Star Craft: Ghost

Preview
Plattform
XBOX
Vertrieb
Capcom
Entwickler
Blizzard
Erscheinungsdatum
N/A
Genre
Action
Star Craft: Ghost [XBOX , looki.de]

Star Craft: Ghost

Die Strategie-Spiel-Serie Star Craft war bislang nur den PC-Spielern vorbehalten. Nur ein einziges Mal wurde der Titel auf den N64 umgesetzt. Nun kehrt Blizzard mit ihrem aktuellen Actionspiel, Star Craft: Ghost, an dem die Entwickler zurzeit noch arbeiten, auf die heimischen Konsolen zurück. Was euch in dem taktischen Actionkracher erwartet, könnt ihr jetzt in unserem Preview nachlesen.

Die Story

Viel ist über die Hintergrundgeschichte von Blizzards neuestem Actiontitel, der Ende 2003 erscheinen soll, noch nicht bekannt. Lediglich dass der Hauptcharakter in Star Craft: Ghost die Agentin Nova sein wird, und deren Rolle der Spieler übernehmen wird. Aber wer oder was sind eigentlich die Ghosts? Die Ghosts ist eine Spezialeinheit die aus Menschen besteht. Sie haben sich zusammengeschlossen um gegen die feindlichen Zergs und Protoss zu kämpfen. Die Zergs sind so eine Art Tierrasse, welche eine sonderbare Mischung aus Käfern und Reptilien darstellt. Grund hierfür wird vermutlich ihr Lebensraum sein, der sich auf einer biologischen Müllhalde befindet.

Weitere Gegner sind die Protoss, die übernatürlich intelligent sind. Ihre Hauptstärke besteht aus einem Energieschild, den jedes dieser Geschöpfe besitzt. Um einen Protoss zu erledigen, muss man erst sein Energieschild zerstören, was sich allerdings als schwierig erweisen könnte, denn sobald Nova erkannt wird, fahren die Protoss ihr Schutzschild hoch. Die einzige Möglichkeit die hier weiterhilft, ist ein Scharfschützengewehr.

Ein direkter Nachfolger von seinem PC Vorgänger ist Star Craft: Ghost jedoch nicht. Nur die Charaktere und die Umgebung, aus dem Star Craft Universum, wurden übernommen. Daher wird der ein oder andere PC-Spieler der die Star Craft Reihe schon länger kennt, die verschiedenen Schauplätze sofort wieder erkennen. Was sich vollkommen geändert hat, ist dass Genre. Die PC-Titel waren allesamt Strategiespiele, wogegen es sich bei der Konsolenversion um einen Actiontitel handelt, der mit etwas Strategie gewürzt worden ist. In dem über 30 Level umfassenden Action-Adventure, wird die Heldin im Third-Person-Modus durch die verschiedenen Missionen gesteuert. Sobald der Spieler auf gegnerische Einheiten trifft, und ein Schusswechsel stattfindet, kann man auch in die Ego-Shooter-Perspektive wechseln.

Novas große Stärke sind ihre vielseitig einsetzbaren Bewegungsmöglichkeiten. Von Schleichen, Springen, über Abgründe hangeln, bis hin zum klettern, ist hier alles vertreten. Sie kann sich sogar mit den Beinen an einem Heizungsrohr, einer Leiter oder einem Seil festhalten und Kopfüber mit ihrer Waffe die Feinde erledigen. Auch an der Decke entlang zu laufen stellt für sie kein Problem dar. Neben ihren hervorragenden Bewegungsfähigkeiten besitzt die Agentin auch noch andere nette Features, die ihr Weiterkommen in den Levels sichern.

Um diese Fähigkeiten zu erwerben, hat sie ein 20 Jahre langes geistiges und körperliches Training über sich ergehen lassen müssen. Einer der wichtigsten hiervon ist der Tarnmodus, der auch Cloak genannt wird. In diesem Modus ist Nova fast nicht mehr zu sehen, nur noch die groben Umrisse sind von ihr sichtbar. Dies funktioniert allerdings nur reibungslos, wenn sich die Protagonistin nicht bewegt. Zu sehen bekommt man sie wieder, wenn Nova zu laufen beginnt. Sie erscheint dann als milchig verschwommene Agentin auf den Bildschirm. Trotz des Unsichtbarkeits-Modus sollte man sich nicht in Sicherheit wiegen.

