Gesamtwertung79%/10 |
GrafikMangelhaft SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Ein Alien und ein Predator sind wohl die gefährlichsten Außerirdischen die es gibt und da haben manche darüber nachgedacht was wohl passieren würde, wenn diese zwei Spezien aufeinandertreffen. Zu dieser Thematik sind mittlerweile schon zwei PC-Titel erschienen, die den Spieler wahlweise in die Haut des Alien, Predator oder schwerbewaffneten Menschen schlüpfen lässt...
Gefährliche Rassen...
Als EA ein neues AvP Spiel angekündigt hat, war die Freude unter der nicht gerade kleinen Fangemeinde groß. Aber anstatt einen üblichen Ego-Shooter sollte das ganze in einem Echtzeitstrategiespiel umgesetzt werden. Und nicht genug der Überraschungen, hieß es auch, dass es nicht für den PC, sondern für Xbox und PS2 erscheinen würde. Jetzt kann man gespannt sein, was Zono Interactive daraus macht und ob sie eine konsolengerechte Steuerung hinbekommen.
Jede der drei Rassen hat unterschiedliche Motive und Ziele warum sie auf diesem Planeten gelandet sind. Die Marines wurden auf Befehl von Weyland-Yutani, eine sehr mächtige irdische Firma, nach LV-742 geschickt um die Forscher zu unterstützen die nach Erzen und anderen Reichtümer suchen. Nebenbei ist auf diesem Planeten eine riesige Alienpopulation zu verzeichnen, die etwas dagegen haben, dass sich die Menschen hier aufhalten. Als dritte Partei mischen noch die Predators mit, die die exklusiven Jagdrechte auf LV-742 haben. Neben den vielen Aliens geben auch die schwerbewaffneten Menschen sehr gute Trophäen ab. Und ehe man sich versieht ist jede Rasse mit den anderen in schwere Gefechte verwickelt. Jetzt heißt es für den Spieler einzugreifen und sich für eine Partei zu entscheiden, um sie zum Sieg zu führen. Die Marines sind die körperlich schwächste Rasse. Um dies wieder wett zu machen, rüsten sie sich mit den modernsten Waffen aus, die die menschliche Technologie hergibt.
Neben dem Standart Marine, der mit einem einfachen Maschinengewehr bewaffnet ist, könnt Ihr aus 9 weiteren Einheiten Euer Team zusammenstellen. Darunter ist der Smartguner, der Flammenwerfer-Marine und die synthetischen Menschen, die einen Bewegungsmelder tragen mit denen man feindliche Einheiten schon im voraus erkennen kann. In jeder Mission werden eine handvoll Einheiten mit dem Landungsschiff abgeworfen. Darunter befindet sich immer ein Comm-Tech, die wohl wichtigste Einheit der Marines. Nicht, weil er am besten bewaffnet ist, sondern weil er ein Funkgerät besitzt mit der er Verstärkung rufen kann, die dann in die Nähe eines Landeplatzes transportiert wird.
Um zusätzliche Truppen anzufordern muss man sich zusätzliche Credits verdienen. Die Marines müssen auf der ganzen Karte nach Atmosphärenumwandler suchen und sie dann reparieren. Der abgezapfte Sauerstoff wird dann Eurem Konto gutgeschrieben was man gleich wieder in zusätzliche Einheiten und Ausrüstungen investieren kann. Jede Truppe kann mit einem Upgrade ausgestattet werden, was sie deutlich stärken macht. Zum Beispiel bekommt der Standart-Marine eine bessere Schutzausrüstung mit der er sich effektiver gegen das Säureblut der Aliens verteidigen kann und einen Granatenwerfer der an das MG montiert wird. Leider muss man diese Verbesserungen in jedem Level neu kaufen und kann sie nicht mitnehmen. Die Predators sind ständig auf der Jagd, je gefährlicher die Beute ist, umso mehr Ehre bekommen sie. Auch ihre ganze Technologie wurde diesem Ziel angepasst.
Jede Predatorklasse ist mit einer Waffe ausgestattet, die man auch aus den Filmen kennt, wie zum Beispiel die Handgelenkklingen oder der Plasmawerfer. Jede Einheit ist auch mit einer Tarnvorrichtung ausgestattet, um sich vor seinen Feinden zu verbergen. Damit das ganze nicht zu einfach wird, sind Predators sichtbar sobald sie eine Waffe abfeuern. Anders als die Marines haben die Predators einen Stützpunkt, den sie nach Bedarf verlegen können. Er dient auch dazu weitere Einheiten anzufordern, Upgrades oder Ausrüstung zu kaufen. Neue Einheiten werden dann mit einer Art Rettungskapsel auf den Planeten geschossen. Wie im Film ist es auch im Spiel möglich die verschiedenen Sichtmodi einzusetzen, die den Spieler seine Feinde, ähnlich wie die Bewegungsmelder der Marines, früher sehen lässt. Der Spieler kann sich zusätzliche Ressourcen verdienen, in dem er auf die Jagd geht und dann anschließend den Kopf als Trophäe mitnimmt. Desto größer und stärker der Gegner, desto angesehener seine Trophäe.
