Gesamtwertung82%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Tiger Woods gehört mittlerweile zum festen Bestandteil der alljährlich wiederkehrenden EA-Titel wie Fifa, NBA oder NHL, die sich einer ständig wachsenden Beliebtheit erfreuen. Schon lange ist Golf kein Altherrensport mehr, sondern Freizeitbeschäftigung für Jung und Alt. Gerade durch Spiele wie die Tiger Woods PGA Tour Reihe, hat auch der kleine Bruder, der Minigolfsport, viele neue Fans gefunden. Wir haben den neusten Teil, Tiger Woods PGA Tour 2007, für euch in der Next-Gen Fassung auf der Xbox 360 getestet und verraten euch, ob sich ein Kauf lohnt.
Jedes Jahr was Neues?
Konkurrenz belebt das Geschäft. Dieser Satz gilt leider nicht für die Tiger Woods PGA Tour Spiele. Denn während es noch vor einigen Jahren mit Pro Stroke und Links ernstzunehmende Mitbewerber gab, sind diese schon längst nicht mehr im Tagesgeschäft zu finden. Daher musste man sich im Hause Electronic Arts auch nicht mehr ganz so ins Zeug legen, wie mit Fifa, NBA oder NHL, die mit einer immer stärker werdenden Konkurrenz um die Gunst der Spieler buhlen. Aus diesem Grund sind die Verbesserungen der Reihe in den vergangenen Jahren auch nicht so gravierend ausgefallen. Altes wurde beibehalten. Neues war meist Mangelware.
Gameplay
Jedes Jahr derselbe Aufguss? Nicht ganz. Denn wenn man die ersten Spielstunden mit Tiger Woods und den zahlreichen anderen internationalen Topstars auf dem Grün verbracht hat, muss man feststellen, dass sich der diesjährige Titel mehr wie eine Simulation, als wie ein Arcade-Titel anfühlt. Das Sim-Gefühl rührt vor allem vom nagelneuen Interface. Das HUD wurde überarbeitet und beinhaltet nun deutlich mehr Informationen zu eurem aktuellen Schlag sowie zum Parcours und dem zu spielenden Loch. Ebenfalls neu ist ein Bild eures gerade im Einsatz befindlichen Eisens, was euch optisch auf die Wahl des richtigen Schlaggerätes hinweist. Des Weiteren gibt es eine aufklappbare Rangliste, die euch in sekundenschnelle den momentanen Turnierstand mitteilt. Vor allem in einem Turnier innerhalb eurer Karriere ein entscheidender Vorteil, habt ihr doch stets alles im Blick ohne mühevoll zwischen den verschiedenen Menüs hin und her zu switchen.
Die Steuerung entspricht weitestgehend der des vergangenen Jahres, auch wenn EA behauptet, sie für Genreneulinge noch weiter vereinfacht zu haben. Mittels linkem Stick holt ihr aus und schlagt ab. Der rechte Stick dient zur Berechnung und Einstellung von Flugbahn und Spin des Schlages. Anfänger sollten zunächst probieren, mit welchen Eisen sie die besten Schläge erzielen. Profis werden sich dank der großen Auswahl bestens bedient fühlen.
Doch dank des neuen True Aiming werdet ihr vom Programm in der Wahl des richtigen Schlägers unterstütz werden. Auch die Kreise und Gitter, welche den Abstand und die Höhenstufen zum Loch anzeigten, wurden verfeinert, sodass ein präziseres Zielen wesentlich besser gelingt.
Viel fürs Spiel
Eine Menge neuer Spielmodi und sechs neue Parcours sorgen für stundenlangen Spielspaß. Aber auch bekannte Kurse wie Firestone Country Club, Spyglass Hill oder auch St. Andrews wurden in aktualisierter Form ins Spiel integriert. Dank eines abermals erweiterten Tutorials dürften sich auch Neulinge bestens unter die Arme gegriffen fühlen. Zusätzlich erwarten euch zehn Minispiele wie der Long Drive Contest und Capture the Flag, die den sonst eher drögen Sport ein wenig auflockern. Besonders unterhaltsam fanden wir ebenfalls die Tiger Challenge, bei der wir gegen Mr. Woods himself antreten konnten. Natürlich wurde auch an eine Karriere, an den Season Modus, den Franchise und einen umfangreichen Online-Part gedacht, um für jeden Geschmack etwas bieten zu können. Und wer sich nicht mit einem der bereits vorgefertigten Spieler abgeben will, der erstellt sich kurzerhand selbst seinen eigenen Golfer und wer weiß, vielleicht wird er sogar eines Tiger Woods ebenbürtig?!
Pack den Tiger in den Tank!
Das eigentlich neue an der Tiger Woods Next-Gen Grafik in diesem Jahr hört auf das eher kryptisch anmutende Kürzel UCAP (Universal Capture). Diese von Electronic Arts eigens entwickelte Technologie ermöglicht es, die Gesichtszüge der einzelnen Golfer noch realistischer darzustellen. Und in der Tat: Realistischere Sportler haben wir in dieser Form so auf der Xbox 360 noch nicht gesehen.
Der Rest der Grafik ist im Vergleich zum Vorjahr zwar abermals verbessert worden. Doch bleibt noch immer eine Menge Arbeit, um den Titel optisch wirklich auf Next-Gen zu trimmen. Dies macht sich vor allem in der Kleidung der Sportler bemerkbar, welche zu wenig Polygone aufweist; deren Texturen sind schlicht als langweilig zu bezeichnen. Und auch die Umgebung wirkt immer noch zu steril. Auch wenn Golf-Turniere nicht in Vergnügungsparks stattfinden, hätte hier ein wenig mehr Atmosphäre Wunder bewirkt.
Der Sound ist relativ unspektakulär und die wieder einmal ausschließlich englischen Kommentare der beiden Experten McCord und Feherty sind nicht immer auf der Höhe des Geschehens und nerven ab und an mit Phrasen.