Black
Wenn einer eine Reise macht, dann hat er was zu erzählen. Natürlich ist das zwei Mann starke GC-Team des britischen Entwicklerteams Criterion Studios nicht ohne Grund nach Leipzig gekommen. Bereits auf der E3 konnten sie eine erste spielbare Version von Black präsentieren. Heute gab es nun bei Electronic Arts eine erweiterte Version mit einem neuen Level, der bisher nur in Leipzig zu sehen und auf dem EA Stand abspielbar ist.
Last Action Hero
Shooter sind zu langweilig, bieten nicht das, was man aus Actionfilmen von und mit Schwarzenegger, Stallone & Co kennt und von einem Ballerspiel erwartet, meinen die Criterion Studios, die mit der Burnout Reihe schon mehrfach eindrucksvoll bewiesen haben, dass sie sich mit actionreichen Titeln auskennen. Aus diesem Grund werkeln die Briten nun an Black, einem Titel, der von EA hoch gehandelt wird und - so weit man das schreiben kann - einen durchaus vernünftigen Eindruck hinterlässt.Statt wie viele andere Ego-Shooter auf möglichst viel Realismus zu setzen, steht bei Black die Freude am Schießen im Mittelpunkt. Geschossen wird dabei tatsächlich ziemlich viel. Jede abgefeuerte Kugel soll eine Bedeutung haben - und sei es nur die Verursachung eines Einschussloches.Schleichpassagen sucht man in Black vergeblich, eine Deckung ist auch nur selten von Nöten. Auf Knobeleien und Schalter-Such-Spiele verzichtet man ebenfalls komplett. Statt dessen legen die Criterion Studios dem Spieler nahe, offensiv vorzugehen, auf sich aufmerksam zu machen und möglichst schnell viel Feindesbrut zu erledigen. Natürlich muss auch mal ein Umweg gegangen werden, um nicht von der feindlichen MG-Stellung erwischt zu werden.
Im Endeffekt merkt man dem in drei Schwierigkeitsstufen spielbaren Titel aber an, dass sich Criterion stark von Terminator, Matrix & Co inspireren ließ.
Neben Double-, Triple- und Multikills werden auch Headshots belohnt werden. Wie diese Belohnung ausfällt, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings noch nicht fest. Allerdings teilte man uns mit, dass man beabsichtigt, jedem Level einen hohen Wiederspielwert zuzuweisen. Durch verschiedene Zielvorgaben wie etwa alle Gegner mit einem Headshot zu erledigen, soll der Spieler immer und immer wieder ins Spiel gelockt werden.
Alles Gute kommt von oben
Damit Black nicht dem Schießstandsbesuch auf einem Jahrmarkt gleicht, wurden sämtliche Gegner, von denen es im Übrigen jede Menge gibt, mit einer recht cleveren KI ausgestattet. Ganz im Gegensatz zum vom Spieler gesteuerten Helden suchen sie häufig nach Mitteln und Wegen, dem gefährlichen Kugelhagel zu entfliehen.
Black (6 Bilder)
Die zu großen Teilen zerstörbaren Level spielen bei der Ausradierung verschiedenster Gegner eine wichtige Rolle. Hat sich der Feind auf einem Balkon verschanzt und ist auf normalen Wege nur schwer zu erreichen, kann man kurzerhand mit schwerem Schießutensil auf den Erker schießen und den Hecken- und Balkonschützen so zu seinem letzten Fall bringen. Im exklusiv in Leipzig gezeigten Level war es zum Beispiel auch möglich, aus Betonpfeilern größere Brocken herauszuschießen. Dies mag ganz praktisch sein, wenn sich der Feind genau neben den Pfeilern platziert und durch schwere Metallschilde geschützt ist, können die dort positionierten Soldaten doch so bequem durch größere Stahlbetonstücke erschlagen werden. Auch Tanklaster sind ein schönes Tötungsutensil, kann man sie in der Nähe der Feinde erst einmal zur Explosion bringen.
Neben Stahlbeton und Tanklastern sind es natürlich die verschiedensten Handwaffen wie AK-47, H&K G36C, SIG Sauer oder Panzerfaust, die die Spielwelt verunstalten und die Zahl erledigter Gegner in die Höhe treibt. Wie groß die endgültige Zahl verfügbarer Waffen allerdings sein wird, ist uns noch nicht bekannt. Immerhin: Die Zahl herumliegender Munition und Medipacks ist uns auch nicht bekannt, aber dennoch recht hoch. Schließlich sollen während der Ballerei weder Gesundheit noch Munitionsvorrat zur Neige gehen.
Ersteindruck
Ballerei, die Spaß macht und nicht zu großartigem Nachdenken auffordert. Das klingt zunächst gut und machte während der 30minütigen Präsentation auch einen überaus guten Eindruck. Wie erfolgreich Black aber am Ende werden wird, hängt wohl dann aber auch stark vom endgültigen Umfang des Titels und den durchgeführten Anpassungen für den deutschen, USK-gesteuerten Markt ab. Wir bleiben gespannt und hoffen, noch einmal vor dem Release im Frühjahr nächsten Jahrs mit dem Spiel in Kontakt zu kommen.
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