzusehen ist.

Alle drei zusamme'

The Beatles: Rock Band erfindet das Rad nicht neu und bietet all die Multiplayer-Modi wie Score Duel oder Tug Of War , die man schon aus Rock Band 2 kennt. Sehr gut gefallen haben uns allerdings die neuen Gesangsharmonien, in denen man zu dritt am Mikrofon trällern kann. Allerdings werden hierfür drei Mikrofone benötigt. Dennoch eine sehr spaßige Angelegenheit, die gerade auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad alles von Euch abverlangt.

Fazit

Ich bin zwar nie ein wirklich großer Beatles-Fan gewesen, aber die Rock Band-Variante hat mich durchaus überzeugen können. Nicht nur wegen der hervorragenden Musik der vier Liverpooler, sondern vor allem wegen der spürbaren Hingabe, die die Entwickler in das Spiel gesteckt haben. Das fängt bei der sehr guten Auswahl der Songs an und hört bei der abgefahrenen Präsentation der Abbey-Road-Studioaufnahmen auf - Ein Spiel von Beatles-Fans für Beatles-Fans. Ebenfalls sehr gut hat mir die Einbindung des mehrstimmigen Gesangs gefallen. Hier wird der selbst ernannten Singstar-Königin in Form der grölenden Schwägerin die bittere Wahrheit präsentiert - Endlich ist dieser Fluch vorbei! Und dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack: Die Songauswahl ist einfach recht mager ausgefallen und man kann den DLC schon riechen. Ebenfalls sehr schade ist, dass man komplett auf andere Interpreten verzichtet hat. Dennoch: Jeder, der sich selbst als Beatles-Fan betitelt, sollte sich diese Ode an die Fabulösen Vier nicht entgehen lassen.

The Beatles: Rock Band

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