Terminator 3: Rebellion der Maschinen
'I'll be back' - Ich komme wieder - spaltet Kinogänger in zwei Lager: Jene, die das Revival des Action-Kinos erwarteten und jene die sich einfach nur vor einem teuren B-Movie fürchteten. Wer Recht behielt sei dahingestellt, an den Cameron-Vorgänger reichte Jonathan Mostow's Werk allerdings nicht heran. Nichtsdestotrotz erwartet Terminator 3, wie das mit teuren und erfolgreichen Kino-Produktionen Gang und Gebe ist, nun ein eigenes Spiel. Der Umsetzung des dramaturgisch hochkomplexen Werks nahmen sich die Mannen von Black Ops Entertainment an. Mehr Infos zu Arnies neuer Videospiel-Inkarnation findet Ihr in unserem Preview.
Bei diesem Spiel ist der Name Programm. Terminator 3: Rebellion der Maschinen wird ein waschechter Ego-Shooter mit Action und Projektilen, mit mehr und minder hübschen Terminatoren und nicht zuletzt mit von der original Film-Crew exklusiv gedrehten Filmsequenzen. Synchronisiert wird vom einzig wahren Terminator, der den Künstlern bei Black Ops auch sein Antlitz zur Verfügung stellte. Terminator 3 soll Maßstäbe in Sachen Atmosphäre und Film-Feeling setzen - und es dennoch nicht dem leicht vergeigten Enter the Matrix gleichtun.
Rebellion der Maschinen hält sich storytechnisch eng an den Film und hat damit auch alle Freiheiten, die ein so wenig komplexer Plot bietet: Nicht nur darf der Spieler in die Rolle des guten Terminator T-850 schlüpfen und den erwachsenen John Connor vor dem T-X, auch Terminatrix genannt retten, nein, es bietet sich sogar die Möglichkeit in die Rolle Arnies zu schlüpfen bevor er zum Retter umprogrammiert wurde. Generell werden Fans der Serie einige interessante Punkte in der Geschichte der düsteren Zukunftsvision spielen dürfen, die man im Kino nicht zu sehen bekam.
Möglich wäre auch ein Wiedersehn mit alten Bekannten wie dem T-1000 aus Teil 2 oder den T-1-Einheiten auf Rädern, die im neuen Film zu sehen sind.
Äktschn, und zwar ohne Ende
Für Richtigkeit der T-Seriennummern übernehme ich derweil keine Haftung, denn diese scheinen sich nicht großartig von den wöchentlichen Lottozahlen zu unterscheiden...Gerüchten zufolge ist der T-800 sowieso nur plötzlich zum T-850 geworden, um die unlogischen Bombenbatterien im Script unterzubringen... Daher die Zahlen wie immer ohne Gewehr, dafür allerdings mit Shotgun und Sonnenbrille. Und da kommen wir auch zum eigentlich interessantesten Teil des Spiels. Denn - sind wir mal ehrlich - die Story ist eigentlich Pustekuchen, wir haben es hier mit dem Terminator zu tun und der kann seinem Namen in einem herzergreifenden Adventure nicht gerecht werden.
Neben der Shotgun wird unser Alter-Ego auch kräftig gebrauch von über 20 verschiedenen Waffen aus Zukunft und Gegenwart machen, seien es Arc-Laser, Sturmgewehre oder Mikroraketenwerfer. Doch auch ohne Feuerwaffen weiß man sich zu wehren. Im Kampf gegen andere Terminatoren und nicht zuletzt dem T-X wird auch zu Faust und Schuh gegriffen. Dutzende von Angriffsmöglichkeiten und Schlagvariationen sollen den Shooter-Alltag aufmöbeln und gescholtenen Fingern etwas Abwechslung bescheren.
Kinoreif, auch auf der Konsole
All die furiose Action, die Terminator 3: Rebellion der Maschinen bieten soll, findet auf den Original-Schauplätzen des Kino-Feuerwerks statt sowie weiteren Missionen, die im Film nicht unbedingt erwähnt, aber dafür für den Verlauf der Hintergrundgeschichte wichtig sind. Hierbei handelt es sich um unterschiedlichste Szenarien. In Laboratorien und Militärbasen weiß man sich gegen die Ur-Ahnen des T-850 sowie höheren Entwicklungen zu verteidigen und in der Innenstadt von Los Angeles liefern sich der einzig wahre Terminator und T-X ein heftiges Straßenduell.
Grafisch setzt T3: Rebellion der Maschinen bislang noch keine Maßstäbe, weiß jedoch durchaus zu überzeugen. Furios animierte Rendersequenzen und ein hervorragend modellierter Arnold Schwarzenegger präsentieren euch die Action mit Kinoqualitäten.
Diese wurden von einem Studio produziert, dass bereits an Final Fantasy X mitarbeitete. Auch im eigentlichen Spiel können die sehr detailliert modellierten Muskelprotze und Stahlskelette überzeugen. Lediglich die Umgebung wirkt manchmal etwas grob modelliert, ist aber immer noch überdurchschnittlich. Die Texturen sind durchweg von hoher Qualität, ob es diesbezüglich Änderungen zwischen PS2 und Xbox-Version geben wird, ist derzeit unklar.
Generell ist davon auszugehen, dass die Entwickler noch viel Hand an den schon jetzt überzeugenden Aspekt der Präsentation legen werden.
Ersteindruck
Letztlich kann man nicht sagen, dass Terminator 3: Rebellion der Maschinen eine typische Film-Umsetzung wird. Atari gab sich alle Mühe dem Klischee zu entkommen und heuerte nicht nur ein Entwicklerteam an, sondern Mitarbeiter verschiedener Entwickler wie Shiny oder Melbourne House, um dem Spiel den Feinschliff zu verpassen. Ließen mich zu Beginn frühe Misserfolge der Entwickler Black Ops (Tomorrow Never Dies - PSX, Street Hoops - PS2) zweifeln, kann man nun eigentlich davon ausgehen, dass uns ein überdurchschnittliches Spiel erwartet. Leider vermisse ich für meinen Teil einen Multiplayer-Modus, aber mit spannenden Singleplayer-Missionen lässt sich auch dieser Makel ausbalancieren. Dass die Story abgedroschen ist, sollte der atmosphärischen Präsentation auch keinen Abbruch tun, weshalb ich davon ausgehe, dass uns Ende November zumindest ein guter First-Person-Shooter erwartet, wenn nicht sogar etwas mehr.
VIDEO
![Terminator 3: Rebellion der Maschinen [XBOX , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080516/13/3401391004.jpg)