Gesamtwertung60%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Als Transformers: The Game bei uns eintrudelte, wussten wir gar nicht, wie wir reagieren sollten: Hilfe, bösartige Maschinen zerstören die Erde! oder Hilfe, biedere Lizenzumsetzungen zerstören die Festplatte! Aber hey, voreingenommen sind wir nicht. Damit meinen wir zumindest die 360-, Wii- und PC-Fassungen, die PSP-Version ist leider nicht zu empfehlen, aber das erfahrt Ihr in einem späteren Review. Nun wollen wir uns erst einmal die Non-Mobile-Versionen ansehen.
Keine Frage: Transfomers: The Game bedient sich storytechnisch bei der Zelluloidvorlage, im Gegensatz zu anderen Filmumsetzungen jedoch eher lose. Natürlich sind Highlights wie der Angriff auf die US Militärbasis mit von der Partie, zudem fügt dass Programm aber auch neue Kapitel ein. Sicherlich eine löbliche Wahl, angesichts der auf allen Systemen recht kurzen Spielzeit hätte Transformers jedoch noch mehr Umfang vertragen können. Bevor es überhaupt los geht, hat der Spieler die Wahl ob er in die Rolle der Autobots oder der Decepticons schlüpfen möchte.
Während Letztere nichts anderes als die komplette Vernichtung der Menschheit im Schilde führen, stehen die Autobots auf Seiten der Menschen und kämpfen gegen die zerstörerischen Decepticons. Wie man sich auch entscheidet: Am Gameplay ändert sich nichts. So oder so stampfen wir in der Third-Person-Perspektive mit unseren Kampfrobotern durch die verschiedensten Gegenden, zerstören/verteidigen bestimmte Bereiche und Anlagen und bekämpfen natürlich die jeweils andere Partei.
Wirklich besonders ist aber die Möglichkeit, neben der maschinellen Gestalt auch noch andere Formen anzunehmen. Sei es nun ein Kampfhubschrauber, ein gewöhnlicher Rennwagen oder ein Polizeiauto: Sowohl Autobots als auch Decepticons tarnen sich somit als stinknormale Fahrzeuge im Spiel sind Stealth-Elemente jedoch fehl am Platze. Egal wie ihr durch die Gegend heizt, erkannt werdet Ihr trotzdem. Schade eigentlich, daraus hätte man einiges machen können.
Ohne Hirn zum Erfolg!
So verkommt Transformers zur anspruchslosen Mech-Action. Hierbei macht es auch den großen Fehler dem Spieler vorzugaukeln, er hätte eine komplette Bewegungsfreiheit. Das Gegenteil ist der Fall: Zwar sind die Umgebungen recht groß ausgefallen, entfernt Ihr Euch jedoch eine längere Zeit aus dem Missionsgebiet, war es das und Ihr dürft das Kapitel neustarten. Wider zu erwarten legt Ihr in den Aufträgen vor allem auf Seiten der Decepticons alles in Schutt und Asche, was auch nur im Entferntesten zerstörbar ist. Seien es nun gleich ganze Militärbasen, Düsenjets, Straßenzüge oder eben feindliche Roboter.
Die treten unfairerweise gleich im Rudel auf, obwohl man selbst auf sich allein gestellt ist. Zum Glück sind mit ein bisschen Raffinesse auch die dicksten Transformer-Gegner ein Klacks. Vor allem die wuchtigen Nahkampfattacken und sind im Gefecht ein absolutes Muss. Dank der überaus coolen und flotten Action und der Möglichkeit, nahezu alles aufzuheben und den Feinden vor die Umme zu drischen, macht Transformers: The Game anfangs noch richtig Spaß. Zumindest solange, bis man bemerkt, wie schnell sich doch Gameplay und Missionsvielfalt abnutzen. Und das geht leider recht schnell, eigentlich ein Armutszeugnis angesichts der viel zu kurzen Einzelspielerkampagne. Ein fehlender Mehrspielermodus setzt dem ganzen die Krone auf.
Die Steuerung ist dabei nicht immer optimal: Während es auf dem PC mit der Maus/Tastatur-Kombination äußerst fummelig ist, seinen Transformer durch die Gegend zu scheuchen, steuern sich sämtliche Fahrzeugtransformationen durch die Bank weg schwammig und unpräzise. Auf dem Wii arten Gefechte gut und gerne auch schon einmal in hektisches Gefuchtel aus. Die Verschmelzung von Zielen und Justierung der Kamera per Wiimote kann auf Nintendos weißem Brett mitunter zusätzlich Probleme machen. Auf der Xbox 360 hat man all diese Probleme nicht, deswegen sollten auch PC-User lieber zu einem Gamepad greifen.
Optisch unterscheiden sich zwar die unterschiedlichen Fassungen nicht wirklich so gravierend voneinander, wie man es vielleicht vermuten möchte und auch bei anderen Spielen wie Spider-Man 3 oder Pirates of the Caribbean 3 der Fall war -, am Besten sieht Transformers: The Game jedoch auf dem PC und der Xbox 360 aus. Die Wii-Fassung hat zuweilen mit Performanceschwächen und weniger Details zu kämpfen.
Die heftigen Explosionen sind jedoch auf allen System ein echter Augenschmaus und auch das filmnahe Design der Mechs kann beeindrucken. Etwas detaillierte Verwandlungen hätten wir und allerdings schon gewünscht. Für die deutsche Version wurden zudem gute Synchronsprecher verpflichtet, die Soundeffekte tangieren Gott sei dank auf einem recht hohen Niveau.