Die schleimigen Aliens sind die kriegerischste Rasse, die ständig auf der Suche nach Wirten sind, um ihnen ein Babyalien einzupflanzen, das dann später zu einem mächtigen Krieger heranwächst. Das Herz einer jeden Alienkolonie ist die Königin die mit ihrem Eiersack nach und nach Eier legt, aus denen die Facehugger schlüpfen, die sich an das Gesicht eines Opfers festsetzten, um ein Embryo einzupflanzen. Da die Facehugger keine allzu große Lebensdauer haben, wenn sie sich von dem Nest entfernen, ist es sinnvoller den Wirt in die Nähe des Nest zu bringen.
Je nach dem was für ein Wirt es ist, entstehen unterschiedliche Alienarten. Ressourcen bekommt man in dem man viele Wirte mit einem Embryo infiziert. Die Königin ist für die Entwicklung von Upgrades zuständig. Wird die Königin angegriffen, kann man sie vom Eiersack lösen, damit sie sich verteidigen kann. Die Herrscherin der Aliens ist die stärkste Einheit der Aliens, sie kann viel einstecken und jede feindliche Einheit mit wenigen Klauenhieben vernichten. Wird sie doch ein mal getötet, kann wieder eine erschaffen werden.
Insgesamt gibt es 21 verschiedene Missionen, die in sieben für jede Rasse aufgeteilt sind. Die Missionsziele unterscheiden sich von Mission zu Mission. Mal müssen die Menschen 2 Alieneier einsammeln oder auf einem Hügel eine Kommunikationseinrichtung installieren. Als Alien ist man beschäftigt ein Nest aufzubauen und die Königin vor Angreifern zu schützen und das Überleben zu sichern. Als Predator muss man meist auf die Jagd gehen und eine bestimmte Anzahl an Trophäen der jeweiligen Einheit einsammeln. Leider ist dies nicht besonders abwechslungsreich was auf Dauer ein weinig eintönig wird. Auf normalem Schwierigkeitsgrad ist das Spiel in den späteren Missionen sehr schwer. Anfänger sollten sich erst ein mal an dem einfachen Schwierigkeitsgrad versuchen. Zum Glück kann man jederzeit abspeichern und seine Fortschritte damit sichern. Spielt man das Game zum ersten Mal kann man zu jeder Rasse ein Tutorial absolvieren. Zono Interactive hat darauf geachtet keine der Rassen übermächtig wirken zu lassen. Dies haben sie mit der Anzahl der Höchstzahl an Einheiten geregelt. Als Alien kann über 40 Einheiten befehligen, als Marine 25 und als Predator nur 20.
Jeder der mal ein Strategiespiel auf Konsole gespielt hat, wird Probleme mit der Steuerung gehabt haben, da dieses Spielgenre sich einfach besser mit Maus und Tastatur steuern lässt. Trotzdem lässt sich sagen, dass die Steuerung in AvP Extinction sehr gut gelungen ist. Wenn man längere Zeit spielt merkt man gar nicht mehr, dass man das Spiel mit einem Controller zockt. Mit dem linken Analogstick bewegt man den Mauszeiger über den Bildschirm und mit dem rechten Stick bewegt man ihn über die Minikarte und kann so direkt ins Geschehen eingreifen. Wenn man mehrere Einheiten gleichzeitig anwählen will, muss man nur den X-Button gedrückt halten und ein Fenster breitet sich über dem Bildschirm aus, welches alle Einheiten markiert.
Grafisch kann AvP Extinction leider nicht überzeugen Die Einheiten wirken detailarm und sehr pixelig, besonders wenn man das Spiel in der am weitesten entfernten Ansicht spielt. Die Landschaft dagegen sieht wieder besser aus. Dichte Dschungellandschaften durch die vereinzelte Flüsse fließen wechseln sich mit Wüstenlandschaften ab. Auch die Effekte vom Gewehrfeuer der Marines oder die Plasmageschosse der Predators können sich sehen lassen. Bei größeren Massenschlachten bleibt das Spiel flüssig und kommt nicht ins ruckeln. Trotzdem ist die Optik nur Durchschnitt. Dafür sind die Soundeffekte und die Musikuntermahlung absolute spitze. Sämtliche Soundeffekte sind direkt von den Filmen übernommen worden. Sei es das Piepen des Bewegungsmelder oder das Brüllen des Predator nach einer erfolgreichen Jagd. Das ganze wird von originalen Musikstücken untermahlt, das bei Kennern der Filme Erinnerungen wachruft.
Alien vs. Predator: Extinction im Test.
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