Geräusche die der Spieler verursacht, wie zum Beispiel Schüsse, bekommen die Feinde schnell mit und bestrafen dies mit einem wilden Geballere. Der Tarnmodus hält natürlich auch nicht ewig, dass wäre ja sonst zu leicht. Sobald die Energiereserven aufgebraucht sind, geht’s zurück in den normalen Modus.

Ein weiterer wichtiger Punkt in Sachen spezielle Fähigkeiten ist die Infrarotsicht. Hier kann die Heldin ihre Gegner schon im Voraus durch Wände hindurch erkennen, und weiß somit sofort, an welcher Stelle sich die Feinde genau befinden. Erwähnenswert, ist ebenfalls die Beschleunigungsfähigkeit.

Diese ermöglicht Nova, sich blitzschnell von einem Ort zum anderen zu bewegen. Das Ganze wird währenddessen in Zeitlupe dargestellt, einem Bullet-Time ähnlichem Effekt, in dem sich alles um Nova herum langsam bewegt und nur sie allein in der gewohnten Geschwindigkeit fortschreiten kann. Auch die psionischen Kräfte sind sehr nützlich.

Mit diesem Feature kann Nova feindliche Kontrahenten die sich versteckt halten erkennen. Sobald Nova in die Nähe eines einen verborgenen Kontrahenten kommt, wird dieser mittels Anzeigen von verschieden Symbolen auf dem Bildschirm angezeigt.

Umfangreiches Waffenarsenal

In einem guten Action Spiel sollte auch das Waffenarsenal reichhaltig sein. Bei Star Craft: Ghost ist dies selbstverständlich der Fall. Nova kann hier aus einem großen Sortiment, der verschiedensten Waffen auswählen. Dabei ist alles Mögliche wie zum Beispiel ein Flammenwerfer, ein Schwert, ein normales Sturmgewehr, ein Scharfschützengewehr oder Wärmesuchende Raketen vertreten.

Dies ist jedoch nur eine kleine Auswahl. Aber nicht nur durch rohe Waffengewalt kommt man in den einzelnen Missionen erfolgreich weiter. Auch sein Köpfen muss man ab und an anstrengen, um ein Level zu meistern. Dabei gibt es meist mehrere Lösungswege, die zum Ziel führen können.

Die Einen lassen sich nur mit purer Waffengewalt lösen, die Anderen hingegen nur mit Köpfen und Taktik. So sollte der Spieler auch öfters mal an einem Gegner vorbei schleichen, um sich kostbare Munition zu sparen, die später eventuell einmal dringest benötigt wird.

Um hier unbemerkt an Gegner vorbei zukommen wird Nova mit modernster Technik, einen kleinem Radar unterstützt. Dieser schlägt umso mehr aus, je besser Nova sichtbar für den Gegner ist. So kann er jederzeit erkennen, ob er erkannt wird und lieber umkehren sollte oder beruhigt Weiterschleichen kann. In schwierigen Situationen muss Nova aber nicht immer alleine gegen die Aliens kämpfen.

So kann sie zum Beispiel auch mit Hilfe von Call-Ups Luftunterstützung von anderen Einheiten anfordern. Diese legen dann feindliche Gebäude, beispielsweise mit Atombomben, in Schutt und Asche. Mit dem Calling lässt sich dann auch gleich einstellen, mit was für Waffen die Unterstützung anrücken soll. Um es euch aber nicht allzu leicht zu machen, sind solche Unterstützungen von Mission zu Mission unterschiedlich begrenzt. Der größte Teil des Spieles läuft dabei im Freien ab.

Hier kann man dann auch allerlei Fahrzeuge, die schon von den anderen Star Craft Titeln bekannt sind entern.

