Gesamtwertung69%/10 |
GrafikGut SoundMangelhaft |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Bereits seit Jahren sind die Ableger der WWE SmackDown!-Serie auf der Konsole ohne Konkurrenz. Erfolgsgaranten der Reihe waren dabei neben dem starken Lizenzpaket mit sämtlichen authentischen Wrestlern unter Vertrag des Mediengiganten, vor allen Dingen die herrliche Präsentation in Showformat und die gelungene Grafik. Dieses Jahr jedoch wird das Eis dünner für den Primus, denn mit TNA Impact! aus dem Hause Midway will man dem THQ-Pendant ernsthafte Konkurrenz machen. Inwiefern man seitens Midway jedoch bereits mit dem Debüttitel am Genrethron schnuppern kann, offenbart unser Review.
Phoenix aus der Asche
Neben den klassischen Modi, die einen schnellen Kampf gegen den Computer, oder andere menschliche Spieler ermöglichen, ist das Herzstück des Titels der Storymodus. In diesem schlüpft ihr in die Rolle des Wrestlers Suicide, einem maskierten Kämpfer, der sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere befindet. Kurz vor dem Kampf seines Lebens bekommt der talentierte Muskelprotz Besuch von Schlägern, die ihm im Falle eines Sieges nach dem Leben trachten wollen; ungehindert der Drohungen, legt Suicide seinen Kontrahenten Stunden später aber dennoch auf die Matte. Ein Fehler, denn noch in der gleichen Nacht wird der Protagonist überfallen, niedergeschlagen und entgeht nur knapp den Tod. Der Preis dafür sind sein Aussehen, sein Image und seine Muskelmasse; diese drei Dinge gilt es nun wieder aufzubauen. Ersteres gelingt durch die integrierte Charakterwerkstatt, die mit zahlreichen Optionen aufwarten kann. Von Masken, über Bemalungen bis hin zu Tätowierungen lässt sich der Alter Ego so individuell einkleiden.
Leider jedoch verzichtete man seitens Midway im Vergleich zur Konkurrenz auf Attribute, wie Kraft, Geschicklichkeit oder Standhaftigkeit, was das Entwicklungspotential des Charakters stark einschränkt. Merklich besser wird man somit nur, indem stärkere Griffe, Schläge oder Tritte erlernt werden; diese lassen sich im Verlauf freischalten. Eingeschränkt ist auch die Gestaltung von Gesicht und Körper; diese Aspekte wurden in ähnlicher Editoren anderer Simulationen stärker berücksichtigt.
Im Falle des geschundenen Images gilt es sich erneut vom Straßenkämpfer zum TNA-Champion hochzuarbeiten. Um dies zu erreichen, stellt ihr euch in verschiedenen Arenen unterschiedlichen Kämpfern; auch Tag-Matches sowie Ultimate X-Matches sind dabei zu bestreiten, hierzu aber an späterer Stelle mehr. Die Kämpfe sind dabei durch nette Zwischensequenzen miteinander verknüpft und profitieren anfangs von der Wrestling-Atmosphäre. Im späteren Verlauf jedoch, wirken diese nur noch störend und einseitig und werden schnell übersprungen. Zwischen den Kämpfen habt ihr stets die Möglichkeit den Charakter weiter zu modifizieren und mit stärkeren Angriffen auszustatten. Diese schaltet ihr durch eine gewisse Anzahl an Stilpunkten frei, die ihr in jedem Kampf sammeln könnt. Insgesamt sollte ein durchschnittlicher Spieler auf mittlerem Schwierigkeitsgrad aber nicht länger als zehn bis zwölf Stunden mit dem Storymodus beschäftigt sein, was diesen zu einem recht kurzweiligen Vergnügen macht.
