Gesamtwertung82%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Schön, sauber, flüssig!
Schon erstaunlich, was die Xbox 360 auf den Bildschirm zaubert. Die Grafik kann hier durchaus mit der PC-Fassung mithalten und die Framerate läuft konstant flüssig. Gerade die Fahrzeuge und die teils riesigen Maps sind mit unheimlicher Liebe zum Detail gestaltet worden und sorgen für schiere Begeisterung. Die obligatorischen Mängel der Unreal Engine 3, wie das Aufpoppen der Texturen, kommen indes auch hier vor. Im direkten technischen Vergleich tun sich die PS3- und die Xbox 360-Fassung also so gut wie nichts, obwohl die Farben auf der Xbox 360 ein wenig kräftiger sind.
Das deutsche Grauen!
Der Sound spielt ebenfalls ganz weit vorne mit. Jede Waffe fühlt sich dank der gelungenen Soundeffekte sehr wuchtig an und auch die Synchronisation ist wirklich sehr gut gelungen jedenfalls wenn ihr eure Konsole auf Englisch gestellt habt. Die deutsche Synchro wirkt indes nämlich schon fast unfreiwillig komisch und kann zu keiner Zeit mit dem Original mithalten. Wer des Englischen mächtig ist, weiß, was zu tun ist. Die musikalische Untermalung passt wiederum wie die Faust auf's Auge.
Mit Tücken!
Shooter auf Konsolen sind so eine Sache. Viele Titel zeigen, dass man die Steuerung wirklich erstaunlich auf das Pad befördern kann Paradebeispiel hier: Call of Duty 4 auch die Steuerung in Unreal Tournament 3 ist insgesamt als gelungen zu bezeichnen, hat letztlich aber dann doch mit einigen Macken zu kämpfen. Das liegt vor allem an den wenigen Möglichkeiten, die euch bei der Anpassung der Zielgeschwindigkeit gegeben werden. Ihr könnt lediglich die Beschleunigung und Geschwindigkeit in einem bestimmten Rahmen einstellen. Eine separate Einstellungsmöglichkeit bezüglich horizontaler und vertikaler Bewegung wäre hier noch wünschenswert gewesen. Gerade bei einem schnellen Shooter wie UT3 muss die Steuerung einfach passen, viel zu häufig hat man aber das Gefühl, nicht vollkommen Herr der Lage zu sein. Das spiegelt sich auch bei den für das Spiel typischen Dodgingmoves wieder. Die Fahrzeugsteuerung hat ebenfalls mit diesen Problemen zu kämpfen. Alle Vehikel lassen sich zwar mit ein wenig Übung recht gut steuern, oftmals schleichen sich aber kleinere Fehler beim Zielen oder Bewegen durch die Steuerung ein. Gut gefallen hat uns hingegen das Waffenauswahlmenü. Auf Knopfdruck könnt ihr entweder die einzelnen Ballermänner durchgehen oder ruft ein kleines Menü auf, mit dem die gewünschte Wumme mit dem rechten Stick auswählen könnt.
Fragfest deluxe!
Unreal Tournament 3 bietet auch auf der Xbox 360 all die Features, die es bereits auf den anderen Plattformen zu sehen gab, und sogar ein wenig mehr. Neben einer Reihe neuer Charaktere, die man für sein Alter-Ego auswählen kann, gibt es noch fünf neue Karten zu entdecken. Darüber hinaus gibt es nur in der 360-Fassung den spaßigen Splitscreen-Modus, mit dem ihr nicht nur lokal mit einem Freund auf der Couch ballern könnt, was das Zeug hält, sondern euch auch zusammen online gegen andere Spieler messen könnt. Das Gameplay von UT3 besticht dabei mit einer, gerade für ein Konsolenspiel, enorm hohen Spielgeschwindigkeit und einer Vielzahl verschiedener Spielmodi. Neben den obligatorischen Modi wie Free For All, Team-Deathmatch, Duel, oder Capture The Flag, spielt vor allem der gelungen Warfare-Modus ganz weit vorne mit, in dem ihr auch mit wunderhübschen Fahrzeugen das Schlachtfeld unsicher machen könnt. Auch die beliebten Mutatoren, mit denen man die Regeln des Spiels selbst erstellen kann, sind wieder dabei. Wie auch schon auf dem PC und der PS3 ist der Singleplayer-Part des Spiels in etwa so tiefgründig wie ein Butterkeks und reiht lediglich einige zugegebenermaßen wirklich gelungenen Zwischensequenzen und einige Bot-Ballereien aneinander. Sehr gut gefallen aber immer noch die Waffen, die jeweils mit einer zweiten Feuerfunktion aufwarten und verdammt gut ausbalanciert sind. Kleine Anmerkung: Die deutsche Version des Spiels wurde geschnitten, so dass es kein Blut oder fliegende Gliedmaßen während des Gameplays zu sehen gibt. Im Gegensatz zur PS3-Version verfügt die Xbox 360-Fassung nicht über Mod-Support.
Fight!
Obwohl sich der Storymodus, wie schon gesagt, eher als nette Dreingabe, anstatt als Singleplayer-Offenbarung herausstellt, werden hier Neulinge gut an das Spiel herangeführt. Neue Modi wie der Warfare-Modus werden außerdem gut erklärt. Ein Tutorial bezüglich der Steuerung gibt es hingegen nicht, wodurch man sich anfangs noch relativ schwer tut. Profis dürften anfangs längere Zeit mit der Einstellung der Zielgeschwindigkeit verbringen, da die Standardeinstellungen wirklich sehr langsam sind .
Da kommt Freude auf!
Der Multiplayer-Modus bietet wirklich etwas für Jedermann. Spieler, die gerne schnelles Deathmatch oder 1on1 suchen, werden hier ebenso bedient, wie Zocker, die mehr Wert auf den Einsatz von Fahrzeugen und das Erfüllen von Missionszielen legen. Darüber hinaus lassen sich die Regeln der Matches durch die beliebten Mutatoren festlegen. Das Matchmaking ist auch gut gelungen und bietet neben einer Schnelles Spiel-Option noch einen übersichtlichen Serverbrowser. Leider wird im Letzteren nicht die Verbindungsqualität angezeigt, die meiste Zeit lässt sich das Spiel aber ohne spürbare Verzögerungen oder Lags spielen. Richtig gut gefallen hat uns die Möglichkeit zusammen mit einem Freund online gegen andere Spieler anzutreten oder die Kampagne kooperativ zu spielen. Selbst im Splitscreen sieht das Spiel zudem noch wirklich höllisch gut aus. Leider lässt sich der Multiplayer-Modus im Gegensatz zur PC-Variante nur mit maximal 16 Spielern spielen.
Unreal Tournament 3 im Test.
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