Diese lassen sich dann auch steuern und gegen die Kontrahenten einsetzen. Selbstverständlich muss der Spieler auch mal abspeichern. Bei Star Craft: Ghost hat man die Checkpoint Speicherung gewählt. Das heißt, Nova muss im Spiel bestimmte Stellen erreichen, damit das Spiel gespeichert werden kann. Um auch ein Adventure-Feeling zum Klang kommen zu lassen, haben die Entwickler kleine Rätsel, die in Form von Mini-Spielen wiedergegeben werden mit eingebaut. Die Charaktere sind in einem comicartigen Stil aufgebaut.

Nova muss zum Beispiel versuchen bunte Lichtbögen richtig miteinander zu kombinieren oder Zahlenrätsel lösen. Die KI aller Charaktere soll ungemein hoch sein. So verfügt jeder der verschiedenen Gegner eigene, für sich typische Bewegungsabläufe. Auch Nova selbst, strotzt geradezu von Intelligenz. Nach jeder beendeten Mission lernt sie dazu. So weis sie in zukünftigen Missionen, wo sich zum Beispiel die Schwachpunkte der Gegner befinden.

Nova selbst und andere Charaktere sind sehr detailliert ausgearbeitet, was man an den verschiedenen Gesichtszügen deutlich erkennen kann. Auch verschiedene Effekte wie Feuer, Rauch, Regen und Nebel können sich sehen lassen. Besonders die Wasser-, und Lava-Effekte lassen dem Spieler dem Atem stocken, da diese sehr reell wirken. Sehr abwechslungsreich sind übrigens die verschieden Schauplätze, in denen die Kämpfe rund um Nova stattfinden. Diese führen durch grüne Wälder, dichte und verwachsene Dschungel, dunkle Höhlen sowie fremde düstere Planeten. Filmreich sind auch die Zwischensequenzen die Blizzard hier mit eingebunden hat.

Bis zum Release sollte aber auch noch etwas verbessert werden. Da wäre zum Beispiel der Schattenwurf. Dieser wird nämlich nur immer von einer Lichtquelle aus, auf den Boden geworfen, oder erledigte Gegner verschwinden einfach vom Bildschirm. Auch die Kameraführung muss noch nachgebessert werden. Geplant ist hier eine Kameraführung, die sich selbst immer in die richtige Position begibt und somit der Spieler immer alles Wichtige im Blickwickel hat. Konfigurieren muss der Spieler nicht mehr, wenn doch kann man dies mit dem linken Analog-Stick bewältigen.

Ersteindruck

Mit diesen Vorgaben wird Star Craft: Ghost ein richtiger Knaller, der Splinter Cell und Metal Gear Solid gefährlich nahe kommen könnte. Allerdings auch nur wenn Blizzard eine hervorragende Kameraführung und andere versprochene Details in die Realität umsetzt. Wir werden ja sehen, welche Erneuerungen uns Blizzard bis Ende diesen Jahres zu Star Craft: Ghost noch zu bieten hat. Bis dahin ist ja noch eine Menge Zeit. Ein wichtiger Punkt ist, dass der Titel für die Xbox und die PS2 jeweils extra entwickelt und nicht einfach nur umgesetzt wird, wobei für die Xbox-, und GameCube Version Blizzard/ Nihilistic und für die Playstation 2 Mass Media verantwortlich sein soll.

Somit kann man sich ziemlich sicher sein, das dass Spiel für jede der Konsolen genau auf ihre Fähigkeiten abgestimmt sein wird und man nicht nur eine einfache Umsetzung bekommt. Ein weiterer Vorteil für Star Craft: Ghost ist auch der Erinnerungswert der Spieler, zumindest für diejenigen, die dass Strategiespiel schon vor Jahren auf dem PC genossen haben. Es ist nämlich immer wieder schön, wenn man mal in einem neuen Spiel altbekannte Charaktere und Schauplätze wieder vorfindet. Besonders Interessant dürfte der Mix aus Stealth, Action und ein wenig Strategie sein.

Star Craft: Ghost [XBOX , looki.de]

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