Ninja Gaiden

Preview
Plattform
XBOX
Vertrieb
Microsoft
Entwickler
Tecmo Ltd.
Erscheinungsdatum
N/A
Genre
Andere
Ninja Gaiden [XBOX , looki.de]

Ninja Gaiden

Ryu Hayabusa ist einer der bekanntesten Charaktere in Tecmos Beat’em up Serie Dead or Alive, doch jetzt bekommt der Ninja wieder sein eigenes Spiel. Ninja Gaiden befindet sich bereits seit vier Jahren eher sekundär in Entwicklung, seit ca. einem Jahr konzentriert man beim Entwicklerstudio namens Team Ninja nun alle Ressourcen auf das Action-Adventure, welches noch dieses Jahr erscheinen soll. Wir heban für Euch alle interessanten Fakten des Spiels in einem Preview zusammengefasst.

Ein grafischer Hammer...

Ninja Gaiden verwendet eine modifizierte Version der Dead or Alive 3 Grafikengine, was natürlich die Frage aufwirft, wie gut diese Technologie die im Vergleich zum Beat`em up riesigen Areale darzustellen vermag. Anlässlich der E3 hatten wir erstmals die Möglichkeit, die Qualität der Ingame-Grafik in Bewegung zu begutachten. Team Ninja Chefentwickler Tomonobu Itakagi demonstrierte dort das Spiel in Form eines kompletten Levels. Erfreulicherweise befindet sich Ninja Gaiden auf einem grafisch mindestens ebenso hohen Niveau wie DOA3. Neben dem sehr detailliert gestalteten Helden, der zudem durch eine butterweiche Animationen zu beeindrucken weiß, tragen vor allem die hochauflösenden und gestochen scharfen Texturen zum positiven Gesamtbild bei. Die Qualität der Animationen ist insofern erwähnenswert, da euer Held eine Vielzahl von Bewegungen beherrscht. Diese reichen vom vorsichtigen Entlanghangeln an einem Vorsprung und beeindruckenden Kampfbewegungen bis hin zum kurzfristigen Sprint an Wänden entlang. Dass unter dieser Vielzahl von Bewegungen nicht zwangsläufig die Übersicht leidet, dafür sorgt die hervorragend funktionierende Kamera, welche das Geschehen stets spektakulär erscheinen lässt.

Es handelt sich dabei um eine klassische 3rd Person Kameraansicht, die euren Helden in kurzem Abstand folgt, bei Bedarf aber auch in eine optimalere Position wechselt. Besonders viel Arbeit hat man in die Gestaltung der Endgegner investiert, was sich absolut bezahlt gemacht hat. Diese teilweise bildschirmfüllenden Gegner sehen beeindruckend aus und stellen sicher sowohl ein spielerisches als auch ein technisches Highlight dar. Die Darstellung des Wassers ist auch als sehr gelungen zu bezeichnen, so wirft das Wasser Wellen, wenn Ryu sich darin bewegt.

Lediglich der stellenweise etwas steril wirkende Grafikstil, besonders Hayabusa sieht aus wie auf Hochglanz poliert, hinterlies keinen gänzlich positiven Eindruck. Auch die Anzahl der gleichzeitig dargestellten Gegner ging in der gezeigten Demo nicht über drei heraus. Wem DOA 3 grafisch zusagt, der wird in Ninja Gaiden sicher ein echtes Highlight finden, das für offene Münder aufgrund der Grafik sorgen wird. Von unserem Eindruck her lief die Demo zudem mit flüssigen 60 Fps, was hoffentlich auch in der endgültigen Version der Fall sein wird.

...der auch spielerisch überzeugt?

Der auf der E3 präsentierte Level spielt in einem als Kanalisation gestalteten Abschnitt, in dem im Fantasy Stil gehaltene Gegner Hayabusa das Überleben schwer machen. Wie viele unterschiedliche Szenarien es geben wird ist leider noch nicht bekannt, wir wissen lediglich, dass der Ninja auch Außenwelten besuchen und auf menschliche Gegner stoßen wird. Um sich der Gegnerschar zu erwehren stehen eine Vielzahl von Waffen zur Verfügung. Neben einem Schwert verfügt Hayabusa auch über andere Ninja typische Waffen wie Nunchakos oder Wurfsterne. Beim Einsatz von Fernwaffen wie dem Bogen schaltet die Kamera in eine Sicht, die eurem Held über die Schulter schaut. Diese in Spielen wie Metal Gear Solid oder Splinter Cell verwendete und bewährte Ansicht findet also auch hier Verwendung. Leider konnten wir nicht in Erfahrung bringen, ob auch moderne Waffen wie Pistolen oder Gewehre zum Einsatz kommen, möglich wäre es denn Ihr trefft auf durchaus modern ausgerüstete Gegner. Eine interessante Alternative dazu ist allerdings der Einsatz von Magie, den Ryu wird sich mit diversen Zaubern gegen seine Widersacher wehren können. Unterbrochen werden die actionreichen Kämpfe von Rätseln, die sich allerdings in der gezeigten Demo noch recht simpel präsentierten.

Inwiefern sich an der Komplexität der Aufgaben noch etwas ändert, werden wir wohl erst beim Test der finalen Version in Erfahrung bringen können. Offenbar hat man sich bei Team Ninja auch etwas vom derzeit herrschenden „Stealth“ Fieber infizieren lassen, denn obwohl der gezeigte Level sehr actionreich war, so ist es nötig, den Level sehr genau zu erkunden.

Dazu steht eine First Person Ansicht zur Verfügung, welche in der Demo schön demonstriert wird. Eine erhöht liegende Plattform lässt sich erst in diesem Sichtmodus erkennen, so dass Ryu sie dann mit einem gewagten Sprung erreichen kann.

Der Hauptcharakter wird während des Spiels Erfahrungspunkte sammeln und sich so kontinuierlich verbessern. Dennoch bleibt das Spiel auf schnelles Gameplay fokussiert, es handelt sich mehr um ein Actionspiel mit leichten Rätseleinlagen als um ein Action Adventure im eigentlichen Sinne.

Da es sich bei Ninja Gaiden um eine Xbox exklusive Entwicklung handelt, stellt sich natürlich die Frage nach einer Unterstützung von Microsofts Onlineservice Xbox Live. Während downloadbare Inhalte als so gut wie sicher gelten, kündigte man auf E3 einen „revolutionären“ Onlinemodus an, ohne allerdings Details zu nennen. Wir sind gespannt.

Ersteindruck

Ninja Gaiden ist ein durchweg spannendes Projekt, denn es stammt von einem der wenigen Xbox treuen Entwicklerstudios Japans, welches bisher mit DOA 3 und DOA Extreme Beach Volleyball technisch beeindruckende Spiele für die Xbox produziert hat. Mit Ninja Gaiden setzt Team Ninja dieses Know How jetzt erstmals für ein komplexeres Szenario ein, das über Beat`em Ups oder spielerisch recht simple Sportspiele hinausgeht. Dass Ninja Gaiden technisch an andere Spiele von Tecmo anknüpfen kann, steht schon jetzt außer Frage, bleibt nur zu hoffen, dass sich das Gameplay abwechslungsreich gestaltet und auf Dauer motiviert. Wir haben momentan die meisten Bedenken, was die Eingängigkeit der Steuerung bei den derart vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten angeht. Sollten die Entwickler dies in den Griff bekommen , dann erwartet uns noch dieses Jahr ein absolutes Highlight.

Ninja Gaiden [XBOX , looki.de]

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