Splinter Cell
Das die französische Spieleschmiede Ubi Soft durch einige herausragende und spektakuläre Titel bekannt wurde, dürfte eigentlich jedem vertraut sein. Jetzt haben es die Entwickler erneut geschafft, sich wieder einmal von der momentan sehr großen Spieleflut abzusetzen. Nach zahlreichen Einsätzen in der Rainbow Six Reihe, dürft Ihr Euch erstmals in die Rolle eines Einzelkämpfers versetzen, anstatt ständig als Anführer eines Sonderkommandos zu agieren.
Die tragende Rolle von Sam Fisher
In Tom Clancys - Splinter Cell übernehmt Ihr den männlichen Part des Elite-Soldaten Sam Fisher, der natürlich, wie sollte es auch anders sein, ganz auf sich alleine gestellt ist. Die vereinigten Staaten werden vom Nahen Osten und den Sowjets bedroht, was die Sicherheit der USA gefährdet. Ihr werdet von Eurer Regierung und deren Auftraggebern auf die gefährliche Mission geschickt, diese finstere Bedrohung aufzudecken und die Drahtzieher die hinter dieser Intrige stecken, aus dem Verkehr zu ziehen. Bei einem Scheitern oder einer Gefangenname durch die feindliche Seite, wird selbstverständlich Eure Existenz, seitens der Regierung, verleugnet. In bekannter Ein-Mann-Manier führen Euch Eure Einsätze in abwechslungsreiche Gebiete, wie z.B. eine Ölbohrinsel oder eine amerikanische Waffenfabrik. Die aufregenden Missionen fordern Euch einiges an spielerischem Können ab und sorgen somit für viele spannende Spielstunden.Solid Snake lässt grüßen
Was in den ersten Spielminuten stark an Metal Gear Solid erinnert, ist die packende Atmosphäre, von der es dieser Titel versteht, gebrauch davon zu machen. Ihr müsst, ähnlich wie in Metal Gear Solid, feindliche Gebäude infiltrieren und dort versuchen, möglichst unentdeckt zu bleiben. Hierbei hilft Euch eine Stealth-Anzeige, die im unteren (rechten) Bildabschnitt zu sehen ist. Diejenigen unter Euch, die schon einmal Dark Projekt gespielt haben sollten, werden sofort verstehen, was diese zu bedeuten hat. Allen anderen wird nun in den nächsten Zeilen kurz erklärt, wofür diese Stealth-Anzeige nützlich ist. Wenn Ihr Euch im Verborgenen haltet, bzw. in einer dunklen Ecke eines Raumes befindet, zeigt Euch diese Anzeige jederzeit, wie gut Ihr sichtbar seid. Befindet sich der Balken der Anzeige ganz links, dann seid Ihr für den Gegner nicht sichtbar.
Dieser würde Euch nur bemerken, wenn Ihr ein Geräusch in seiner Nähe verursachen würdet. An dieser Stelle kommt es dann zu einem Katz-und-Maus-Spiel, denn wenn Ihr eine Cola Dose in die Richtung des Feindes werft, um diesen von seiner Routine-Patroullie abzulenken, um anschließend zu versuchen, unbemerkt an diesem vorbeizuschleichen. Eins solltet Ihr Euch also unbedingt merken, nämlich das der Schatten im Spiel, Euer bester Freund ist. Bevor Ihr Euch aber Hals-Über-Kopf in das Abenteuer werft, sollte noch ein Blick in das Ausrüstungsmenü geworfen werden. Dort könnt Ihr nützliche Items mit in Euren nächsten Einsatz mitnehmen, u.a. befinden sich dort bewegliche Kameras, mit denen Ihr die verschiedenen Gegenden ausspionieren könnt und Chemikalien, die es Euch ermöglichen, Türschlösser aufzuätzen, um so auch verschlossene Räumlichkeiten infiltrieren zu können.
Eine anspruchsvolle Steuerung, für ein anspruchvolles SpielBei der Steuerung hat sich Ubi Soft mächtig ins Zeug gelegt, denn diese präsentiert sich sehr umfangreich und genau. Euer Held lässt sich in diesem Action-Adventure fast so gut steuern, wie in einem Ego-Shooter, hier werden Erinnerungen an z.B. Medal of Honor: Frontline wach. Mit dem linken Analogstick könnt Ihr wie gewohnt laufen, während dessen kann mit dem rechten Analogstick die Blickrichtung eingestellt werden. Die Buttonbelegung fällt ebenfalls sehr angenehm aus, ein Knopfdruck genügt und schon springt Euer Elite-Soldat in die Höhe, duckt sich vor feindlichem Kugelhagel oder zieht selbst das Schießeisen, um das gegnerische Feuer zu erwidern. Die nützlichen Utensilien aus dem Inventar können selbstverständlich auch eingesetzt werden, das ist auch von Nöten, denn ohne manche Items lässt sich das Missionsziel nicht erreichen. Das dieser Titel auch optisch in voller Länge zu überzeugen weiß, lässt sich an unseren Screenshots erkennen. Hervorragend animierte Personen, butterweiche Bewegungen und erstklassige Lichteffekte gilt es in Splinter Cell zu bestaunen. Loderndes Feuer, dichter Nebel, astreine Licht- und Schattenwürfe sind natürlich mit von der Partie, wurden spektakulär in Szene gesetzt und wirken sehr realistisch.
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