Immer mitten in die Fresse rein
Abwechslung bringen indes die verschiedenen Matcharten, die sich in Tag-Team, Free For All, Ultimate X und dem klassischen Eins gegen Eins, unterteilen. Im Tag-Team treten ihr dabei zusammen mit einem Freund in den Ring, was den Kampf verlängert und spannender macht, im Free For All gleicht der Kampf einer Massenschlägerei zwischen den verschiedenen Kontrahenten; neu für Wrestlingfans dürfte indes der Ultimate X Kampf sein, in welchem der Kampf nicht durch ein KO, sondern durch Schnelligkeit und Taktik entschieden wird. Die Aufgabe ist hierbei ein über dem Ring hängendes X zu erreichen und abzureißen. Dazu muss an Seilen und Stangen hochgeklettert sowie dem Gegner, welcher das gleiche Ziel verfolgt, auszuweichen.
Doch beleuchten wir nun einmal das Gameplay etwas näher. Mit Griffen, Schlägen und Tritten verschiedenster Art und Stärke wird der Gegner bearbeitet, bis er zu Boden geht. Dabei gibt es keinerlei Lebensanzeige, lediglich eine Abbildung des Körpers am Bildschirmrand, welche diesen in einzelne Teile wie Arme, Torso, Beine und Kopf gliedert, zeigt den Verwundungsgrad des Kämpfers an. Neben den Standardangriffen, die wie beschrieben in leichter und verstärkter Form ausgeführt werden können, gibt es noch die Möglichkeit die Seile des Ringes, sowie herumliegende Waffen zu nutzen. Darüber hinaus könnt ihr Submissions ausführen, bei welchen ihr euch in den Gegner verhakt und so extra Schaden zufügt. Hierbei gilt es eine bestimmte Tastenkombination schneller als der Gegner auszuführen, um die Submission aufrecht zu erhalten.
Kampfentscheidend sind überdies der Impact-Balken, der sich durch erfolgreiche Attacken füllt und durch welchen ihr einen charaktereigenen Spezialgriff ausführen könnt, und der Betäubungsbalken. Letzterer wird durch erhaltenen Schaden gefüllt und schickt den Charakter für kurze Zeit in die Betäubung, in welcher er kampfunfähig wird. Diese gilt es durch heftiges hin- und herbewegen des linken Analogsticks zu verringern. Diese Methode muss auch bei einem Pin angewandt werden, um das vorzeitige Ende des Kampfes zu vermeiden. Leider hilft dies aus unerfindlichen Gründen nicht immer und so endet der Kampf für den eigenen Charakter ab und an vorzeitig, wohingegen der Gegner selbst bei erheblichen Schäden immer wieder aufsteht und dem Pin entgeht.
Durchwachsene Präsentation
In technischer Hinsicht bietet der Titel durchwachsene Kost. Während die Kämpfer, die Arenen und die Zuschauer durchaus detailliert und glaubwürdig herüberkommen, hätten die Zwischensequenzen weniger steif und einfallslos ausfallen können. Zudem gesellen sich bei den Showauftritten ab und an verwaschene Texturen und triste Effekte zu den insgesamt aber überzeugenden Szenen. Weniger überzeugend, dafür aber umso störender sind die äußerst schwachen Kollisionsabfragen, wodurch Charaktere oft durch einen anderen laufen, Griffe nicht genau platziert werden können und Tritte oft ins Schwarze treffen, obwohl sie den Kontrahenten optisch nicht berühren. Auch Darstellungen von Verletzungen hätte man sich gewünscht, um so einen authentischeres Spielgefühl zu bekommen. Soundtechnisch fielen die Kämpfer eher mager aus und kommen nur in den Zwischensequenzen zu Wort. Im Ring herrscht dafür abgesehen vom jubelnden Publikum totenstille. Besonders bei den Provokationen wären einige flapsige Sprüche durchaus angebracht gewesen. Diese hätten zumindest über die grauenhaften Kommentatoren, die im Vergleich zu englischsprachigen Pendants lasch und träge wirken, hinwegtrösten können.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
TNA Impact! Wrestling im Test.
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