Gesamtwertung83 %/10 |
Grafik8 Sound10 |
Lanzeitspaß7 Spieleinstieg8 |
Bedienung8 |
Gut, viel Abwechslung gibt es innerhalb der Athena in Sachen Umgebungen zwar nicht und auch die Restaurierung kann nicht sämtliche Makel von Escape from Butcher Bay - unter heutigen Gesichtspunkten - bereinigen, aber fernab dieser zwei Mankos werden die Augen dauerverwöhnt. Die vor allem in den Dialogen besonders gut zur Geltung kommenden, detaillierten Charaktere und die ordentlichen Texturen sind dabei nur die halbe Miete. Vor allem die stetig auftretenden Licht- und Schattenspiele wissen zu gefallen. Das ebenfalls integrierte Butcher Bay profitiert von schärferen Texturen und einer höheren Auflösung und sieht damit durchaus um einiges besser aus als noch 2004.
Riddick ist nicht nur optisch respekteinflößend, nein, auch seine Stimme lässt wohl jedem Feind einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Vin Diesels Stimme ist derart tief und kühl, dass man dem Recken ungerne seine netten One-Liner mit einem Druck auf den B-Button vorwegnehmen möchte. Aber auch der Rest der englischen Originalsprecher macht seinen Job hervorragend. Ebenfalls nichts zu meckern gibt es bei den ordentlichen Effekten und der atmosphärischen Musikuntermalung, die formidabel mit der restlichen Inszenierung harmoniert.
Wer sich Assault on Dark Athena geben möchte, sollte stressresistente Augen mitbringen. Das stetige Spiel aus kybernetischer Spezialaufhellung und beinhart kontrastierten Licht- und Schattenbereichen ist eine Belastprobe für die eigenen Glubscher. Glücklicherweise stehen diverse Farbprofile zur Verfügung, mit denen sich Sättigung, Helligkeit und Kontrast nach eigenen Belieben einstellen lassen. Aber halt, wie ist es um die eigentliche Kontrolle des Helden bestellt? Ganz gut, denn Riddick bereitet Euch steuerungstechnisch nur selten Probleme. Weder zu Fuß noch im Mech gibt es nennenswerte Defizite. Einsteiger können zudem das Auto-Aiming nach oben schrauben.
Nun gut, die Überschrift mag dramatischer klingen, als es der Knackpunkt an sich überhaupt ist, aber die Entscheidung, das Geschehen ab etwas mehr als der Hälfte der Dark Athena-Spielzeit komplett auf den Shooter-Part zu konzentrieren, ist schlichtweg falsch. Denn so stark der Titel auch anfängt, so schwach endet er leider. Dazwischen wird man aber mehr als gut unterhalten, nimmt Aufträge entgegen, darf sich an den coolen Finishern ergötzen und spannende Schleichpassagen erleben. Überhaupt sollte man bedenken, dass das Spiel ursprünglich nur als Addon geplant war und sich daher keine gravierenden Gameplay-Neuerungen eingefunden haben - was aber auch nicht wirklich schlimm ist. Löblich ist die Integration des aufpolierten und von Anfang an zur Verfügung stehenden Escape from Butcher Bay, um Dark Athena einen Rahmen zu geben und mit ihm einen konsequenten Abschluss zu finden. Enttäuschend schwach ist allerdings das Waffenrepertoire: Unspektakuläre Vertreter wie Maschinengewehr, Shotgun, Maschinenpistole oder Betäubungskanone haben sich leider ohne Sekundärfunktion ins Geschehen gewagt. Lediglich die SCAR-Gun bringt Abwechslung ins Spiel. In Sachen Nahkampf sieht das Ganze ähnlich aus: Argumentverstärker wie Knüppel, Ulaks, Messer sowie Fäuste sind zwar ganz nett, allerdings gibt es nicht allzu viele Kampfmanöver und auch an den coolen Finishern hat man sich irgendwann satt gesehen. Dennoch: Wer auf kompromisslose Action steht, wird bestens bedient.
Anfänger seien gewarnt: Selbst der einfachste aller drei Schwierigkeitsgrade ermöglicht keine halsbrecherischen Rambo-Manöver. Um Einsteiger jedoch nicht direkt ins kalte Nass zu schmeißen, bringt Euch ein Tutorial die nötigen Aktionen bei. Sterbt Ihr, dürft Ihr auf automatisch generierte und äußerst fair verteilte Checkpoints zurückgreifen. Frust kommt dadurch eigentlich nur selten auf - im Gedächtnis blieb uns lediglich Riddicks Verfolgung durch einen Mech, der gleich mehrere Anläufe in Anspruch nahm.
Sechs Spielmodi werden Euch geboten, darunter der Pitch Black-Spieltyp - die noch interessanteste Variante des Sortiments. Hierbei gilt es für ein Team, den ebenfalls von einem Mitspieler übernommenen Riddick unter die Erde zu bringen. Der Spieler, der die schafft, schlüpft dann selbst in dessen Haut. Natürlich geht es hierbei vorrangig auf dunklen Karten zur Sache- man bleibt ja schließlich gerne unter sich. Mit dem durchaus hoch angesiedelten Spannungsgrad bei "Pitch Black" kann leider keiner der anderen Modi mithalten.
Riddick MUSS man einfach lieben: Eine markige Stimme, ebenso markige Sprüche und natürlich eine ordentliche Portion Action sorgen für ein breites Grinsen in Gesichtern von Hobby-Hünen wie mir. In Sachen Inszenierung und Technik löblich, geht dem Kraftprotz spielerisch leider hier und da die Puste aus - vor allem vermisse ich ab der Hälfte des Spiels die spannungsgeladenen Versteckspielchen.
Sei es drum: Ein ordentlicher und wohltuender Happen auf der Dark Athena ist ja nicht alles, was der Titel bietet. Wer bisher noch gar nicht mit Riddick virtuell auf Jagd gegangen ist, erhält ja gleich noch den spielbaren und schöner gewordenen Urlaubsausflug nach Butcher Bay gratis dazu. Summa summarum ergeben sich etliche Stunden Spielspaß, die man sich harter Kerl nicht entgehen lassen sollte.
Tauche ein in die Welt der Stars und bring Deine Fans auf der Bühne zum kochen. Neben Ruhm winkt einer der Megapreise im Gewinnspiel! zum Spiel...
The Chronicles of Riddick: Assault on Dark Athena im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Starbreeze Studios?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.