Gesamtwertung73%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Feines für Retrofans
So, einmal die Finger heben: Wer von euch hatte damals einen C64? Hmm, nicht so viele. Vielleicht kennt ihr trotzdem noch das Spiel Commando. Blauer Soldat, Armeen von Feinden, Palmen und Granaten? Ok, ist verdammt lange her, aber zumindest dürften die meisten von euch den Nachfolger Mercs auf dem Mega Drive kennen, oder? Enttäuscht mich nicht. Na also. Capcom bringt nun fast ein Vierteljahrhundert nach dem ersten Teil ein zweites Sequel auf den Markt und hält dabei an alte Tugenden fest. Soll heißen: Ballerspaß der alten Schule. Die Story ist schnell zusammengefasst und interessiert ehrlich gesagt auch niemanden: Übler Diktator Atomkrieg Ausschalten Ihr! Weiter gehts. Zu Anfang könnt ihr aus drei verschiedenen Charakteren wählen, die sich in Hinsicht ihrer Ausdauer, Geschwindigkeit oder in der möglichen Granaten-Wurfdistanz unterscheiden. Aus der Iso-Perspektive ballert ihr euch nun durch Herscharen von Gegner, Panzern und feindlichen Militärcamps, befreit Gefangene und plättet am Ende des Levels einen fetten Obermotz. Zwischenzeitlich sammelt ihr Power Ups, um eine eurer insgesamt vier möglichen Wummen aufzurüsten. Ab und an dürft ihr sogar selbst an Bord eines dicken Vehikels spingen. Gehts mal Schlag auf Schlag zu, könnt ihr mit eurer Smart Bomb kurzzeitig für Ruhe sorgen.
Rumms, Bumms!
Zum Sound lässt sich nicht allzu viel sagen. Sprachausgabe gibt es keine zu hören, die im Hintergrund daddelnde Musik versprüht einigen Retrocharme und die Soundeffekte können sich ebenfalls hören lassen. Genau wie bei der Grafik möchte man hier allerdings auch keine Akzente setzen, sondern einfach den Charme der Klassiker aufleben lassen. Und das ist durchaus gelungen.
Zu Fuß fein, am Steuer grausig!
Das Spiel bietet zwar durch seine Mechanik keine großen Probleme und geht leicht von der Hand gelaufen wird mit dem linken, geballert mit dem rechten Stick. Smart Bombs und Granaten werden via Schultertasten eingesetzt. Lediglich die Fahrzeugsteuerung hinterlässt einen negativen Eindruck und hätte besser gelöst werden können.
Mittel zum Zweck
Das Spiel basiert zwar vom Spielprinzip her klassischen 2D-Shootem Ups, basiert aber auf runden 3D-Engine. Alle Charaktere wurden in einem ganz netten Comic-Look gehalten. Der Look des Spielgeschehens selber erinnert ein wenig an Assault Heroes, kommt grafisch allerdings nicht ganz mit. Es gibt hübsche Effekte bei den Explosionen zu sehen und das Spiel läuft die meiste Zeit angenehm flüssig. Lediglich im 3-Spieler-Modus kann es vereinzelt zum Stottern kommen.
Starten und drauf los ballern!
Zwar gibt es kein wirkliches Tutorial, aber aufgrund der simplen Spielmechanik hat man keine Probleme, direkt loslegen zu können. Der Schwierigkeitsgrad ist allerdings, wie es für das Genre üblich ist, ziemlich hoch angesetzt, so dass Neulinge eine gewisse Frustresistenz an den Tag bringen sollten. Profis bekommen jedenfalls ein forderndes Spiel aufgetischt.
Drei Mann sollt Ihr sein!
Sehr gut gefallen hat uns die Option, den Titel mir drei Mann gleichzeitig zocken zu können. Das hat sowohl online als auch offline sehr gut geklappt und birgt einen nicht zu verachtenden Spaßfaktor. Schade ist allerdings, dass es nicht möglich ist, in ein laufendes Spiel einzutreten, sodass ihr gezwungen seid, das Spiel für einen weiteren Spieler erneut zu starten.
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