The Suffering: Ties That Bind

Preview
Plattform
XBOX
Vertrieb
Midway Home Entertaiment Inc
Entwickler
Surreal Software
Erscheinungsdatum
N/A
Genre
Andere
The Suffering: Ties That Bind [XBOX , looki.de]

The Suffering: Ties That Bind

Nach dem Vorgänger, welcher auf Carnate Island spielte, findet sich der Protagonist Torque nun im Gefängnis von Baltimore wieder. An dieser Stelle ist bewusst der Begriff Protagonist gewählt worden und nicht Held, da dies in The Suffering nicht klar zu fassen ist.

Wir erinnern uns: Zu Beginn des Vorgängers wurde Torque im Hochsicherheitsgefängnis Abott auf Carnate Island eingeliefert. Er soll seine eigene Familie auf bestialische Weise umgebracht haben. Weder Torque noch der Spieler wusste, ob er die Tat wirklich begangen hat, denn der Protagonist litt unter Gedächtnisstörungen und verwirrenden Flashbacks. Trotz der unterschiedlichen Endings aus The Suffering 1 wusste der Spieler nicht, was wirklich damals mit Torques Familie geschah. Doch das war nicht das einzige Problem. Ein Erdbeben erschütterte Carnate Island und aus dem Erdreich bahnten sich schreckliche Wesen den Weg nach draußen – direkt aus der Hölle. Sie überrannten Abott und für Torque galt nur ein Ziel: Überleben.

Nun ist Torque wieder im Gefängnis, allerdings laufen die Höllenkreaturen noch frei herum. Anscheinend unternahmen sie eine Kreuzfahrt von Carnate Island aus und landeten danach auf dem Festland. Wo? Genau! - In Baltimore! Und was ist die erste Station, wenn Monster auf Sightseeing-Tour gehen? Genau! - Ein Gefängnis! Im Gefängnis bricht ein Aufstand aus, der durch den Einbruch der Monster verursacht wird. Das ist die Chance für Torque, um zu fliehen.

Surreal Software hatte sich bereits im ersten Teil um eine dichte, allerdings auch verwirrende Story bemüht. Ist Torque schuldig, ist er es nicht? Was ist passiert? Wie endet all das? Durch viele Entscheidungsmöglichkeiten, die der Spieler im Vorgänger hatte und durch verschiedene Endings präsentierte sich The Suffering mit einer vielschichtigen Story.

Daran knüpft der Nachfolger Ties That Bind an. Der Clou gleich zu Anfang: Wer die Spielstände des Vorgängers noch besitzt und durchgespielt hat, kann dadurch einen von drei unterschiedlichen Anfängen wählen.

Außerdem kann der Spieler erneut entscheiden, wie er sich anderen Menschen gegenüber verhält. Anscheinend kann er sich endgültig für das Gute oder das Böse entscheiden. So kann er entweder seine menschliche Form wahren oder sich zum ersten Mal in einen mächtigen Dämon verwandeln, mit besonders starken Fähigkeiten. Alles liegt in eurer Hand. Die Story wird zudem erneut auch durch Rückblicke erzählt, von denen einige spielbar sind.

Midway sagte uns allerdings, dass die Spieler dieses Mal Antworten auf fast alle ihrer Fragen erhalten werden und dass es drei unterschiedliche Endings geben wird.

Ganz klar wird das Monsterdesign wieder schaurig schön werden. Die Leute von Stan Winston Studios, welche auch schon die Designs zu Filmen wie Alien und Predator erstellten, haben sich erneut ins Zeug gelegt. Neben alten Bekannten wie dem Slayer, welcher Schwerter anstelle von Unterarmen und Unterschenkeln hat, sind auch neue Ausgeburten des Grauens dabei.

Marco Nier, Product Manager von Midway berichtete z.B. von kleinen verstümmelten Hunden, welche anstatt des rechten Auges ein Messer haben, welches ihnen aus dem Kopf wächst. Mit diesem Messer versuchen diese kleinen Fieslinge dann, den Spieler anzuspringen – bevorzugt unerwartet aus dunklen Ecken heraus.

An unterschiedlichen Umgebungen wird es jedenfalls nicht mangeln. Neben dem Gefängnis verschlägt es Torque in ein Filmtheater, in die Straßen von Baltimore, in einen Lagerbereich, in die Skyline von Baltimore und in den Hafen, wo das Böse landete.

Texte und Synchronisation werden übrigens komplett lokalisiert sein, doch leider konnten wir in der vorliegenden Version nicht in die Synchronisation reinhören.

Angestaubt erscheint die Grafik. Zwar sagte uns Midway, dass die Grafikengine des ersten Teils für The Suffering: Ties That Bind noch einmal kräftig aufgebohrt wurde, aber davon war bei der vorliegenden PS2-Version auf den ersten Blick nichts zu spüren. Wogegen die Designs im Detailgrad noch überzeugen konnten, wirkten die Texturen ziemlich verwaschen und etwas karg. Während die Grafik also vor einem Jahr noch im guten Mittelfeld lag, ist sie im bisherigen Eindruck als leicht veraltet anzusehen. Als Entschädigung für die nicht mehr ganz angemessene Grafik könnten eine weiter verbesserte KI, eine ausgeweitete Bewegungssteuerung und ein verbessertes Inventar dienen. Dies verspricht zumindest Midway.

Ersteindruck

Wer auf Horror und Action steht, wird bei The Suffering: Ties That Bind sicherlich die volle Ladung bekommen und zufrieden sein. Für Atmosphäre und Spannung wird sicher gesorgt sein, ebenso wie für deftige Schockmomente. Der Spieler wird wieder zitternd vor dem Bildschirm kauern und mit großen Augen die Räumlichkeiten nach schrecklichen Details absuchen. Bereits im Vorgänger musste der Spieler jederzeit bereit sein, da Monster aus allen nur erdenklichen Richtungen angreifen konnten. Die Monsterdesigns gehören für mich wirklich zu den schlimmsten/besten, was man sich im Horrorgenre vorstellen kann, weshalb man sich schon fragt wie die echten Alpträume der Designer aussehen müssen. Doch leider schwächelt der Titel meiner Meinung nach etwas in der optischen Präsentation und abgesehen von der Dämonenform, in die Torque schlüpfen kann, ist der Ablauf des Spiels anscheinend genau wie in Teil 1. Trotzdem ist der Ersteindruck sehr solide und lässt sich durch einen endgültigen Test sicher noch aufwerten.

The Suffering: Ties That Bind [XBOX , looki.de]

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